Jahr 1941


Das Jahr 1941 im Zweiten Weltkrieg.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 1. Januar 1941: Luftkrieg Deutschland: In der Nacht vom 1. auf den 2. Januar
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 2. Januar 1941: Luftkrieg Großbritannien: 100 deutsche Bomber greifen in der Nacht vom 2.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 3. Januar 1941: Balkan Die Italiener beginnen mit einer erfolglosen Gegenoffensive in Albanien. Luftkrieg
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 4. Januar 1941: Nordafrika Murzuk-Raid: Eine kleine Streitmacht aus Tuareg und Tibesti Stammesangehörigen unter
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 5. Januar 1941: Nordafrika Britische Truppen erobern Bardia in Libyen. Dabei werden 45.000 italienische
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 6. Januar 1941: Neutrale USA: Roosevelts 'Vier-Freiheiten-Rede' vor dem Kongress: 'Wir sehen eine zukünftige
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 7. Januar 1941: Seekrieg Atlantik: Die viermotorigen Focke-Wulf Fw 200 Condor Aufklärungsbomber, welche in
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 8. Januar 1941: Luftkrieg Nachtangriff der RAF auf Neapel, wobei das Schlachtschiff Giulio Cesare
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 9. Januar 1941: Heimatfronten Großbritannien: Das Air Training Corps (Luft-Ausbildungs-Korps) wird gebildet. Politik Harry
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 10. Januar 1941: Seekrieg Mittelmeer: Ju 87 Stukas zerschlagen einen Malta-Konvoi und erzielen westlich
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 11. Januar 1941: Seekrieg Ju 87 Stukas treffen den schweren Kreuzer HMS Southampton zum
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 12. Januar 1941: Seekrieg Atlantik: Ein Konvoi mit 21 Truppentransportschiffen verlässt Großbritannien mit dem
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 13. Januar 1941: Luftkrieg Die RAF bombardiert in der Nacht vom 13. auf den
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 14. Januar 1941: Luftkrieg Die britische RAF fliegt Nachtangriffe auf Bengasi und Assab (Eritrea).
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 15. Januar 1941: Ostafrika Kaiser Haile Selassie kehrt in der Nacht vom 15. auf
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 16. Januar 1941: Luftkrieg Ju 87 Stukas mit Jagdschutz durch italienische Maschinen verursachen in
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 17. Januar 1941: Seekrieg Seeschlacht von Koh-Chang im Chinesischen Meer: ein Geschwader von Vichy-Frankreich
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 18. Januar 1941: Neutrale Vichy-Frankreich: Petain (Staatschef) und Laval (abgesetzter Außenminister) bringen ihre Differenzen
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 19. Januar 1941: Ostafrika Die Briten (4. und 5. indische Division sowie sudanesische Hilfstruppen)
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 20. Januar 1941: Luftkrieg Englische, südafrikanische und rhodesische Flugzeuge greifen ein Kraftwerk in Massawa
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 21. Januar 1941: Neutrale Rumänien: Die ultra-faschistische Eiserne Garde versucht den rumänischen Diktator General
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 22. Januar 1941: Nordafrika BRITISCHE TRUPPEN EROBERN TOBRUK. Seekrieg Atlantik - Unternehmen Berlin: Die
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 23. Januar 1941: Seekrieg Nach Behelfsreparaturen verläßt der englische Flugzeugträger Illustrious Malta in Richtung
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 24. Januar 1941: Politik Lord Halifax, der neue britische Botschafter in den USA, kommt
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 25. Januar 1941: Balkan Es werden auf beiden Seiten (Griechen und Italiener) viele Erfrierungen
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 26. Januar 1941: Ostafrika Die Briten erobern Biscia in Eritrea. Politik Wendell Willkie, unterlegener
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 27. Januar 1941: Seekrieg Mittelmeer: Das englische U-Boot Upholder operiert gegen die italienische Konvoi-Route
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 28. Januar 1941: Seekrieg Mittelmeer: Das englische Unterseeboot Rorqual legt Minen vor der Adriaküste
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 29. Januar 1941: Ostafrika Südafrikanische Truppen fallen in Italienisch-Somaliland ein (1. südafrikanische, 11. und
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 30. Januar 1941: Nordafrika Die Briten erobern Derna in Libyen. Luftkrieg England: Deutsche 'hit-and-run'
Zwei PzKpfw IV führen drei PzKpfw 38(t) 1941 nach Russland hinein an. Die Verdoppelung der Panzer-Divisionen für das Unternehmen Barbarossa bei unzureichender Panzerproduktion ließ die jeweilige Divisions-Stärke von 218 auf 160 Panzer abfalllen.

