Kriegstagebuch 15. Mai 1916

österreich-ungarischer Grabenmörser feuert im Trentino

Ein österreich-ungarischer Grabenmörser feuert im Trentino auf italienische Stellungen.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 15. Mai 1916:

Südfronten

ÖSTERREICH-UNGARISCHE TRENTINO-OFFENSIVE beginnt mit einer vierstündigen, intensiven Artillerievorbereitung ab 6 Uhr morgens auf einer 35 km breiten Frontline. Das XX. (Elite-Edelweiss-) Korps von Erzherzog Karl hat 253 Geschütze zur direkten Unterstützung sowie 140 vom III. Korps und nimmt Costa d’Agra und Mt Coston (1.751 m) und durchbricht die erste italienische Linie bis zum folgenden Tag. Aber das VIII. Korps westlich davon wird durch die italienische Roma-Brigade und Alpini-Truppen zum stehen gebracht. Ebenso gelingt östlich dem XXI. Korps kein Durchbruch, obwohl der Ablenkungsangriff des XVII. Korps Teile des Armentera-Höhenrückens (1.510 m) entlang Val Sugana nimmt, was der italienische General Pecori-Giraldi fälschlicherweise als Hauptangriff ansieht.

Westfront

Artois: Die Briten lassen eine unterirdische Mine hochgehen und erstürmen 250 Meter Gräben auf der Vimy-Höhe, aber die Deutschen erobern den Krater am 17. Mai zurück.

Naher Osten und Seekrieg

Arabien: Die alliierte Blockade der Küste von Hedschas beginnt.

Politik

Großbritannien: Außenminister Grey behauptet, daß die Alliierten für ein freies Europa kämpfen würden. Der deutsche Reichskanzler Bethmann antwortet darauf am 23. Mai, dass Deutschland Frieden auf der Grundlage der Sicherheit gegen einen Angriff machen würde.

Besetzte Gebiete

Belgien: Generalgouverneur Bissings Dekret fordert Arbeitslose auf, für Deutschland Arbeiten zu übernehmen.

Heimatfronten

Irland: Casement wird wegen Hochverrats in Folge des Osteraufstand der Prozess gemacht.

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