Kriegstagebuch 1. März 1916

Martinsyde 'Elephant'

Eine Martinsyde ‘Elephant’, eines der erfolgreichsten Flugzeuge 1916/17.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 1. März 1916:

Luftkrieg

Frankreich: Die erste vollständig mit Martinsyde G.100 (Spitzname ‘Elephant’ = ‘Elefant’) ausgerüstete Einheit des Royal Flying Corps (27. Squadron) trifft ein.
Großbritannien: Zwei Blitzangriffe durch deutsche Wasserflugzeuge auf Küstenstädte im östlichen Kent. Insgesamt 7 Einflüge, wovon 3 verloren gehen (davon 2 abgeschossen durch britische Flugzeuge). Es gibt durch 55 abgeworfene Bomben 41 Opfer und 100 Häuser werden beschädigt.
Mesopotamien: 3 deutsche Flugzeuge werfen 50 Bomben auf Kut, wo ein Hospital getroffen wird, indem es 26 Verluste gibt.

Westfront

Verdun: Die gesamte Frontlinie liegt unter heftigem deutschen Artilleriebeschuß von 9 bis 17 Uhr. Beide Seiten konsolidieren ihre Stellungen. Besuch vom französischen Präsident Poincare.

Ostfront

Russland: Im März organisiert Dr. Daniel Gardner in Petrograd die Lieferung von britischen Gasgranaten. Das STAWKA gibt die ersten allgemeinen Vorschriften für den Grabenkrieg heraus.

Südfronten

Serbien: Im März beginnt Generalstabschef Falkenhayn mit dem Abzug der deutschen 103. Division und dem Alpenkorps. Es bleibt nur der Kader der 101. Division zurück, um den Bulgaren gegen die alliierten Truppen in Saloniki Rückhalt zu geben.

Mittlerer Osten

Armenien: Die erste von vier Divisionen der türkischen Zweiten Armee (Ahmed Izzet Pascha) von Gallipoli trifft in Diyarbekir ein. Ferid Pascha Vehib ersetzt im März (bis Juni 1918) Mahmud Kamil Pascha als Befehlshaber der türkischen Dritten Armee.
Syrien: Während des März sieht sich Feisal zusammen mit Djemal einen türkischen Propagandafilm in Damaskus an.
Mesopotamien, Kut: Der Beschuß durch 22 türkische Geschütze verursacht 37 Opfer unter der britischen Garnison.

Afrikanische Fronten

Sudan: Der Sultan von Darfur rebelliert gegen die britische Herrschaft.
Cyrenaica: Während des März verbündet sich Muhammed Hilal, der Bruder des Senussi-Führers Ahmed, mit den Italienern in Tobruk und hilft bei der Beruhigung der Bevölkerung durch Lebensmittel.

Seekrieg

Deutschland: Die Marine verfügt jetzt über 52 U-Boote (davon 20 in der Flottille in Flandern, 12 im Mittelmeer, 4 in der Ostsee).
Großbritannien: Während des März werden in das erste U-Boot Hydrophone eingebaut (vermutlich in B3 auf jeder Seite des Rumpfes), welches damit Geräusche mit 2° Genauigkeit bei Testversuchen im Firth of Forth erkennen kann.
Von März an müssen allen Schiffe über 500 t für den Handel von und nach Großbritannien über eine Lizenz verfügen.
Ostsee: Russland beginnt mit groß angelegte Minenoperationen (die deutsche Flotte folgt im April).
Mittelmeer: ​​U68 versenkt die Schaluppe HMS Primula.
Nordsee: Das erste von fünf R-Klassen-Schlachtschiffe mit 38-cm-Geschützen (HMS Revenge) tritt der Grand Fleet im März bei. Zwei weitere folgen im Mai, eines im Dezember und das Letzte im September 1917.

Geheimkrieg

Griechenland: Im März erscheint ein vorteilhafter Bericht vom MI5 über den Agenten ‘Z’ (Compton Mackenzie), welcher darauf hin zum Hauptmann befördert wird und viermal soviel monatliche finanzielle Zuwendungen erhält.

Heimatfronten

Großbritannien: Im März steigen die Lebensmittelpreise im Einzelhandel um 2% auf 49% seit Kriegsbeginn. Nationales Treffen für Kriegsanleihem in der Guildhall.
Indien: Der neue Haushalt führt zu einem Anstieg der Abgaben und Einkommenssteuer um mehr als die Hälfte.

Praxisbahn
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