Kriegstagebuch 10. April 1915

Österreich-ungarische Soldaten besetzen den Schützenauftritt

Österreich-ungarische Soldaten besetzen den Schützenauftritt eines Grabens an der Ostfront.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 10. April 1915:

Ostfront

Karpaten: Der russsische General Iwanow hält die Offensive wegen der Schneeschmelze an, aber weitere Angriffe südwestlich vom Rostoki-Pass bis zum 16. April, wo Gegenangriffe am 18./19. April zurückgeschlagen werden. Die Russen nehmen die Höhe 1002 am 21. April.
Der österreiche-ungarische Generalstabschef Conrad von Hötzendorf zu den militärischen Kabinettschef Kaiser Franz Josephs: ‘Ich kann gar nicht ausdrücken, wie geschmacklos die Infiltration mit deutschen Truppen ist, aber das Herz hat dem Kopf zu folgen’.

Westfront

Maas: Französischer Vorstoß bei Bois de Montmare (Woevre), welcher aber in der Nähe von Maizeray am 13. April zurückgeschlagen wird.

Südfronten

Albanien: Albanische Rebellen beschießen das von den Italienern besetzte Durazzo (und am 16. April).

Mittlerer Osten

Dardanellen: Hamilton entscheidet die Gallipoli-Landungen mit maximaler Truppenstärke durchzuführen. Der Haupttruppenkonvoi wird vom 15. bis 22. April zusammengezogen.

Afrikanische Fronten

Kamerun: 1.600 alliierte Soldaten unternehmen einen vorläufigen Vorstoss auf Jaunde und erobern die Brücken über den Fluss Kele am 14. April.

Seekrieg

Den deutschen Hochsee-U-Booten wird befohlen, nicht durch die Straße von Dover zu laufen, da die dortigen Sperrnetze und Minenfelder zu gefährlich sind (gilt bis Dezember 1916).

Politik

Frankreich: Die Regierung erkennt die russischen Ansprüche auf Konstantinopel an.

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