Jak-9U


Sowjetische FlaggeRussisches Jagdflugzeug Jakowlew Jak-9U in Korea und im 2. Weltkrieg.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Jakowlew Jak-9U

Jakowlew Jak-9U

Jakowlew Jak-9U
Typ: russisches Jagdflugzeug in Korea und dem 2. Weltkrieg.

Geschichte:

Die Jak-9D spielte eine führende Rolle dabei, der deutschen Luftwaffe die Luftherrschaft über der Ostfront abzuringen. Dies gelang der Jak-9D zwar – aber mehr aufgrund ihrer großen Anzahl anstatt starker Motorleistung oder Bewaffnung.

Allerdings war auch niemanden mehr die Schwächen des Jak-9-Entwurfes bewusst, als Jakowlew und seinem Entwicklungsbüro. Der erste Versuch, die Yak-9D zu verbessern wurde bereits Anfang 1943 unternommen, aber die Unzuverlässigkeit des neuen Klimow M-107 Motors verzögerte das Projekt stark. Es war auch ein Motorschaden, der zum Verlust des ersten Prototyps der Jak-9U (‘U’ für Ulutshshenny = verbessert) am 25. Februar 1943 führte.

Die Jak-9U hatte auch ein weiter aerodynamisch verfeinerte hintere Cockpit-Hälfte mit einer geänderten oberen Rumpfhälfte dahinter. Der Ölkühler wurde von unterhalb der Flugzeugnase an die Flügelwurzeln versetzt, ein vergrößerter Motorkühler wurde weiter nach hinten unter den Rumpf versetzt und eine Einlassöffnung für den Kompressor wurde auf der Oberseite der Abdeckung der Motorkühlung zentriert. Die Bewaffnung bestand aus einer am Motor montierten 20-mm-ShVAK oder 23-mm-MP-23W-Kanone und zweier 12,7-mm-UB-Maschinengewehre, welche den lang gehegten Wunsch der Frontpiloten nach einer stärkeren Feuerkraft erfüllten.

Fortgesetzte Probleme mit dem M-107A-Motor zwangen dazu, die ersten Serienmodelle mit dem schwächeren, aber erprobten M-105 PF-3-Motor anzutreiben.
Weitere Änderungen mussten vorgenommen werden. So mussten die Flügel 9,9 cm nach vorne gesetzt werden, die Treibstoffkapazität wurde auf knapp 128 Liter erhöht und ein VlSh-107LO-Propeller ersetzte den alten VISH-105S-Typ.

In der Jak-9U hatte die Rote Luftwaffe dann aber ein hervorragendes Jagdflugzeug, welches die Jagdflieger-Regimenter mit einem Flugzeug von überragenden Leistung und Flugeigenschaften ausstattete. Diese waren fast auf Augenhöhe mit seinem US-amerikanischen Zeitgenossen, der North American P-51D Mustang.

Es war eine beeindruckende Leistung, welche von der russischen Luftfahrtindustrie gemacht worden war, wenn man bedenkt, mit welchen untermotorisierten und unterbewaffneten Jak-1 oder auch Jak-7-Jägern die Russen zu Beginn des deutschen Angriffs versucht hatten, die weit überlegenen Flugzeuge der Luftwaffe zu bekämpfen und enorme Verluste dabei erlitten hatten.

Die Jak-9U konnte 700 km/h in einer Höhe von 5.640 Metern erreichen und gelangte auf eine Höhe von 5.000 Meter in nur 4,1 Minuten. Verglichen mit den 580 km/h der Jak-1 war dies eine unglaubliche Verbesserung.
Die Yak-9U trat in der zweiten Hälfte des Jahres 1944 in den Dienst und flog Kreise um die Bf 109 Gustav und Fw 190.

Die Verfügbarkeit von Metalllegierungen in größeren Mengen in der zweiten Kriegshälfte erlaubte es, alle internen Holzbauteile in den Flügeln zu ersetzen und Leichtmetall-Bauweise für das gesamte Flugzeug – einschließlich der Flügel – anzuwenden. Diese Jak-9UT erreichten die Front zum Zeitpunkt des deutschen Zusammenbruches.

Als die Feindseligkeiten in Europa am 8. Mai 1945 beendet waren, hatte sich die Yak-9UT als hervorragendes Jagdflugzeug bewährt, allerdings fehlten nach westlichen Standards noch wesentliche Ausrüstungsteile und Instrumente. Doch der letzte Kolbenjäger von Jakowlew, die Jak-9P, erreichte dann auch den allerletzten englischen und US-Standard und hatte dazu sogar noch eine begrenzte Allwettertauglichkeit. Die Jak-9P wurde bei den Jagdflieger-Regimentern während des Jahres 1946 eingeführt und hatte neue Instrumententafeln. Viele von ihnen traten dann im Korea-Krieg auf.


Animation 3d-Modell Jakowlew Jak-9U


Spezifikationen Jakowlew Jak-9U

Spezifikationen:

Jak-9USpezifikation
Typeinsitziges Jagdflugzeug
Antrieb1 x 1.650 PS Klimow-VK-107A-Motor
Besatzung1
Spannweite 10,00 m
Länge über alles 8,70 m
Höhe über alles 2,44 m
Leergewicht2.313 kg
Höchstgewicht3.170 kg
Höchstgeschwindigkeit700 km/h
Steigleistung1.500 m/min.
Steigleistung auf 5.000 m in 4,1 min.
Dienstgipfelhöhe10.500 m
Reichweiteca. 890 km


Bewaffnung:

Jak-9USpezifikation
starr nach vorne 1 x 20-mm ShVAK (100 Schuss) oder 23-mm MP-23W Kanone sowie 2 x 12,7-mm-BS-MGs (je 250 Schuss)
Zuladung 2 x 100 kg Bomben

Einsatzstatistik:

Jak-9UAngaben
ErstflugFebruar 1943
Truppenlieferungzweite Hälfte 1944
Endlieferung (Jak-9P)Anfang 1947
Stückzahl (alle Jak-9-Varianten)insgesamt 16.769

Supremacy 1914
Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  • Im Blickpunkt:

    • Modell 105mm leFH 18 Feldhaubitze 105 mm leFH 18 und K18, leFK 16 und 18

      Deutsche Feldartillerie im 2. Weltkrieg: 105 mm leichte Feldhaubitze 18, 7,5-cm leichte Feldkanone 18, 10,5-cm-Kanone 18. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. 105 mm leichte Feldhaubitze 18, 7,5-cm leichte […]

    • 3D-Modell B-24 Liberator B-24 Liberator

      B-24 Liberator-Bomber, meist gebautes amerikanisches Flugzeug im Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz beim Ploesti-Angriff, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Consolidated Vultee B-24 Liberator Typ: schwerer Langstrecken-Bomber. Geschichte: Mit einer Produktion […]

    • die deutsche Luftwaffe in Polen Luftwaffe 2. September 1939

      Einsatzstärken und Ausstattung an Flugzeugen der deutschen Luftflotten bei Kriegsbeginn und der Luftkrieg über Polen. Diese Kriegsgliederung der Luftwaffe gibt die Einsatzstärken und Ausstattung der Einsatzverbände am Tag nach dem […]

    • Versprühen von Desinfektionsmitteln auf den Strassen Londons Spanische Grippe

      Die spanische Grippe von 1918-1919 und ihre Auswirkungen im Vergleich zur Pest und zum aktuellen Coronavirus. Auswirkungen der Pandemien: Auftreten, Verlauf und Opferzahlen. So enorm die Verluste im Ersten Weltkrieg […]