Kriegstagebuch 10. November 1914

Deutscher Angriff bei Langemarck 1914

Das Symbol für die sich nun im Westen entwickelnden blutigen und vergeblichen Durchbruchsschlachten wird Langemarck. Am 10. November 1914 greifen frische deutsche Regimenter, welche zumeist aus Studenten und Akademikern bestehen, mit dem Deutschlandlied auf den Lippen die feindlichen Stellungen an und werden massenweise niedergemäht.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 10. November 1914:

Westfront

Flandern: Schlacht an der Yser endet. Die deutsche 43. Reserve-Division erstürmt Dixmude (aber die Franzosen können die dortige Brücke zerstören) und St. Eloi. Mehr als 20 deutsche Divisionen greifen rund um Ypern bis zum nächsten Tag an.

Ostfront

Galizien: Oberst Hentsch, der Gesandte von Falkenhayn, trifft im Hauptquartier des österreich-ungarischen Generalstabschef von Hötzendorf ein und verspricht 4 deutschen Korps aus dem Westen bis zum 22. November. Daraufhin verschiebt von Hötzendorf 5 Divisionen der Zweiten Armee bis zum 23. November von den Karpaten zur Deckung von Schlesien, wie er dies bereits am 7. November vorgeschlagen hat.
Belagerung von Przemysl: 120.000 Mann österreich-ungarische Truppen lassen sich in der Festungsstadt von der russischen Elften Armee einschliessen.
Ostpreußen: Russische Truppen marschieren wieder in Goldap ein.

Südfronten

Serbien: Putnik beschließt sich auf eine neue Linie zurückzuziehen, welche Valjevo deckt. Doch können die serbischen Truppen dort keine Stellungen beziehen, da die Stadt mit 500.000 Flüchtlingen überfüllt ist, es zu zahlreichen Desertationen (vor allem bei der 2. Drina-Division) kommt, Munitionsmangel besteht und die österreich-ungarische Artillerie sehr schnell geeignete Feuerstellungen bezieht.

Naher Osten

Arabien: Die 29. indische Brigade erstürmt unter dem Verlust von 20 Mann Scheik Said und sprengt das Fort Turba in die Luft, welches etwas außerhalb des Protektorat Aden liegt und über 5 Kanonen verfügt.

Ferner Osten

Tsingtau: Formale Übergabe der Stadt. Triumphale japanische Einzugs-Parade am 16. November.

Seekrieg

Ostafrika: Die Royal Navy versenkt ein deutsches Blockade-Schiff im Rufiji-Delta, welches den leichten Kreuzer Königsberg schützt und nimmt letzteren unter Feuer.

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