1941 war das entscheidende Jahr des Zweiten Weltkriegs durch die Auslösung von Unternehmen Barbarossa; Hitlers Angriff auf die Sowjetunion, welcher den Krieg noch schonungsloser machte.
Hitlers Gründe für den Angriff auf Russland waren zahlreich. Er hasste den Marxismus als eine spaltende internationale Ideologie, welche antithetisch zum deutschen Nationalsozialismus war und welchen er in seiner eigenen Vorstellung mit dem ‘internationalen Judentum’ verband, dem ‘jüdischen Bolschewismus’.
Die Sowjets waren zumeist Slawen und in Hitlers Augen ebenso wie die Polen ‘Untermenschen’, deren Bestimmung es sein sollte, für die ‘Herrenrasse’ zu arbeiten. Auch hatte Hitler lange den Bedarf an ‘Lebensraum’ für die Deutschen gepredigt und Russland war dieser Raum, welcher auch die Rohstoffe wie Getreide, Metalle und insbesondere Erdöl anbot. Das Deutsche Reich benötigte, trotz seiner direkten oder indirekten Herrschaft über den größten Teil Europas, diese Rohstoffe immer noch für seine Rüstungsindustrie, um den Krieg zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Hitler beabsichtigte daher, die Sowjetunion wie die Territorien in Afrika zu ‘kolonisieren’, um diese zu unterwerfen und auszubeuten. Und wenn er dadurch einen zukünftigen Zwei-Fronten-Krieg vermeiden konnte, umso besser.

Jedoch war die UdSSR ein großer, halb-industrialisierter Gegner, welcher trotz Hungersnöten und Säuberungen noch immer in der Lage war, Millionen von Menschen und abertausende von Fahrzeugen zu mobilisieren. Hitler und Stalin hatten zwar 1939 einen Nichtangriffspakt und ein Handelsabkommen vereinbart, was den Russen Ostpolen und Deutschland sowjetische Rohstoffe zum Kampf gegen den Westen gab.
Doch dieser Pakt bedeutete nur wenig für Hitler, während Stalin ihn zumindest ernst genug nahm, um Warnungen vor einem deutschen Angriff in den Wind zu schlagen und anschließend durch den Schock des Überfalls für einige Zeit paralysiert wirkte.

Am 22. Juni 1941 überschritten 3 Millionen Mann deutscher Truppen die Grenze zur Sowjetunion. Die Heeresgruppe Nord, zu der die 4. Panzer-Armee (zu diesem Zeitpunkt noch als Panzer-Gruppen bezeichnet) gehörte, stieß von Ostpreußen durch das Baltikum in Richtung Leningrad (heute St. Petersburg) vor. Die Heeresgruppe Süd mit der 1. Panzer-Armee griff aus der Slowakei und Rumänien die Ukraine an, die russische Kornkammer, und darüber hinaus in Richtung der Schwarzmeer-Häfen und Sewastopol auf der Krim.
Die stärksten deutschen Streitkräfte standen jedoch im Zentrum bei der Heeresgruppe Mitte bereit, wo sich auch die 2. und 3. Panzer-Armee befanden. Diese drangen durch Ostpolen nach Minsk und Smolensk vor – und darüber hinaus in Richtung Moskau.
Den deutschen Truppen standen 4 Millionen Mann der Roten Armee gegenüber, zusammen mit tausenden von Geschützen, Panzern und Flugzeugen. Zwar waren die meisten davon veraltet, aber trotzdem sehr zahlreich.

