Kriegstagebuch 1. Februar 1918

SVA5

Eine italienische SVA5 fliegt eine Aufklärungsmisdsion.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 1. Februar 1918:

Luftkrieg

Italienische Front: Im Februar wird der neue italienische Hochgeschwindigkeits-Zweisitzer Ansaldo SVA5 eingeführt (1.200 gebaut), welcher die Fern- und Fotoaufklärung stark verbessert.
Frankreich: Im Februar treffen drei italienische Caproni-Bomberstaffelkn (bis zum 19. Februar) ein und fliegen 68 Operationen für 22 Verluste bis zum Waffenstillstand.
Die 41. Squadron des Royal Flying Corps wird zur 8. Brigade.
4 Staffeln von Gotha-Bombern greifen Paris an, wo 45 Menschen sterben.
Großbritannien: Prinz Albert (der zukünftige König George VI.) schließt sich dem Royal Navy Air Service HMS Daedalus in Cranwell (Lincs.) an, wird zum befehlshabenden Offizier der 4. Squadron des Boy Wing und Hauptmann der neuen RAF am 1. April. Die Sollstärke der Jagdstaffeln (Squadrons) des Royal Flying Corps wird von 18 auf 24 Flugzeuge erhöäht; 7 Sopwith Camel Staffeln sind bis zum 21. März so weit.
Deutschland: JG3 (Hauptmann Tutschek) gebildet aus Jastas (jeweils 14 Flugzeuge) 12, 13, 15 und 19 sowie JG3 (Hauptmann Bruno Lorzer) aus Jastas 2, 26, 27 (Göring) und 36. Weitere 12 Jastas inklusive der Nummern 68 bis 75 werden im Februar gebildet.
Saloniki: Im Februar verfügt das Royal Flying Corps jetzt über bis zu 8 S.E.5a, die es ermöglichen, 4 deutsche Flugzeuge zu zerstören (am 31. Januar und 5. Februar).
Nordsee: Der US Air Service übernimmt den Wasserflugzeug-Stützpunkt von Dünkirchen.

Westfront

Frankreich: Ab Februar übernimmt die französische Armee die leichtere und komfortabler ARS-Gasmaske (5 Millionen werden hergestellt).
Artois: Die neue deutsche 17. Armee wird unter O. Below gebildet.
Besetztes Belgien: Bei Char1eroi setzt der bayerische Hauptmann Bomschlegel während des Februars 30 bei Cambrai erbeutete britische Tank Mark IV Panzer zum Einsatz bei der deutschen Armee wieder instand.

Ostfront

Die Mittelmächte erkennen die unabhängige Republik Ukraine an. 5 deutsche Divisionen werden während des Februars zur Westfront verlegt.
UdSSR: Jeremjew bildet das sowjetische I. Korps in Petrograd.

Südfronten

Griechenland: Griechische Truppen meutern bei Lamia gegen ihre Entsendung nach Saloniki. König Alexander kommt zum Besuch, verweigert Milde gegenüber den Rädelsführern und befiehlt das Erschießen von zwei, welche ein Dorf geplündert haben.
Italienische Front: 3 ehemalige Korps der Zweiten Armee von Caporetto sind jetzt als Fünfte Armee unter Capello reorganisiert worden, allerdings teilweise mit französischen Geschützen und Gewehren bewaffnet.
Italien: Im Februar ruft die Untersuchungskommission zur Schlacht von Caporetto den ehemaligen Oberbefehlshaber Cadorna vom Alliierten Obersten Kriegsrat ab.

Seekrieg

Nordsee: Britische Minenleger legen ein dichtes Minenfeld vor dem Skaw (Kattegat).
Adria: Österreich-unagrische Marine-Meuterei in Cattaro. Die Seeleute fordern Frieden ohne Annexion, Demobilisierung, bessere Lebensbedingungen, gewinnen aber nicht die Unterstützung der Angehörigen der Armee oder des deutsche U-Boot-Stützpunktes. Die Meuterei bricht am Ultimatum und der Ankunft von 3 Schlachtschiffen aus Pola zusammen. 3 Anführer fliehen nach Italien in einem Wasserflugzeug, ca. 800 Männer werden von den Schiffen abkommandiert, 40 verurteilt und 4 hingerichtet. Kaiser Karl sendet Erzherzog Admiral Stephen, um eine Untersuchung der Vorfälle durchzuführen.
Ärmelkanal: Ab Februar vermeiden U-Boote der Hochseeflotte die Passage durch die Meerenge von Dover, aber 29 Küsten-U-Boote der Flottillen aus Flandern nutzen die Route im Februar.
Ostsee: Das britisches Auswärtige Amt lehnt die Idee vom russischen Centrobalt ab, die russische Flotte zu finanzieren.

Geheimkrieg

Frankreich: Im Februar beginnt der Physiker Langevin mit Seeversuchen eines Quarz-Transduktor vor Toulon, wodurch erstmals U-Boot auf bis zu 8 km Entfernung erkannt werden können.


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