Kriegstagebuch 15. Dezember 1914

Serbische Artillerie

Serbische Artillerie beim Feuern.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 15. Dezember 1914:

Südfronten

Serbien: Serbische Patrouillen besetzen wieder Belgrad um 10 Uhr und Artillerie trifft die österreich-ungarische Pontonbrücke. ENDE DER DRITTEN ÖSTERREICH-UNGARISCHEN INVASION unter einem Verlust von 41.000 Kriegsgefangene und 133 Kanonen.
König Peter trifft in Belgrad ein und besucht die Kathedrale. Der Kronprinz folgt mit Oberstleutnant A.P.B. Harrison (britischer Militärattaché).
Im Amerikanischen Hospital befinden sich über 3.000 österreich-ungarische und serbische Verwundete. Die österreich-ungarischen Truppen lassen 5 Kanonen, 1.000 Pferde, 448 Fuhrwerke und 10.150 Kriegsgefangene zurück. Über 700 Gebäuden wurden seit dem 29. Juli durch Artillerie-Beschuss beschädigt, darunter die Universität und der Königspalast. Dabei gab es 180 zivile Opfer.

Westfront

Flandern: Die alliierte Nieuport-Gruppe überquert den Fluß Yser in Richtung Lombaertzyde. Sir J. French besucht das II. Korps des Britischen Expeditionskorps, wo die ‘Schützengräben … ein einziger Sumpf sind.’

Ostfront

Polen: Schwere Kämpfe um Sokhachew am Fluss Bzura.
Galizien: 17 österreichische Bataillone brechen aus Przemysl aus, werden aber wieder bis zum 17. Dezember zurückgetrieben. Radkos Dritte Armee ist wieder am Fluss Dunajec zurück, Brusilows Truppen größtenteils zurück im Karpatenvorland.

Seekrieg

Östliches Mittelmeer: Der britische Kreuzer Doris beschießt Alexandretta und eine Landungstruppe beschädigt zwischen dem 18. und 20. Dezember die nahe gelegene Bahnstrecke. Der russischen Kreuzer Askold versenkt eine türkische Schaluppe vor Beirut am nächsten Tag.
Ostsee: Ein russisches U-Boot vertreibt ein auf Aufklärung befindliches deutsches Kreuzergeschwader vor den Aaland-Inseln.

Luftkrieg

Großbritannien: Das Personal des Royal Navy Air Service (RNAS) ist nun insgesamt 4.245 Mann stark.
Nordsee: Deutsche Marine-Zeppeline fliegen Erkundungsmission für ein Schlachtkreuzer-Geschwader, welches Ziele entlang der britischen Ostküste beschießt und helfen auch, einer Falle durch die britische Grand Fleet zu entgehen.

Heimatfronten

Frankreich: Die Wehrpflichtigen für das Jahr 1915 werden bis zum 18. Dezember eingezogen.

Neutrale

Italien: Generalstabschef Cadorna und Zupelli teilen dem Ministerpräsidenten und Sonnino mit, daß die Armee nicht bis April 1915 bereit sein wird.

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