Kriegstagebuch für das Jahr 1944 im 2. Weltkrieg.

Stauffenberg
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für Juli 1944. Von den Schlachten um Caen in der Normandie, dem Stauffenberg-Attenat auf Hitler bis
deutsche Gefangene i Paris 1944
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für August 1944. Vom Warschauer Aufstand, dem Kessel von Falais, der alliierten Invasion in Südfrankreich, der
Absprung 82. US-Division bei Grave
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für September 1944. Luftlandung bei Arnheim, Finnland scheidet aus dem Krieg aus, die Alliiertern erobern Antwerpen,
Belleau Wood brennt nach Kamikaze-Treffer
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für Oktober 1944. Ende des Warschauer Aufstandes, große Panzerschlacht bei Debrecen, Rommel begeht Selbstmord, 6. US-Armee
Bombenabwurf von B-29
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für November 1944. Befreiung Griechenlands, US-Präsident Roosevelt wiedergewählt, Schlachtschiff Tirpitz versenkt, erster B-29 Luftangriff auf Tokio.
Vorgehende deutsche Soldaten Ardennen
Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für Dezember 1944. Ardennen-Offensive, Malmedy-Massaker, Belagerung von Bastogne, russische Panzer dringen in Budapest ein, Beginn der
Russische Soldaten transportieren Nachschubsgüter Karpaten
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 1. April 1944: Ostfront Südabschnitt: Die 1. Ukrainische Front erreicht den Tataren-Pass (Jablonica).
Marinesoldaten auf dem Eniwetok-Atoll
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 1. Februar 1944: Seekrieg Pazifik: DIE AMERIKANER LANDEN AUF DEN MARSHALL-INSELN. Die 4. US-Marineinfanterie
Soldaten der Luftwaffe im Einsatz als Feuerwehrleute
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 1. Januar 1944: Luftkrieg Deutschland: Während dem Januar an sechs Nächten britische RAF-Großangriffe auf
Baltimore Mk IV Bomber des Stormo Baltimore
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 1. Juni 1944: Luftkrieg Mittelmeer: 'G-Force'-Luftflotten-Hauptquartier in Bari (Italien) aufgestellt, welche am 7. Juni
T-34/85 auf dem Weg zu den Bereitstellungen
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 1. Mai 1944: Ostfront Mittelabschnitt: Schukow und Wassilewski beginnen mit der detaillierten Planung für
Speer und Milch
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 1. März 1944: Heimatfronten Deutschland: Der Jägerstab wird unter der Leitung von Saur von
D-Day
Amerikanische Panzer-Landungsschiffe (LST) speien die volle Ladung an Kampfpanzern aus ihrem Bauch an die Strände der Normandie.

Zu Beginn des Jahres 1944 hatte sich der strategische Ring um Deutschland längst geschlossen. Der Endsieg über Sowjet-Russland war völlig illusorisch geworden und es zeigte sich vielmehr in der Ukraine, bald auch nahe der rumänischen und polnischen Grenze und vor Leningrad im Baltikum, dass sich die östliche Backe der Kneifzange stattdessen immer mehr auf das Zentrum der ‘Festung Europa’ einwirkte.

Die ‘Festung Europa’ war ursprünglich eine Schöpfung von Propagandaminister Goebbels, der aus dem strategischen Ring, welcher die Achsenmächte einschloss, etwas Positives gewinnen und der Bevölkerung Sicherheit vorgaukeln wollte. Aber schon dieses Bild offenbarte die Schwäche der Achsenmächte: Wie kann man aus einer belagerten Festung einen Gegner besiegen ? Dagegen braucht dieser nur an einer Stelle den Festungswall zu durchbrechen und schon ist die Niederlage nur eine Frage der Zeit.

Diese ‘Festung Europa’ hatte eine ‘Mauer’, welche etwa 15.000 km lang war. Damit war sie entgegen aller strategischen Grundprinzipien kaum noch zu verteidigen. Der Gegner brauchte nur an schwachen Stellen ‘anzuklopfen’ und schon würde die Mauer dort einbrechen und Kräfte müssten von einer Ecke der bedrohten Festung in die andere geworfen werden. Dies zieht schon den Vergleich mit einem ‘Mühle’-Spiel nach sich.
Dazu hatte die ‘Festung Europa’ auch kein Dach mehr über dem Kopf. Deshalb bestand der Vorteil der ‘inneren Linie’ bei mangelnden Reserven, bedrohten Verbindungslinien sowie ständig angegriffenen, lebenswichtigen Produktionszentren nur noch zu einem gewissen Grade.

Auch erfordert das Halten einer Festung auch die Einigkeit der Belagerten. Dies endete spätestens mit der Verhaftung Mussolinis und der Kapitulation Italiens. Im Laufe des Jahres 1944 folgten praktisch alle anderen Verbündeten Hitlers.

