Kriegstagebuch 1. Mai 1917

U-81

‘U 81’ war ein Hochsee-U-Boot mit einem 10,5-cm-Deckgeschütz.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 1. Mai 1917:

Seekrieg

Ostatlantik: Das britische U-Boot E54 versenkt U 81 vor West-Irland.
Mittelmeer: ​​Im Mai befinden sich 28 U-Boote in der Pola-Cattaro-Flottille. Die Alliierten haben 858 Patrouillenschiffe (davon 89 Zerstörer), von denen 387 zum Schutz der Schifffahrt zur Verfügung stehen. Aber nur 201 davon können die ca. 3.000 Schiffe pro Tag auf See zu jeder Zeit schützen. Im Mai bestellt die britische Admiralität 1.108 neue Anti-U-Boot-Schiffe, darunter 97 Zerstörer und 60 U-Boote. Durchschnittlich sind 47 U-Boote der Mittelmächte pro Tag auf See.
Nordsee: Ein deutsches Wasserflugzeug versenkt das britische Handelsschiff Gena vor Suffolk, aber letzteres kann noch das eskortierende Wasserflugzeug abschiessen.
Ärmelkanal: Im Mai werden 4 Drifter (umgebaute Fischtrawler) der Dover-Sperre durch deren Minen beschädigt. Im Mai werden 13 deutsche Minenräumer durch Minen versenkt (nur 12 gingen von November 1916 bis April 1917 verloren).

Geheimkrieg

Mittelmeer: ​​Im Mai bringt das deutsche Transport-U-Boot UC 20 sieben Deutsche nach Nordafrika, um eine Funkstation (bis August) in Misurata (Tripolitanien) bei den Senussi-Rebellen einzurichten.

Westfront

Frankreich: Anfang Mai beharrrt Nivelle darauf, daß die Bestellung von 1.000 leichten Renault FT-17 Panzern oberste Priorität hat.
Deutschland: Im Mai geben die Deutschen jeder Infanterie-Kompanie 2 Bergmann-Maschinenpistolen (weitere 2 im September).
Champagne: Französische Truppen wehren zwei Gegenangriffe südlich von Moronvilliers und weitere Überfälle am 2. Mai ab.
Artois: Seit dem 9. April ist das BEF 3-8 km auf einem 33 km breiten Frontabschnitt vorgestossen, hat 6.466.239 Granaten verfeuert und gegen 32 deutsche Divisionen gekämpft (von denen 16 als Reserven zur Auffrischung herausgezogen werden mußten), 18.128 deutsche Kriegsgefangene eingebracht sowie 230 Kanonen, 227 Mörser und 470 MGs erbeutet für 83.970 Mann britische Verluste.

Luftkrieg

Westfront: Von Mai bis Juli zerstört der ‘B’ oder Black Flight der 10. Squadron des Royal Navy Air Service 87 deutsche Flugzeuge. Das Royal Flying Corps fliegt 39.500 Einsatzstunden im Mai (Rekord bis März 1918).
Nordsee: Im Mai haben die Deutschen 47 Wasserflugzeuge in Zeebrügge und Ostende, welche 6 französische Flugboote abschießen. Der Royal Navy Air Service schickt 9 Wasserflugzeuge zur Verstärkung,
Mazedonien: Anfang Mai wird nach unwirksamen und zunehmend kostspieligeren Bomberoperationen das KG 1 aus Hudova zurückgezogen und per Bahn zur Westfront gebracht. Das Royal Flying Corps entdeckt dies verspätet erst am 10. Mai.
Frankreich – Das ‘Ribot-Telegramm’: Der französische Ministerpräsident bittet die USA, im Jahr 1918 4.500 Kampfflugzeuge an die Westfront zu schicken. Mit den Trainern, die bis zum 30. Juni 1918 dafür benötigt werden, beträgt die Gesamtsumme 22.625 Flugzeuge.

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