Kriegstagebuch 15. September 1916

Mark I

Ein Mark I C-19 der schweren Abteilung des Maschinengewehrkorps am 15. September 1916 auf dem Weg zur Front.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 15. September 1916:

Westfront

Schlacht an der Somme – Schlacht von Flers-Courcelette (bis zum 22. September): Um 6:20 Uhr, nach einem 40-minütigen Artilleriebeschuss, greifen 14 britische Divisionen (einschließlich 2 kanadischen und einer neuseeländischen) an. Erster Panzer-Einsatz durch 32 von 49 vorhandenen Mark I Tank (5 bleiben in Gräben hängen, 9 bleiben wegen mechanischer Schäden liegen und 10 werden getroffen). Die Truppen stossen 2.000 – 3.000 Meter hinter der Feuerwalze der Artillerie auf einem 10 km breiten Frontabschnitt vor und nehmen bis 11 Uhr Flers, Martinpuich, Courcelette und den ‘High Wood‘ (Hohen Wald) innerhalb der dritten deutschen Linie. Die britische Garde-Division (Raymond Asquith, der Sohn des britischen Premierministers fällt) stösst in Richtung Les Boeufs vor, wird aber am ‘Quadrilateral’ (zwischen Ginchy und dem Bouleux-Wald) aufgehalten.
Die Infanterie des französischen I. Korps stösst ab 15 Uhr vor und macht leichte Fortschritte nördlich der Priez-Farm. Artillerie und MG-Feuer bringen den französischen Vormarsch in der Nähe von Rancourt zum erliegen.
Süd-Sektor: Die französische Zehnte Armee erneuert ihre Angriffe südlich von der Somme auf dem Santerre-Plateau, nimmt drei Dörfer (bis zum 17. September) und wehrt häufige Gegenangriffe an. Micheler bedauert den Mangel an Reserven, welcher Anschluß-Operationen verhindert.
146 zusätzliche schwere Geschütze werden zu der deutschen Ersten und Zweiten Armee an der Somme geschickt sowie 144 verbrauchte Geschütze bis zum 8. Oktober ersetzt.
Hindenburg gibt seine erste formale Operationsanweisung heraus: ‘Die Hauptaufgabe der Armeen ist es, jetzt umgehend alle Positionen an der West-, Ost-, italienischen und mazedonischen Fronten zu halten und alle anderen verfügbaren Kräfte gegen Rumänien einzusetzen.’

Ostfront

Rumänien: Der Kronrat entscheidet, die Hälfte der Truppen der Armeen in Transsilvanien gegen Bulgarien aufmarschieren zu lassen.
Brussilow-Offensive – Pripet, Galizien: General Kaledin mit dem Hauptquartier der Achten Armee wird nach Süden geschickt, um die Truppen zwischen Lechitski und Sacharow zu befehligen. Gourkos Spezial-Armee übernimmt die Nordflanke von Brussilows Armeen.

Südfronten

Dolomiten: Das Monte Rosa Alpini-Batallion nimmt den Mt.Cauriol (2.320 m) beim vierten Angriff, dann den Mt.Gardinal (2.350 m) im Nordosten am 23. September und wehrt österreich-ungarische Angriffe bis zum 28. September ab.

Luftkrieg

Adria – erstes U-Boot durch Luftangriff versenkt: 2 österreich-ungarische Lohner-Flugboote bombardieren und versenken das französische Unterseeboot Foucault, wassern anschließend und retten dessen Besatzung.
Westfront: Das Royal Flying Corps hilft dabei, 85 deutsche Batterien zu bekämpfen (29 werden zum Schweigen gebracht) und wirft 8 t Bomben auf 15 Ziele, behauptet 15 deutsche Flugzeuge vernichtet zu haben und verliert 14 Mann Besatzung mit 6 Flugzeugen. Der Zweite Leutnant Ball zerstört 10 deutsche Flugzeuge oder zwingt diese zur Notlandung bis zum 28. September.
Süd-Tunesien: 4 französische Farman bombardieren einen Stützpunkt der Senussi, wobei eines aber abstürzt.

KretaTipp
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