Anfang des Jahres 1944 nahm die Rote Armee an der gesamten Ostfront von Lappland bis zum Balkan ihren Vorstoß wieder auf. Zuerst musste die Krim, welche schon seit November 1943 von jeglicher Landverbindung abgeschnitten war, nach langem Widerstand Hitlers vor einem russischen Sturmangriff aufgegeben werden.
In Finnland wurde die karelische Landenge und Petsamo im Norden von den Russen angegriffen. Dies zwang dann die Finnen zum Ausscheiden aus dem Krieg und die Zurücknahme der Gebirgsarmee aus Lappland nach Nord-Norwegen.

Im Frühjahr 1944 brach schon die Verteidigung der deutschen Luftwaffe gegen die amerikanischen Tagesangriffe der B-17 Fliegende Festung und B-24 Liberator Bomber endgültig zusammen, als die P-51 Mustang Begleitjäger mit Zusatztanks die Bomber zu allen Zielen im von Deutschland beherrschten Europa sichern können. Als die Amerikaner dann noch ihre strategischen Bombereinsätze auf die deutsche Treibstoff- und synthetische Industrie konzentrieren, geht der Wehrmacht sprichwörtlich der Sprit aus.

Die Divisionen der Roten Armee stehen bereits an den Grenzen der Slowakei, in Rumänien und Polen, als am 6. Juni 1944 die alliierte Invasion in der Normandie erfolgt. Der D-Day wird unter dem Schutz überwältigender See- und Luftstreitkräfte durchgeführt und ist erfolgreich. Und so wie es Rommel vorausgesagt hat, kann der Gegner auch nicht mehr besiegt werden, wenn er erst einmal an Land Fuß gefasst hat.
Dazu hätte es auch kaum einer zweiten Landung in Südfrankreich am 13. August 1944 bedurft.

Zwischenzeitlich hatte die Heeresgruppe Mitte an der Ostfront einen seit den Rückschlägen in der Ukraine vom Winter und Frühjahr einen viel zu langen und aufgeblähten Frontabschnitt in Weißrussland zu verteidigen, wurde sie durch die Sommeroffensive der Roten Armee am dritten Jahrestag des Beginns des Unternehmen Barbarossa vollständig zerschlagen wurde. Die Verluste der Wehrmacht übertrafen dabei bei weitem noch die von Stalingrad.
Die Russen stießen dabei bis an die Weichsel und an die ostpreußische Grenze vor, sodass die Niederlage nicht mehr zu verheimlichen war und Verrat vorgeschoben wurde. Im Zuge dessen erfolgte der Warschauer Aufstand von der polnischen Heimatarmee, dessen Unterstützung Stalin verweigerte, da er andere Pläne für Polen hatte.


Ein Aufstand einiger Generale und Offiziere am 20. Juli 1944 und das Attentat des Oberst Graf von Stauffenberg auf Hitler war dann der letzte Versuch aus Deutschland selbst, die sich abzeichnende Katastrophe abzuwenden. Das Attentat scheiterte, Hitler überlebte und nahm furchtbare Rache an jeglicher, verbliebener Opposition. Nun wurde der 2. Weltkrieg bis zur äußersten Konsequenz vom Nazi-Regime geführt.

Durch den russischen Vorstoß an die Weichsel wurde auch gleichzeitig die Heeresgruppe Nord im Baltikum abgeschnitten, welche sich aufgrund der Weigerung Hitlers nicht mehr nach Ostpreußen zurückziehen durfte. So verblieb die Masse ihrer Verbände bis zum Kriegsende – und für die allgemeine strategische Situation bedeutungslos – im sogenannten ‘Kurlandkessel‘.

In Rumänien wurde im August der Diktator Antonescu gestürzt und abgesetzt, während die Rote Armee dieses Balkanland überrannte. Dabei wurde wiederum nahezu eine vollständige deutsche Armee in Moldawien eingeschlossen und geriet in Gefangenschaft.


In der Zwischenzeit brachen die amerikanischen, britischen und kanadischen Truppen aus ihrem Brückenkopf in der Normandie aus und überrannten schnell ganz Frankreich und erreichten im Oktober die deutsche Grenze bei Aachen. Zwar scheiterte die alliierte Luftlandung bei Arnheim, welche den ‘Krieg noch vor Weihnachten beenden’ sollte, aber die alliierte Bomberoffensive zerstörte systematisch das deutsche Verkehrs- und Nachrichtennetz sowie Produktionszentren. Diese Terrorangriffe auf die deutschen Städte kündigten schon das nahe Ende des Krieges an und unter diesem Eindruck stellten Rumänien, Finnland, Bulgarien und Ungarn nacheinander den Kampf ein und wandten sich gegen das Deutsche Reich.

Doch Hitler wollte immer noch das Unmögliche erzwingen und ließ den Volkssturm aufstellen, für den das ‘letzte Aufgebot’ aus Kinder und Greisen an die näher rückenden Fronten geschickt wurden.
Die überraschende Ardennen-Offensive am 16. Dezember 1944 war dann Hitlers letzter Trumpf. Trotz größerer Anfangserfolge war aber auch diese Karte schon nach vier Tagen praktisch ausgespielt und Hitlers ‘Spiel um die Weltherrschaft’ endgültig verloren.

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