Kriegstagebuch 12. März 1917

Schiessereien Petrograd

Studenten und Armeedesserteure schiessen in Petrograd auf die Polizei.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 12. März 1917:

Heimatfronten

Russland: ERSTE RUSSISCHE REVOLUTION (bis zum 15. März). Die gesamte 17.000 Mann starke Garnison von Petrograd verbrüdert sich mit der Volksmasse bei Temperaturen von -18 Grad. Die Duma vertagt sich, bildet aber eine vorläufige Regierung im Tauride-Palast. Es gibt kein Brot oder irgendeinen Verkehrstransport. Nur 2 Regimenter und die Polizei stehen treu zum Zaren, wobei es zu sporadischen Straßenkämpfen kommt.
Kanada: Die dritter Kriegsanleihe wird eröffnet.
Großbritannien: Brotbestellungen machen den Verkauf nach Gewicht obligatorisch.

Ostfront

Russland: Der Zar verlässt das STAVKA in Richtung Petrograd. Mittlerweile ist Generalstabschef Alexejew davon überzeigt, keine Offensive zur Unterstützung von Nivelle durchführen zu können – und wenn, dann nur Ende Juli.
Galizien: Erfolgreiche deutsche Überfälle in der Nähe der Eisenbahnstrecke Zloczow-Tarnopol, Brzezany und am Fluss Narajowka.

Seekrieg

USA: Das State Department kündigt an, dass alle US-Handelsschiffe, die durch Kriegsgebiete laufen, bewaffnet werden.
Atlantik: Das Q-Schiff (U-Boot-Falle) Privet versenkt U 85 (Petz) beim Start Point bei Plymouth (UC 68 läuft dort am 13. März auf eine eigene Mine und explodiert). Das US-Frachter Algonquin wird ohne Vorwarnung torpediert (sowie die amerikanische Healdton am 22. März).

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