Kriegstagebuch 10. November 1917

Kanadische und deutsche 'laufende Verwundete'

Kanadische und deutsche ‘laufende Verwundete’ auf dem Weg zu einem Verbandsplatz. Sie rasten auf dem verwüsteten Schlachtfeld direkt außerhalb von Passchendaele.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 10. November 1917:

Westfront

Flandern – Zweite Schlacht von Passchendaele endet: Die 1. kanadische Division (1.094 Verluste) rückt knapp 500 Meter nördlich des Hauptkamms östlich von der Hauptstraße Passchendaele-Westroosebeke vor, trotz drei deutscher Gegenangriffe, Beschuß durch über 500 Geschütze und Luftangriffen. Der alliierte Geländegewinn beträgt seit dem 31. Juli etwas mehr als 7 km.

Ostfront

Russland: Kerenski besetzt Zarskoje Selo. Straßenkämpfe in Moskau bis zum 15. November. Arthur Ransome berichtet in den Daily News: ‘Es ist eine Torheit zu leugnen … dass die Bolschewiken die Mehrheit der politisch aktiven Bevölkerung hinter sich haben.’

Südfronten

Trentino: Conrad von Hötzendorf greift an, aber die italienische Erste Armee führt geschickte Rückzugsgefechte und behauptet Schlüsselpositionen bis zum 14. November. Die österreich-ungarischen Truppen von Krauss besetzen Belluno und erreichen am 12. November Feltre.

Politik

Österreich-Ungarn: Graf Czernin drängt Kühlmann in Deutschland, das Friedensangebot der Bolschewiken öffentlich zu akzeptieren, aber dieser lehnt am 11. November ab.

Geheimkrieg

Deutschland: Das deutsche Schatzamt stimmt zu, den Bolschewiken über Stockholm 15 Millionen Reichsmark zur Verfügung zu stellen.

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