Kriegstagebuch 15. November 1914

Britische 18-Pfünder Feldgeschütze bei Ypern,

Britische 18-Pfünder Feldgeschütze bei Ypern, mit ihren Protzen und Munitionswagen in nächster Nähe.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 15. November 1914:

Westfront

Der französische Generalstab erstellt Studien und Pläne für die Wiederaufnahme der Offensive unter der Annahme eines deutschen Rückzuges nach den Rückschlägen der deutschen Armeen bei Ypern und an der Ostfront.
Ypern: Die Ablösung des I. Korps des Britischen Expeditionskorps durch französische Verbände unter General Foch beginnt und ist abgeschlossen am 22. November. Die Franzosen besetzen die Stellungen im ausgedehnten Frontbogen von Ypern bis Anfang 1915. Der Befehlshaber des Britischen Expeditionskorps, Sir J. French, erzählt Lord Stamfordham ‘… wir können hier halten … aber wir sind nicht stark genug … für eine energische Offensive’.

Ostfront

Polen: Die russische Zweite und Fünfte Armeen ziehen sich auf die Linie Gumbin-Lodz zurück. Die Zweite Armee übergibt dort ihre Korps an die Fünfte. Das russische Gardekorps hat bisher schon 14.000 Mann verloren.
Karpaten: Zweiter russischer Einfall nach Nord-Ungarn unter Brusilow bis zum 12. Dezember.

Südfronten

Serbien: Österreich-ungarische Truppen besetzen Valjevo. In Wien jubelt man und General Potiorek wird ausgezeichnet, aber der einsetzende, starke Regen verwandelt die Straßen nun in Sümpfe. Die Serben haben zwischenzeitlich schon 20 ihrer Geschütze aufgegeben, da sie unter einem chronischen Granaten-Mangel leiden.

Naher Osten

Mesopotamien: Britische Truppen schlagen 2.000 türkische Soldaten bei Sahain.
Armenien: ca. 5.000 türkische Freischärler löschen 1 russisches Bataillon an der Kupfermine südlich von Batumi aus.

Afrikanische Fronten

Kamerun: 1.247 alliierte Truppen besetzen Buea in der Gebirgsgegend. 1.200 deutsche Soldaten wurden bis jetzt gefangengenommen.

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