Kriegstagebuch 1. Oktober 1915

 Kamera an der Westfront

Der Film entdeckt den Krieg: eine Kamera an der Westfront.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 1. Oktober 1915:

Heimatfronten

Großbritannien: Die Lebensmittelpreise im Einzelhandel steigen um 5% auf 30%. Das Munitionsministerium hat jetzt das Kommando über 979 Fabriken und empfiehlt am 22. Oktober den Wochenlohn.
Während des Oktobers werden den ersten zwei Film-Kameramänner die Arbeit an der Westfront erlaubt.
Österreich-Ungarn: Die dritte Kriegsanleihe wird ausgegeben.
Frankreich: Im Oktober redet Bildungsminister und Mathematiker Painleve mit dem Päsidenten, um das Direction des Inventions Interessant la Defense in Paris zu gründen.

Westfront

Artois: Französischer Vorstoß bei den Höhen von La Folie (Vimy-Höhe). Deutscher Gegenangriffe am Hohenzollern.
Champagne: Französischer Vorstoß nördlich von Massiges. Erfolglose deutsche Gegenangriffe bei Maisons de Champagne.

Ostfront

Westrussland: Deutsche Angriffe auf Dünaburg und Smorgoni.
Galizien: Der deutsche General Linsingen gewinnt 40 km Gelände östlich von Luzk.

Südfronten

Isonzo: Italienische Angriffe auf Tolmino scheitern. Cadorna erteilt Befehle für eine dritte Offensive. Die Vorbereitungen dafür laufen, trotz einer Cholera-Epidemie in den Gräben der österreich-ungarischen Verbänden, welche von der Ostfront zugeführt wurden. Ganze Einheiten werden isoliert, um diese auszumerzen.
Serbien: Bisher 125.864 Tote beim Militär, einschließlich der Todesfälle wegen Typhus.
Saloniki: Brigade-General A.B. Hamilton landet mit seinem britischen Vorauskommando an.

Geheimkrieg

Im Oktober brechen die Österreicher den italienischen ‘Taschen-Code’.

Naher Osten

Gallipoli: Während des Oktober werden ca. 700 britische Soldaten je Tag evakuiert. Es gibt vermehrt Unterminierung- und Bomben-Unternehmungen. Die französische 2. Division verlässt den Helles-Brückenkopf in Richtung Saloniki.
Armenien: Während des Oktober werden die türkische 5. und 6. Division nach Süden umgeleitet, um Bagdad vor den Briten zu schützen.

Seekrieg

U-Boote beginnen mit der ersten großen Operation gegen die alliierte Schifffahrt Mittelmeer: ​​U 33 und U 39 versenken 18 Dampfern mit 62.000t in der Ägäis. Kaiser Wilhelm II. genehmigt am 7. Oktober den Transport von 6 Küsten-U-Boote der UB-Klasse in Sektionen, welche von deutschen Werftarbeitern bei Pola zusammengebaut werden.
Schwarzes Meer: 3 russische Linienschiffe, 2 Kreuzer, 7 Zerstörer (das neue Schlachtschiff Imperatriza Maria und 5 Zerstörer decken die Operation) beschießen Zonguldak und Kozlu (nur geringe Schäden).
Nordsee: Britische Monitoren beschießen Lombaertzyde und Middelkerke, Zeebrügge folgt am 3. und 17. Oktober.
Großbritannien: Im Oktober erhält Cdr Burney von der Admiralität die Zustimmung zu seinem im Februar eingereichten Vorschlag, einen Paravane-Unterwassergleiter zum Minenräumen zu entwickeln. Erstmals eingeführt 1916, sind 180 britische Schiffe damit bis Ende 1916 ausgerüstet.
Adria: Alle 12 französischen Zerstörer werden abgezogen, um Truppentransportschiffe nach Saloniki zu decken, obwohl die Italiener dagegen Einwände erheben.

Luftkrieg

Bulgarien: Im Oktober wird die Heeresflieger reformiert (seit dem Balkankrieg von 1913 heruntergekommen).
Westfront: Im Oktober bestehen die französischen Luftstreitkräfte aus 800 Flugzeugen in 93 Staffeln.

Politik

Anglo-russische Finanzvereinbarung.
Im Oktober wird das US Naval Consulting Board unter Edison zu Forschungszwecken gebildet.

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