Kriegstagebuch 11. Juli 1915

zerstörte deutsche leichte Kreuzer 'Königsberg'

Der zerstörte deutsche leichte Kreuzer ‘Königsberg’ liegt im Fluß Rufiji auf Grund.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 11. Juli 1915:

Seekrieg

Ostafrika: Der deutsche leichte Kreuzer Königsberg wird auf dem Rufiji-Fluss nach 90-minütigen Beschuss von den britischen Monitoren Mersey und Severn mit Hilfe eines Farman-Artilleriebobachtungsflugzeuges (welches dabei abstürzt) außer Gefecht gesetzt. Königsberg wird durch die Besatzung selbst versenkt, aber deutsche Taucher können später ihre zehn 10,5-cm-Geschütze für den Einsatz auf Land bergen.
Adria: Die Italiener besetzen die Pelagosa-Insel und stationieren dort eine Garnison mit 90 Mann und zwei 7,62-cm-Geschützen. Ein französischer Aufklärungstrupp landet am 12. Juli auf der in der Nähe liegenden Insel Lagosta, aber die italienische Regierung legt am 27. Juli ein Veto gegen deren Besetzung durch die Franzosen ein.

Luftkrieg

Ostafrika: 2 Wasserflugzeuge des Royal Navy Air Service fliegen Aufklärung für 2 britische Monitore bei der Bekämpfung des deutschen Leichten Kreuzer Königsberg im Rufiji-Delta.
Italien: Österreich-ungarische Kriegsschiffe beschießen Venedig zum vierten Mal.

Westfront

Joffre entscheidet, daß die Hauptoffensive im Herbst in der Champagne stattfinden soll, zusammen mit einer Sekundäroffensive im Artois.
Maas: Deutsche Angriffe auf Frenes in der Nähe von St. Mihiel.

Südfronten

Die Italiener machen Geländegewinne in den Karnischen Alpen und schlagen die österreich-ungarischen Truppen am 28. Juli zurück.

Mittlerer Osten

Gallipoli: Der befehlshabende General des IX. Korps, Stopford, trifft auf Mudros ein und genehmigt den Suvla-Plan am 22. Juli, der dann aber wieder am 26. Juli überarbeitet wird.

Neutrale

USA: Staatssekretär Lansings Memorandum: ‘Es darf Deutschland nicht erlaubt werden, diesen Krieg zu gewinnen, oder ungeschoren aus ihm herauszukommen … ‘.

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