Kriegstagebuch 10. Oktober 1915

deutsche Kavallerie in Serbien

Vorrücken deutscher Kavallerie in Serbien.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 10. Oktober 1915:

Südfronten

Serbien: Das deutsche III. Korps (Lochow) nimmt Semendria am 10./11. Oktober, nachdem es die Donau unter dem Verlust von 45 der seiner 53 Boote in der Nacht vom 7./8. Oktober überquert hatte. Die Sicherung des Brückenkopf nach Osten hin war unbeeinflußt geblieben von den vorbereitenden Torpedorohren der britischen Royal Navy, welche durch Artilleriebeschuß außer Gefecht gesetzt wurden.

Westfront

Artois: Geringe französische Geländegewinne im Souchez-Tal; Wald von Givenchy-en-Gohelle und in der Nähe von La Folie.
Champagne: Geringe französische Geländegewinne bis zum 12. Oktober.

Ostfront

Westrussland: Die russischen Truppen werden nordwestlich von Dünaburg und südwestlich von Pinsk zurück gedrängt, nehmen jedoch Garbunovka (15 km vom Dvinsk am 19. Oktober).

Mittlerer Osten

Gallipoli: Die Stärke des alliierten MEF (Mediterranean Expedition Force – Mittelmeer-Expeditionsstreitkräfte) beläuft sich auf 114.087 Soldaten bei einer eigentlichen Sollstärke von 200.540 Mann, welche 17 türkischen Divisionen gegenüberstehen.

Luftkrieg

Westfront: 6 Flugzeugbesatzungen des Royal Flying Corps treffen erstmals auf Fokker E Jäger.

Politik

Griechenland: Die Regierung lehnt Serbiens Hilferuf ab, der Vertrag von Bukarest aus dem Jahr 1913 soll irrelevant sein.

Heimatfronten

Deutschland: Dichter Rilke schreibt aus München, ‘kann niemand dies (den Krieg) verhindern und stoppen ?’
Russland: In einem Brief von Lenin steht, daß ‘Nachrichten aus Russland von der wachsenden revolutionäre Stimmung zeugen’.

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