Kriegstagebuch 11. November 1914


Ausrufung Heiliger Krieg in Konstantinopel

Der durch Sultan Mehmet V. ausgerufene ‘Heilige Krieg’ wird begeistert vor der Hagia Sophia in Konstantinopel gefeiert.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 11. November 1914:

Naher Osten

DER SULTAN VERKÜNDET DEN DSCHIHAD (Heiligen Krieg) GEGEN DIE ALLIIERTEN in der Fatih-Moschee von Konstantinopel.
Armenien: 4 türkische Divisionen führen einen Gegenangriff gegen die russischen Flanken durch und erzwingen deren Rückzug am nächsten Tag.

Westfront

ERSTE FLANDERNSCHLACHT Phase 3: Schlacht von Nonne Boschen (Nonnen-Wald). Dritter deutscher Angriff: Ein frisches Korps aus 17.600 Mann, bestehend aus der preußischen Garde-Division und der 4. Division aus Arras, rückt im dichten Nebel auf der Menin Road (Gheluvelt-Ypern) gegen Haigs I. Korps (7.850 Mann) vor, welches nun durch 5 rückwärtige Stützpunkte und dem Großteil von Smith-Dorriens II. Korps, welches von Las Bassee nach Norden geschickt wurde, verstärkt ist. Wiederum gelingt es den deutschen Truppen fast den Sieg zu erringen. Sie brechen nördlich der Menin-Strasse durch und die britische Artillerie droht überrannt zu werden. Doch die deutschen Offiziere sind sich des nahen Sieges nicht bewusst und zögern weiter anzugreifen. Die letzten, zusammengekratzten britischen Kampftruppen (306 Mann der 2. Ox und Bucks Light Infantry mit Pionieren, Köchen und Fuhrwerkern) greifen immer wieder die preußische Garde-Division an und drängen diese zurück.

Ostfront

Polen: ZWEITE DEUTSCHE OFFENSIVE GEGEN WARSCHAU BEIDERSEITS DER WEICHSEL (bis zum 25. November): Mackensens 3 Korps zerschlagen das V. sibirische Korps von der russischen Ersten Armee rund um Wroclaw und erbeuten 15 Kanonen und 12.000 Kriegsgefangene bis zum 14. November. Dabei half die Dechiffrierung eines russischen Funksignals, welches die Armee-Abschnitte offenlegte.

Südfronten

Serbien: Das serbische Hauptquartier wird aus Valjevo evakuiert und zieht nach Kragujevac um, wo sich auch das National-Arsenal befindet.

Seekrieg

Ärmelkanal: Das ankernde Kanonenboot Niger wird ohne Opfer durch das deutsche U-Boot U-12 (Forstmann) vor dem Deal Pier versenkt.

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