Kriegstagebuch 10. November 1915

italienische schwere Haubitze

Eine italienische schwere Haubitze wird für die Isonzoschlacht in ihre Feuerstellung transportiert.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 10. November 1915:

Südfronten

Italienische Front – Vierte Isonzoschlacht (bis zum 3. Dezember): Die italienische 5assa-Brigade sticht bei den Kämpfen um den Kars heraus (bis zum 12. November), nach einem heftig intensivem Trommelfeuer über 4 Stunden. 28 italienische Divisionen gegen 15 österreich-ungarische Divisionen.
Saloniki: Französische Truppen halten weitestgehend 3 bulgarische Regimenter an der Crna-Vardar Fluss-Schleife bis zum 14. November auf. Die Bulgaren erleidend dabei über 5.877 Mann Verluste.

Westfront

Das deutsche Tages-Kommunique meldet: ‘Keine besonderen Ereignisse an der Westfront.’
Großbritannien: Des Königs Sekretär gibt die Dokumente über die Schlacht von Loos an Lady Haig zurück.
Flandern: Das indische Korps wird vom XI. Korps aus der Front vollständig abgelöst (seit dem 4. November), nachdem es 34.252 Mann Verluste seit dem 22. Oktober 1914 erlitten hat. Das Korps verlässt Frankreich in den Nahen Osten und die erste Brigade besteigt Züge in Richtung Marseille.

Mittlerer Osten

Osmnaisches Reich: Der deutsche General Goltz reist nach Bagdad ab und übernimmt vom 24. November an das Kommando über die dortige türkische Sechste Armee.
Gallipoli: Der britische Kriegsminister Kitchener trifft ein und besucht den ANZAC- (13. November) und Suvla-Brückenkopf (14. November).

Politik

Deutschland: Der österreich-ungarische Außenministerin hält sich in Berlin bis zum nächsten Tag auf und diskutiert über Polen und Mitteleuropa. Wien lehnt Jagows ‘germanische Ostmark’ ab.

Neutrale

USA: Großer Brand in den Munitionswerken der Bethlehem Steel Company. Deutsche Sabotage wird verdächtigt, sowie für zwei andere Industrieunfälle am 11. und 30. November.

Heimatfronten

Deutschland: Das Kriegsministerium schließt einen Kompromiss mit der Industriellenvereinigung der Eisen- und Stahlherstellern über die zukünftige Verwendung Wehrdiensttauglicher, qualifizierter Arbeitskräfte (600.000 Beschäftigte).
Großbritannien: Ausschüsse für die Lizenzierung und Beschlagnahmung von Schiffen gebildet sowie gesetzliche Kriegs-Pensions-Ausschüsse organisiert.
Das House of Commons stimmt für einen 400-Millionen-Pfund-Kriegskredit.

KretaTipp
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