Kriegstagebuch 1. März 1917

Dampfer von U-Boot torpediert

Ein Opfer der deutschen Blockade – ein Dampfer, der von einem U-Boot torpediert wurde.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 1. März 1917:

Seekrieg

Im März sind pro Tag durchschnittlich 40 deutsche U-Boote auf See und maximal 57. In britischen Häfen laufen im Februar und März nur noch 25% soviele Schiffe ein, wie noch ein Jahr zuvor (Februar und März 1916). 16 britische Flotten-Tanker werden von März bis September versenkt. Deutschland kündigt die sichere Passage für Segelschiffe über den Atlantik auf.
Ärmelkanal: Das britische Lazarettschiff Glenart Castle wird durch eine Mine auf der Fahrt zwischen Le Havre und Southampton beschädigt. Weitere Minen- oder Torpedoangriffe auf die Lazarettschiffe Asturias am 20. März (14 Tote), Gloucester Castle am 30. März (keine Verluste an Menschenleben), Salta am 10. April (52 Tote), Lanfranc am 17. April (35 Tote, darunter 20 verwundete Deutsche) und das Krankenschiff (ohne Rot-Kreuz- oder anderen auffälligen Markierungen) Donegal (41 Tote). Die Deutschen sind davon überzeugt, daß Lazarettschiffe auch Munition nach Frankreich transportieren und erkannte U-Boote über Funk melden.
Mittelmeer: ​​Ab Mitte April laufen britische Lazarettschiffe im Zickzack-Kurs und erhalten eine Eskorte aus 2 Zerstörern. Die Franzosen bringen 70 gefangengenomme deutsche Offiziere vom 15. April bis Mitte August auf 5 Lazarettschiffen unter und benachrichtigen darüber Berlin, worauf die Deutschen 200 gefangengenommene französische Offiziere in Gebiete hinter die Westfront schicken, welche von alliierter Artillerie beschossen werden.

Ostfront

Österreich-Ungarn: Arz ersetzt Conrad von Hötzendorf als Generalstabschef.
Deutschland: Oberst Hentsch (verantwortlich für die Marne-Entscheidung 1914) wird zum Generalstabschef der deutschen Besatzungstruppen in Rumänien gemacht.

Neutrale

USA: Wilson händigt der Presse das Zimmermann-Telegramm aus. Im März reist D.W. Griffith nach Europa, um in zwei von den Briten unterstützten Filme an der Westfront mitzuarbeiten.
Schweiz: Reis- und Zucker-Rationierungskarten ausgegegeben (2 Fleischfreie Tage pro Woche seit dem 12. Februar).

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