Kriegstagebuch 1. Juni 1917

Typenvielfalt auf einem alliierten Flugfeld

Typenvielfalt auf einem alliierten Flugfeld. Von vorne nach hinten ist eine Morane-Saulnier P, S.E.5, D.H.5, F.E.2 und S.E.5a. Die schnelle Flugzeugentwicklung lässt keine Einheitlichkeit aufkommen.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 1. Juni 1917:

Luftkrieg

Westfront: Eine bedeutende Anzahl von SE5, Sopwith Triplane, Bristol-Jäger und Spad S 13 ermöglichen den Alliierten, die Überlegenheit in der Luft wiederzuerlangen.
USA: Im Juni verlässt die Major Raynal C. Bollings Mission die USA für eine zweimonatige Reise durch die alliierten Flugzeugwerke in Europa und schließt Lizenzverträge ab.
Adria: Im Juni beginnt das 6. Wing des Royal Navy Air Service mit Anti-U-Boot-Patrouillen von Otranto aus.

Westfront

Großbritannien: Das BEF hat bisher 76.067 deutsche Kriegsgefangene eingebracht.
Deutschland: Im Juni verlegt Prinz Rupprecht 10 Divisionen aus dem Abschnitt Lens-Lille nach Flandern.
Aisne: Bis zu 2.000 Mann der französischen 23. und 133. Infanterie-Regimenter (43. Division) meutern bis zum 2. Juni in Ville-en-Tardenois und Chambrecy (südwestlich von Reims) und zeigen dabei rote Fahnen. Ein deutscher örtlicher Angriff mit 4 Kompanien in der Dämmerung wird durch ein 3-minütiges Granatwerferfeuer und indirektes MG-Feuer hinter der ersten französischen Linie zum Stehen gebracht.

Seekrieg

Großbritannien: Ab dem Juni laufen die Transportschiffe regelmäßig in Konvois. 113 Zerstörer stehen dafür zur Sicherung in den Heimatgewässern zur Verfügung, sowie 37 im Mittelmeer. Durchschnittlich sind 55 deutsche U-Boote pro Tag auf See.
Mittelmeer: ​​18 deutsche und 3-4 österreich-ungarische U-Boote im Einsatz (bis 15. Juni).

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