Japanischer Wasserflugzeug-Jäger N1K1 Kyofu ‘Rex’.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Eine Kawanishi N1K1 Kyofu, mit dem allierten Code-Namen Rex, fliegt hier über Kiuschu im September 1944.

Kawanishi N1K1 Kyofu Typ 11 Rex
Typ: Japanischer Wasserflugzeug-Jäger.

Geschichte:

Die N1K1 Kyofu war ein Wasserflugzeug-Jäger, aus dem das Kawanishi N1K1-J Jagdflugzeug entwickelt wurde. Die Kyofu war ein äußerst fortschrittlicher Entwurf, schnell und stark bewaffnet.
Es hätte zu einem hervorragenden Kampfflugzeug werden können, doch der Verlauf des 2. Weltkrieges ließ keinen Platz mehr für die Rolle, für die es ursprünglich konstruiert wurde.
Verzögerungen in der letzten Phase der Entwicklung und im Aufbau der Produktion hielten die Kyofu von ihrem Einsatzdebüt bis weit in das Jahr 1943 hinein ab und als sie endlich erschien, waren japanische Offensiven nur noch Träume aus der Vergangenheit.

Nur 97 N1K1 wurden zwischen Juli 1943 und März 1944 gebaut, aber in dem kurzen Zeitraum ihrer Einsätze erwies sich das Wasserflugzeug als ausgezeichnete Jagdmaschine und erhielt den alliierten Code-Namen Rex.
Darüber hinaus wurden ihre hervorragenden Qualitäten in die landgestützte N1K1-J übernommen, die aus dem Typ hervorging.

Die japanische Marine begann mit dem Projekt das zur Kyofu führte 1940, auf der Suche nach einem Flugzeug welches effektiv amphibische Operationen für den abzusehenden, kommenden Krieg unterstützen könnte.
Diese Jagdflugzeuge sollten vor allem dort eingesetzt werden, wo der Bau von Flugfeldern nicht oder nur schwer möglich war.
Nakajima verwendete für sein Projekt die Zelle der Mitsubishi A6M2 Zero, um ein Wasserflugzeug daraus zu bauen, während Kawanishi einen völlig neuen Entwurf erarbeitete.
Das gleiche Team, mit Baba, Kikahura, Inoue und Adachi, welches ein Jahr zuvor den E15K Shiun Aufklärer gebaut hatte, ging im September 1940 an die Arbeit um den Wasserflugzeug-Jäger zu entwerfen.

Der erste Kyofu-Prototyp ging am 6. Mai 1942 erstmals in die Luft. Als ein Mittelflügel-Eindecker mit sehr klaren Linien – trotz der großen Schwimmer – wurde es von einem 1.460 PS starken Mitsubishi MK4D Kasei 14 Doppelsternmotor mit zwei entgegengesetzt drehenden, zweiblättrigen Propellern angetrieben.
Bis zum Zeitpunkt als der zweite Prototyp fertig war, wurde jedoch entschieden einen anderen Motor zu verwenden. Der neue Motor war der Kasei 15, welcher einen konventionellen Drei-Blatt-Propeller antrieb.
Diese Entscheidung löste die Probleme, welche bei der Kraftübertragung auf die gegenläufigen Propeller auftraten, aber es taten sich neue auf, welche zum größten Teil auf das Drehmoment des stärkeren Motors zurückzuführen waren, was das Fahren und den Start auf dem Wasser eher schwierig machten.

Trotz dieser Mängel wurden sechs Vorserien-Flugzeuge Ende 1942 gebaut und an die Marine für Tests ausgeliefert. Diese nahmen mehrere Monate in Anspruch und es war Frühjahr 1943 bevor die Produktion genehmigt wurde.
Verzögerungen bei der Einrichtung der Produktionslinie folgten und im Dezember, als der Ausstoß kaum 15 Maschinen in Monat erreicht hatte, wurde beschlossen keine weiteren Kyofus nach dem März zu bauen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte die Entwicklung des Zweiten Weltkrieges die Japaner gezwungen, sich auf defensive Flugzeuge zu konzentrieren.

Benutzer: Japan (Kaiserliche Marine).


Animation 3d-Modell N1K1 Kyofu


Spezifikationen Kawanishi N1K1 Kyofu

Spezifikationen:

N1K1 KyofuSpezifikation
TypWasserflugzeug-Jäger
Antrieb 1 x 1.530-PS Mitsubishi MK4E Kasei 15, 14-Zylinder-Doppelsternmotor, luftgekühlt
Besatzung1
Spannweite 12,00 m
Länge über alles 10,58 m
Höhe über alles 4,75 m
Startgewicht3.720 kg
Höchstgeschwindigkeit 490 km/h in 5.700 m
Dienstgipfelhöhe10.560 m
Reichweite1.670 km

Bewaffnung:

N1K1 KyofuSpezifikation
in den Flügeln 2 x 20mm Kanonen und 2 x 7,7-mm MGs (550 Schuss/min, 630 m/s Mündungsgeschwindigkeit)
Unterflügelstationen 2 x 60-kg-Bomben

Einsatzstatistik:

N1K1 KyofuAngaben
Erstflug6. Mai 1942
SerienproduktionJuli 1943
EndlieferungMärz 1944
Stückzahlinsgesamt: 97
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Kretaner

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