Kriegstagebuch 15. Oktober 1914

Russische Soldaten in Warschau 1914

Russische Soldaten in Warschau bereiten sich auf den Abmarsch vor.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 15. Oktober 1914:

Ostfront

Polen: Erste Schlacht von Warschau (bis zum 23. Oktober) entlang der Weichsel. 4 deutsche Korps gegen 4 russischen Armeen. Deutsche Truppen nähern sich auf weniger als 12 km Warschau, dessen Evakuierung vorbereitet wird.

Westfront

Flandern: Das deutsche III. Reservekorps besetzt Ostende und Zeebrügge. Zusammen mit der belgischen Armee am Fluß Yser erstreckt sich die alliierte Linie nun bis zum Meer und schließt Paperinghe mit ein. Die Kavallerie des Britischen Expeditionskorps stellt bei der Überquerung des Fluß Leie fest, daß dieser von deutschen Verbänden verteidigt wird, kann aber 2 Ortschaften am Ypern-Kanal erobern. Das britische II. Korps, welches 2.000 Mann Verluste seit dem 12. Oktober hat, macht einige Geländegewinne, trifft aber am nächsten Tag auf das deutsche VII. Korps, welches das deutsche Kavallerie-Korps entlastet.

Ferner Osten

Tsingtau: Kein fließendes Wasser mehr, der US-Konsul bringt mehrere hundert Frauen und Kinder aus der belagerten Stadt.

Afrikanische Fronten

Südafrika: Oberst Brits verjagt den meuternden Maritz und nimmt 70 Kriegsgefangene bei Ratedraai, südlich des Flusses Orange.

Seekrieg

Nordsee: Der auf Patrouille befindliche alte britische Kreuzer Hawke wird durch U9 torpediert und sinkt vor Peterhead. Es gibt 525 Tote und nur 21 Überlebende.

Neutrale

USA: Das Außenministerium bestätigt in einem Rundschreiben, daß US-Bürger das Recht haben ‘an jede kriegführende Nation Güter zu verkaufen oder ihre Agenten jeden Handelsartikel …’

Heimatfronten

Großbritannien: Lord Bryce zu Fisher: ‘Die Menschen in London sind deprimiert. Sowohl Russlands als auch Frankreichs militärische Kapazitäten sind unklar und liegen im Dunkeln’. 4.144 belgische Flüchtlinge kommen in Dover und Folkestone an.

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