Kriegstagebuch 10. Juni 1917

Petain mit beschwerenden Soldaten

Der französische Oberbefehlshaber sympathisiert mit der Beschwerde eines Soldaten. Petain behandelte die Meutereien mit Härte und zugleich Menschlichkeit, aber er wusste, dass vieles mit der Armee nicht stimmte.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 10. Juni 1917:

Westfront

Frankreich: Die ersten 2 französische Meuterer werden hingerichtet und die Vorfälle von Meuterei sind bereits seit dem 7. Juni zurückgegangen. Es gibt insgesamt nur 20 Hinrichtungen bis zum 2. Juli. Petain spricht am 19. Juni zu einem zuvor meuternden Regiment und lässt den Soldaten Tränen in die Augen laufen. Er besucht fast 90 Divisionen im Juni und Juli.

Südfronten

Trentino: Italienische Offensive nördlich von Asiago mit 12 Divisionen, 1.500 Geschützen und Mörsern entlang einer 15 km langen Front. Signale, die am Vortag vorzeitig explodierte Mine und Deserteure haben aber die österreich-ungarische Elfte Armee alarmiert. Das Sperrfeuer, einschließlich mit Gasgranaten, beginnt um 5:15 Uhr bei praktisch keiner Sicht wegen Nebels und hält bis 11 Uhr an. Der Angriff von Alpini-Truppen beginnt um 11 Uhr und nimmt den Agnello-Pass und Höhe 2101 (2.070 m) auf dem Mt.Ortigaro zusammen mit 500 Kriegsgefangenen, aber die österreich-ungarischen Truppen können Höhe 2105 (2.105 m) halten. Angriffe von 5 weiteren Divisionen auf fünf weitere Gipfel südlich davon scheitern. Mambretti, Befehlshaber der italienischen Sechste Armee, kann Oberbefehlshaber Cadorna nicht davon überzeugen, die Offensive abzubrechen. Dieser erlaubt nur eine Unterbrechung für 48 Stunden.
Griechenland: Ein französisches Regiment mit Kanonen landet auf Korinth. Eine französische Division, hauptsächlich aus Kavallerie, dringt in Thessalien ein und besetzt am 12. Juni Larissa für 6 Tote und nimmt dabei 300 griechische Royalisten in dem einzigen Blutvergießen gefangen.

Heimatfronten

Großbritannien: Demonstration von Labour am Trafalgar Square für die Industriearbeiter der Welt.
Irland: Sinn-Fein-Unruhen in Dublin.
Frankreich: Der Innenminister schickt an 83 Präfekten Telegramme, um Meldungen über die dortige Moral zu erhalten. 44 teilen mit, diese sei ‘armselig’ oder ‘gleichgültig’, 36 Städte sind ‘kontaminiert’.

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2 Kommentare

  1. Petain ist nachwievor falsch geschrieben, sein richtiger Name ist Pétain. Das Französische erlaubt keine andere Schreibweise – es muss dort der Accent aigu stehen !
    — alles andere sei einfach nur falsch …

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