Im Geiste des Blitzkrieg-Konzepts hatte die Invasion zwei Ziele: die Entfernung und die Rote Armee zu überwinden. Die Entfernungen in Russland sprachen für sich selbst. Obwohl der Angriff anfangs über nahezu ideales Gelände für Panzer führte, würde der Vorstoß an seinem Ende über 1.100 Kilometer lange Versorgungswege erzwingen, was selbst noch mehr als die Entfernungen in Nordafrika war. Dazu musste eine Front von 1.500 Kilometer Länge besetzt werden.
Dazu war auch die zahlenmäßige Stärke der Roten Armee immens. Doch diese befand sich in gewisser Unordnung, da Stalin das Offizierskorps gesäubert hatte und die Panzer über die Infanterie-Verbände im alten Stil des Ersten Weltkriegs verteilt waren. Dazu standen die Truppen auch nahe an der Grenze, was eine Verteidigung in der Tiefe nahezu unmöglich machte.
Hitler verfügte letztlich keine ‘reine’ Blitzkrieg-Taktik mit tiefen Stößen in das Hinterland, sondern einzelne Umfassungsbewegungen, um die Truppenkonzentrationen der Roten Armee dort einzuschließen und zu vernichten, wo sie standen. Falls dies gelang, würden die weiter hinten liegenden Städte und Industriegebiete ohne großen Widerstand in den nachfolgenden Monaten fallen, war die Hoffnung.

Diese Strategie funktionierte auch beinahe. Im Norden verursachten die deutschen Truppen 400.000 Mann Verluste bei den Sowjets und umschlossen Leningrad mit dem Befehl, die Stadt auszuhungern und zu zerstören. Im Zentrum schlossen deutsche Panzerverbände die Sowjets Ende Juni bei Minsk und Ende Juli bei Smolensk ein und eine Million Russen fielen oder wurden gefangengenommen. Dazu kamen noch tausende von zerstörten oder erbeuteten Fahrzeugen, Panzer und Kanonen.
Die Heeresgruppe Süd kam allerdings nur langsamer voran, da sie den stärksten Verteidigern gegenüber stand. So befahl Hitler die kontrovers diskutierte Umfassungsbewegung mit der 2. Panzer-Armee und anderen Verbänden der Heeresgruppe Mitte nach Süden, um die sowjetischen Verteidiger um Kiew einzuschließen und gegen das Schwarze Meer vorzustoßen. Das Ergebnis davon waren weitere 1,5 Millionen Mann sowjetischer Verluste.

Aber diese Erfolge führten zu Fehleinschätzungen. Hunderttausende sowjetischer Soldaten entkamen den Einschließungsringen und kämpften weiter. Leningrad und Sewastopol auf der Krim hielten immer noch stand. Moskau befahl die Aufstellung immer neuer Divisionen und setzte alles verfügbare Material dafür ein, selbst einzelne Prototypen neuer Waffenentwicklungen oder die ersten Panzer aus der Anfangszeit der Gründung der Sowjetunion. Gleichzeitig wurden die wichtigen Schlüsselindustrien mit der Eisenbahn in den Osten hinter die Wolga evakuiert.
Die Wehrmacht hatte zwischenzeitlich auch schon 400.000 Mann Verluste zu beklagen und der Nachschub an Munition und Treibstoff wurde über die zunehmenden Entfernungen immer knapper. Panzer blieben in alarmierender Zahl nach den vielen gefahrenen Kilometern liegen und es mangelnde an Ersatzteilen.

Nun musste Hitler alles auf eine Karte setzen und konzentrierte die Masse seiner verbliebenen Streitkräfte – darunter drei der vier Panzer-Armeen – für den entscheidenden Angriff auf Moskau gegen Ende dieses Jahres 1941.

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