Kriegstagebuch 14. April 1916

deutscher Soldat führt eine Gruppe russischer MG-Schützen

Ein deutscher Soldat führt eine Gruppe russischer MG-Schützen, die am Narotschsee in Gefangenschaft geraten sind.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 14. April 1916:

Ostfront

Westrussland – Erste Schlacht am Narotschsee endet: Russische Verluste 122.000 Mann (einschließlich 12.000 Todesfälle durch Erfrierungen) gegenüber 20.000 Mann bei den deutschen Truppen.
STAVKA-Planungskonferenz mit dem Zaren in Mogilew: Brusilow bietet an, im Sommer mit einem Minimum an Verstärkungen anzugreifen. Die Hauptoffensive soll am 15. Juni von Everts Westfront westlich von Minsk stattfinden.

Naher Osten

Mesopotamien, Kut: Townshend meldet den 29. April als äußersten Termin für die Versorgung, dann wäre das beschlagnahmte zivile Getreide aufgebraucht. Das Arabische Büro berät sich mit Lake auf seinem Hauptquartier-Schiff bei Hanna.
Armenien: Jakows 20.000 Mann mit 30 Kanonen nehmen die türkische Stellung bei Kara-dere und sind bis zum 16. April nur noch 13 km östlich von Trapezunt.

Afrikanische Fronten

Ostafrika: Heftige Niederschläge bei Moshi (bis zum 30. April).

Seekrieg

Schwarzes Meer: Der Schlachtkreuzer Goeben, welcher seit Ende 1915 über 4 x 88-mm-Fla-Geschütze verfügt, wird zum erstenmal aus der Luft bei einem erfolglosen russischen Luftangriff auf Stenia Creek bombardiert.

Luftkrieg

Türkische Fronten: 4 britische Short-Wasserflugzeuge aus Mudros bombardieren die Sprengstoff-Fabrik Zeytinlik, Hangars in Konstantinopel und den Bahnhof von Adrianopel.

Politik

Deutsch-österreich-ungarische Gespräche in Berlin bis zum nächsten Tag über die polnische Zukunft enden in einer Sackgasse.

Neutrale

USA: Wilsons Kabinett genehmigt die Sussex-Note an Deutschland, welche am 18. April zugestellt wird. Darin wird verlangt, U-Boot-Kommandanten zu bestrafen und zukünftige Garantien abzugeben.

Heimatfronten

Russland: Die Leitung der Geheimpolizei berichtet, daß ein revolutionärer Geist unter den 2.000 Angehörigen der Militär-Fahrschule in Petrograd herrscht.
Osmanisches Reich: Gesetz über die Vereinheitlichung der im Umlauf befindlichen Währungen.

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