Kriegstagebuch 14. Mai 1915

Österreich-ungarische Soldaten in der Nähe von Jaroslav

Österreich-ungarische Soldaten in der Nähe von Jaroslaw in Galizien.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 14. Mai 1915:

Ostfront

Galizien: Das deutsche Garde-Korps erobert Jaroslaw (ca. 150 km von Gorlice). Der englische Romanautor Hugh Walpole wird russischer Offizier in Otriad bei einem mobilen Krankenhaus des Roten Kreuz und erreicht Lemberg am 24. Mai.

Westfront

Ypern: Vorstoß französischer und belgischer Truppen in der Nähe von Het Sas und Steenstraate. Britische Verbände entlasten die Franzosen 3 Meilen südlich vom La-Bassee-Kanal (Nacht vom 14./15. Mai), als 400 Geschütze Haigs nächsten Schlag vorbereiten.

Südfronten

Österreichisch-italienische Grenze: Vorausabteilungen von 3 österreich-ungarischen Divisionen aus Polen entsteigen Zügen an der Isonzo-Linie. Die Masse des VII. Korps erreicht Agram.

Naher Osten

Mesopotamien: Gorringe erobert eine arabische Festung im persischen Arabistan, aber seine türkischen Truppen ziehen sich nach Amara zurück. 2 britische Flugzeuge treffen in Basra ein und unternehmen die erste Flüge am 27. Mai.

Seekrieg

Ostsee: Das russische U-Boot Drakon greift zweimal vergeblich den deutschen Kreuzer Thetis an, welcher zuvor das deutsche U-Boot U 4 abgeschleppt hatte.

Heimatfronten

Großbritannien: Der Kriegsrat tagt und Kriegsminister Kitchener greift die Admiralität an, da er eine Invasion befürchtet. Churchill versteift sich in seiner Entschlossenheit, Gallipoli zu erobern.
Der Kriegs-Korrespondent der Times hebt den Mangel an Granaten für das Britische Expeditionskorps hervor, wozu er von Feldmarschall French aufgefordert worden war. Die Presse beschuldigt nun Kriegsminister Kitchener.
Venetia Stanley teilt dem erschüttert Asquith mit, daß sie E. Montague heiraten wird und die Korrespondenz beenden wird.

Neutrale

Portugal: Die Marine und Demokraten stürzen den ‘Diktatur’ von General Castro (1.150-1.300 Tote bis zum 18. Mai). Castro wird auf die Azoren deportiert, kann aber später nach Deutschland fliehen.

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