Kriegstagebuch 1. September 1918

Zug australischer Infanterie

Ein Zug australischer Infanterie im Morgennebel.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 1. September 1918:

Westfront

Großbritannien: Spitzenstärke des BEF des 1918 mit geschätzten 1.916.464 Soldaten (darunter der Rekord von 163.635 Kanadiern).
Somme: Die britische 52. und 57. Divisionen sichern endlich Bullecourt und Hendecourt nach Kämpfen seit dem 28. August. Die Dritte Armee des BEF säubert acht weitere Dörfer östlich und südöstlich von Bapaume bis zum 2. September und hat seit dem 21. August 13 bis 21 km mit 11.000 Kriegsgefangenen aus 23 deutschen Divisionen gewonnen. Die 5. australische Division besetzt Peronne bis zum 2. September, nachdem die 2. australische Division den Mount St. Quentin erobert hat. 3 britische Divisionen erobern 4 Dörfer und eine Farm im Norden. DER AMIENS-FRONTBOGENT IST ELIMINIERT.
Flandern: Die britische 30. Division (Zweite Armee) erobert Neuve Eglise und am 2. September Wulverghem.
Aisne: Die Franzosen erobern fünf Dörfer nördlich von Soissons (bis zum 2. September).

Ostfront

Deutschland: Im Laufe des Septembers werden 3 deutsche Divisionen und die österreich-ungarische 106. Division an die Westfront verlegt.
Sibirien: Mittlerweile ist die Weiße Sibirische Armee 38.000 Mann und 70 Kanonen stark.
Ural: Im September erhält der zukünftige sowjetischen Marschall V.K. Bliukher als erster den Rot-Banner-Orden, welcher am 16. September eingeführt wird.
Südrussland: Mittlerweile ist die Weiße Freiwilligen-Armee 35.000-40.000 Mann stark und Generalleutnant Wrangel trifft am 7. September von der Krim aus ein.

Seekrieg

USA: Die Schiffahrtsbehörde unterhält 331 gecharterte alliierte und neutrale Schiffe mit zusammen 1.084.986 Tonnen.
Mittelmeer: Nur 8 von 979 Schiffen, welche in Konvois laufen, gehen im September verloren.
Die alliierten Streitkräfte der Otranto-Sperre bestehen aus 280 Schiffen; darunter 31 Zerstörer, 8 U-Boote, 10 Schaluppen und Torpedoboote; 36 amerikanische U-Jäger, 153 Trawlern.
Östlicher Atlantik: 3 US-Schlachtschiffe werden in Berehaven (Südwest-Irland) stationiert, um Atlantik-Konvois gegen Überwasserangriffe zu decken. Sie laufen zu diesem Zweck im Oktober aus.

Luftkrieg

Großbritannien: 16.224 amerikanische Mechaniker sind eingetroffen, um bei der RAF zu arbeiten und ausgebildet zu werden (3.931 waren es am 1. März).
Deutschland: Der September ist der Monat mit der größten Anzahl von RAF-Angriffen, mit insgesamt 62.
Westfront: Die Deutschen melden 27 alliierte Flugzeuge für den Verlust von 8 eigenen abgeschossen zu haben. FE2b-Nachtbomber der RAF greifen 3 verteidigte Dörfer vor der Ersten Armee des BEF mit 300 Bomben an (in den Nächten vom 1. bis 3. September; die Taktik wird am 18. September wiederholt).
Russland: Im September wird Aviadarm gebildet, mit 315 Flugzeugen (hauptsächlich anglo-französischer Bauart) zur Unterstützung der Roten Armee.

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