Kriegstagebuch 12. Februar 1915

 Kaiser unter Druck durch die britische Blockade

Der niederländische Karikaturist Raemaekers zeigt den deutschen Kaiser unter Druck durch die britische Blockade.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 12. Februar 1915:

Neutrale

Niederlande: Protest gegen die deutsche U-Boot-Blockade (Schweden folgt am 15. Februar).
Italien: Die Regierung teilt Österreich-Ungarn mit, dass sie weitere Aktionen auf dem Balkan als unfreundlichen Akt ansehen wird.
China: Die Regierung erklärt sich bereit, 12 der 21 Forderungen von Japan zu erfüllen. Dessen vollständiger Wortlaut wird von ihr am 17. Februar veröffentlicht.

Luftkrieg

Deutschland: Eine kaiserliche Order von Kaiser Wilhelm II. bringt zum Ausdruck, daß ‘große Hoffnungen auf dem Luftkrieg gegen England liegen, welcher mit größter Energie durchgeführt werden soll’. Eine Zielliste wird ausgegeben: Lagerstätten, Militärstützpunkte, Kasernen, Öl- und Benzinlager und die Docks von London. Angriffe auf die königlichen Residenzen oder Wohngebiete in London werden ausdrücklich untersagt.

Westfront

Die französische 60. Reserve-Division dringt in der Nähe von Souain vor und erobert Teile des Waldes von Sabot, welche aber später wieder verloren gehen. Ein schwerer Schneesturm verhindert die Artilleriebeobachtung und verzögert den Großangriff bis zum 16. Februar.
Die kanadische 1. Division landet in St. Nazaire an (die Ausschiffung ist am 15. Februar abgeschlossen).

Ostfront

Ostpreußen: ca. 1.500 russische Kavalleristen versuchen vergeblich, die Grenze zu überqueren und Khorzel zu überfallen, während Hindenburgs Verbände Mariampol und anderen Ortschaften nehmen.
Karpaten: Österreich-ungarische Truppen überqueren den Jablonitsa-Pass im Osten.

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