Kriegstagebuch 12. Juli 1918

japnischer Dreadnought Settsu

‘Settsu’, Schwesterschiff des ersten japanischen Dreadnought ‘Kawachi’ von 1911.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 12. Juli 1918:

Seekrieg

Pazifik: Japans erstes Dreadnought-Schlachtschiff, die 21.900 Tonnen große Kawachi, explodiert durch eine Magazinentzündung in der Bucht von Tokuyama, wobei es 700 Tote gibt.

Westfront

Somme: Französische Eroberung der Farm von Castel-Auchin, nordwestlich von Montdidier. Foch bittet Haig, in Flandern bereit zu sein, vom La-Bassee-Kanal nach Norden hin anzugreifen, um das Bethune-Minengebiet zu befreien. Haig behauptet, dass das Gelände ‘Wasser-überflutet’ ist und schlägt einen früheren Vorstoß nach ‘östlich und südöstlich von Amiens, um diese Stadt und die dortige Eisenbahn wegzunehmen’ vor. Foch stimmt zu und enthüllt, dass Debeney (Französische Erste Armee) ‘eine Offensive mit dem selben Ziel überprüft’. Petains Brief an Haig: ‘Ich habe die Ehre, eine umfassendere Beteiligung der britischen Armee an den Lasten einzufordern …, die meine Armeen nun 3 1/2 Monate lang belasten: entweder durch … mindestens 3 Divisionen oder durch einen vor dem 18. Juli durchzuführenden Angriff an einem geeigneten Teil der Front.’ Ludendorffs 5. Offensive wird auf den 15. Juli verschoben.

Politik

Haiti: Die Regierung erklärt Deutschland den Krieg.
Australien: Premierminister Hughes verkündet, es wird keine Rückgabe der deutschen Pazifik-Insel geben.

Heimatfronten

Deutschland: Oberst Bauers Note an Ludendorff ‘Wir werden den Krieg gewinnen, wenn die Heimat nicht mehr der Armee in den Rücken fällt.’ (Dolchstoß-Legende), welche er wieder auf dem Düsseldorfer Industrie-Tag am 20. Juli wiederholt.
Großbritannien: ‘Propaganda ist Werbung …’, so Northcliffe.

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