Kriegstagebuch 14. Juni 1940

deutsche Artillerie vor der im Stil klassischer Tempel erbauten Kirche Sainte  Madeleine

Deutsche Artillerie vor der im Stil klassischer Tempel erbauten Kirche Sainte Madeleine beim Einzug in Paris.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 14. Juni 1940:

Frankreich

DEUTSCHE TRUPPEN MARSCHIEREN IN PARIS EIN. General von Bock, Oberbefehlshaber der Heeres-Gruppe B, nimmt die Siegesparade am Place de la Concorde und am Arc de Triomphe ab. Die Deutschen erobern die intakte Renault-Panzerfabrik in Billancourt und die Schneider-Creusot Rüstungsbetriebe. Nur 700.000 Menschen, von einer Bevölkerung von fünf Millionen, waren in der Stadt zurückgeblieben.
Die Heeres-Gruppe C beginnt mit 24 Divisionen den Angriff auf die Maginot-Linie und bereitet die Rhein-Überquerung vor. Churchill befiehlt die umgehende Evakuierung aller verbleibenden britischen Truppen aus Frankreich. Die französische Regierung verläßt Tours und geht nach Bordeaux.

China

Das japanische Oberkommando empfiehlt den Botschaften von Großbritannien, USA, Sowjetunion und Deutschland, ihre Bürger aus Tschungking in Sicherheit zu bringen.

Neutrale

Spanien: Truppen aus Spanisch-Marokko besetzen die ‘Internationale Zone’ von Tanger (Nordwest-Afrika).

Politik

Der französische Ministerpräsident Reynaud sendet einen verzweifelten Hilferuf an US-Präsident Roosevelt: falls Amerika nicht innerhalb einer kurzen Zeit Deutschland den Krieg erklärt, ist Frankreich verloren.
Russisches Ultimatum an Litauen.

Seekrieg

Mittelmeer: Drei italienische Zerstörer beschießen Sollum, nicht weit hinter der ägyptisch-libyschen Grenze.

Geheimkrieg

Französische und polnische ‘Enigma’-Code-Knacker verlassen Paris. Sie fliegen dann am 24. Juni von Toulouse nach Algier weiter.

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