Junkers D.I

Junkers D.I, erster Ganzmetall-Jäger der Geschichte.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder.

Junkers D.I im Sommer 1918.

Junkers D.I
Typ: Jagdflugzeug.

Geschichte

Die Evolution der Ganzmetall-Eindecker-Flugzeuge mit Auslegerflügeln von Dr. Hugo Junkers begann im Jahr 1915. Das erste Exemplar war die J.I, welche erstmals am 12. Dezember dieses Jahres flog. Das Flugzeug sollte allerdings nicht mit dem militärischen Zweisitzer-Doppeldecker J.I verwechselt werden, welcher die Werksbezeichnung J.4 trug.

Eine Reihe weiterer Eindecker folgten der J.I nach, aber der erste wirkliche Vorgänger des Junkers D.I Jagdflugzeuges war die J.7 im Oktober 1917. Dieses Flugzeug erschien in zumindest drei Arten, aber ob dies einzelne Modelle oder aufeinanderfolgende Modifizierungen waren, ist unsicher.

Die J.7 wurde durch einen 160-PS-Mercedes-D.III-Motor angetrieben, dessen Kühler so angebracht war, als wäre er nachträglich eingebaut worden, da er auf dem Zylinderblock saß. Ein vorderer Kühler wurde erst später angebracht.
Eine neuartige Funktion waren die schwenkbaren Flügelspitzen anstatt konventioneller Querruder. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass diese Flügel-flattern auslösten und so wurden sie durch Querruder ersetzt.

Experimenteller Ganzmetall-Jäger Junkers J.7 von 1917.
Rückansicht Junkers J.7

Der direkte Prototyp der Junkers D.I war die J.9, welche im März 1918 erschien und grundsätzlich eine verfeinerte J.7 in etwas größeren Dimensionen war.
Die Aufzeichnungen über die Produktion und den Einsatz der D.I sind jedoch widersprüchlich. Die Maschine, welche im zweiten D-Typen-Flugwettbewerb bei Adlershof im Mai und Juni 1918 teilnahm, wird als J.9 angegebene, welche zu dieser Zeit von einem Mercedes-D.IIIa-Motor mit 180 PS angetrieben war.
In der Typenliste, welche von den führenden deutschen Jagdflieger-Piloten bei dem Wettbewerb im Juli aufgeführt wurden, ist das einzige Flugzeug von Junkers jedoch als D.I angegeben, welches den Standard-Mercedes-D.III-Motor hatte. Dies scheint daraufhin zu deuten, dass der erste Serienauftrag zu dieser Zeit erfolgt sein musste.

Der Motor für die Serienflugzeuge Junkers D.I war vermutlich der 185-PS-BMW-IIIa. Eine Junkers D.I mit diesem Motor nahm am dritten D-Typ-Flugwettbewerb im Oktober 1918 teil. Aber es wird angenommen, dass der 160-PS-Mercedes-Motor zumindest bei einigen der ersten Serienflugzeuge verwendet wurde.

Junkers D.I Jagdflugzeug

In verschiedenen Quellen wird eine Anzahl von 51 Junkers D.I Jagdflugzeugen an der Front zum Zeitpunkt des Waffenstillstandes vermutet. Aber wahrscheinlicher ist, dass dies die Anzahl aller bis zu diesem Zeitpunkt gebauten Maschinen ist, von denen sich nur eine handvoll bei den Jastas an der Front befand. Andernfalls hätte ein häufigeres Auftreten eines derartigen modernen, schnellen und manövrierfähigen Jägers an der Front in der Endphase des Krieges wohl mehr Aufmerksamkeit erregt.
Diese Annahme wird durch Berichte unterstützt, dass die Flugqualitäten der D.I in einigen Bereichen wohl ungenügend waren. Eine alternative Erklärung könnte aber auch sein, dass die ersten Flugzeuge, ausgerüstet mit dem Mercedes-D.III-Motor, wieder zum Werk zurückgerufen wurden, um mit den stärkeren BMW-Motoren nachgerüstet zu werden.
Zumindest eine Junkers D.I hatte einen V-Typ-Reihenmotor, wahrscheinlich der Daimler D.IIIb, welcher eine ähnliche Leistung wie der BMW IIIa bot.

Die D.I war mit einem nach vorne feuernden synchronisierten Zwillings-Spandau-Maschinengewehr bewaffnet und mit dem BMW-Motor konnte sie eine Flughöhe von 5.000 Metern in 22 Minuten und 15 Sekunden erreichen.

Benutzer: Deutsches Reich.


Spezifikationen Junkers D.I

Spezifikationen:

SpezifikationenJunkers D.I
Typ Einsitziger Jäger
Besatzung1
Antrieb wassergekühlter 160 PS Mercedes D.IIIa Reihenmotor
Spannweite 9,00 m
Länge 7,25 m
Höhe ?
Flügelfläche 14,80 m²
Leergewicht?
Startgewicht834 kg
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h in Meereshöhe
Steigleistung22 Minuten 15 Sekunden auf 5.000 Meter
Dienstgipfelhöhe 6.700 m
Reichweite 1,5 Stunden Flugdauer
Bewaffnung 2 starre 7,92mm-Spandau-MG auf der Nase, synchronisiert um durch den Propellerkreis zu schiessen
Zuladung -
Erstflug Mai 1918
Produktionsbeginn nach Juli 1918
Truppenlieferung vermutlich Oktober 1918
Endlieferung vermutlich November 1918
Produktion ca. 51 (bis zum Waffenstillstand)

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