Kriegstagebuch 13. September 1916

Hindenburg, Kaiser, Ludendorff

Der Kaiser (Mitte) mit Hindenburg (links) und Ludendorff (rechts) bei einer Lagebesprechung im Großen Hauptquartier. Die beiden Generale übernehmen zunehmend auch außen- und innenpolitische Angelegenheiten.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 13. September 1916:

Westfront

Deutschland: HINDENBURG WIRD FAKTISCH DER OBERBEFEHLSHABER ÜBER ALLE ARMEEN DER MITTELMÄCHTE. Die OHL (Oberste Heeresleitung) wird zu diesem Zweck zum OKL (Oberste Kriegsleitung).
Schlacht an der Somme: Das französische I. Korps stösst südöstlich von Combles vor. Das VII. Korps wehrt heftige Gegenangriffe auf Bouchavesnes ab.
Verdun: In der Zitadelle verleiht Präsident Poincare das Abzeichen der Ehrenlegion an die Festung, ‘an deren Mauern die höchsten Ambitionen des kaiserlichen Deutschland gebrochen wurden’. Petain, Joffre, Nivelle und Mangin sind alle Anwesenden.

Politik

Deutschland: Kaiser Wilhelm II., Hindenburg, Reichskanzler Bethmann, Enver Pascha und Zar Ferdinand von Bulgarien halten in Pless einen Kriegsrat ab.

Südfronten

Saloniki: Die britische 65. Brigade (22. Division) erstürmt die vom deutschen 59. Regiment gehaltene Frontausbuchtung beim Dorf Machukovo, nimmt ca. 70 Kriegsgefangene und erbeutet 9 MGs für 586 Mann Verluste, verliert es aber wieder bis zum 14. September.

Luftkrieg

Adria: 22 italienische Caproni-Bomber, mit in Italien in Lizenz gebauten Nieuport-Jägern als Begleitschutz, bombardieren Triest.

Praxisbahn
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