Jahr 1941

Das Jahr 1941 im Zweiten Weltkrieg.

Mussolini bereitet Hitler Sorgen

Italienische Artillerie im Gefecht

Italienische Artillerie im Gefecht auf dem Balkan.

Besondere Sorge macht Hitler Anfang 1941 die Nähe der britischen Luftstützpunkte in Griechenland zum rumänischen Erdölgebiet. Bis zum gescheiterten italienischen Angriff auf Griechenland und des daraufhin erfolgten Festsetzens der Briten auf Kreta Ende Oktober 1940 war dieses für Deutschland lebenswichtige Gebiet außerhalb der Reichweite feindlicher Flugzeuge. Jetzt können die Engländer Ploesti jederzeit bombardieren. Das wäre für Deutschland eine Katastrophe.

So verhandelt die deutsche Regierung erst einmal mit der bulgarischen Regierung über ein Durchmarschrecht durch Bulgarien für den Fall einer Auseinandersetzung mit Griechenland oder den in Griechenland befindlichen britischen Truppen. Bulgarien stimmt zu, auch Ungarn würde den Durchmarsch deutscher Truppen gestatten.

Inzwischen macht Mussoloni seinem Freund Hitler immer größere Sorgen. Auch in Nordafrika sind die italienischen Truppen ins laufen geraten, diesmal vor den Engländern, die aus Ägypten heraus in die italienische Kolonie Libyen vorstoßen und die Ita­liener vor sich hertreiben. Mussolini bittet Hitler fle­hentlich um Hilfe, und der deutsche Führer kann nicht ablehnen.

Kann er überhaupt das Unternehmen Barbarossa durchführen, wenn diese gefährliche Lage an der Südflanke besteht ? Das Risiko ist zu groß, und so wird ‘Barbarossa’ zunächst einmal verschoben, wenn auch nicht für lange Zeit.

Am 1. März tritt Bulgarien dem Dreimächtepakt bei, deutsche Truppen marschieren auf Anforderung der Regierung in Bulgarien ein, um, wie es in einer offiziellen Verlautbarung heißt, den ‘englischen Ab­sichten einer Kriegsausweitung auf dem Balkan ent­gegenzutreten und die bulgarischen Interessen zu schützen’.

Auch Jugoslawien beschließt am 20. März, sich dem Dreimächtepakt anzuschließen. Am 25. März 1941 unterzeichnet der jugoslawische Ministerpräsident in Wien die Beitrittsurkunde. Es ist seine letzte Amts­handlung. Als er und die ihn begleitenden Regierungsmitglie­der in ihre Hauptstadt Belgrad zurückkehrten, wer­den sie verhaftet. In Belgrad hat ein Putsch statt­gefunden, der eindeutig gegen Deutschland gerichtet ist. Die Putschisten sind englandfreundlich. Massen­kundgebungen in Belgrad protestieren gegen den Bei­tritt des Landes zum Dreimächtepakt und demon­strieren für England.

Churchill, dem dieser Putsch wie gerufen kommt, wendet sich an die türkische Regierung, angesichts der veränderten Lage auf dem Balkan in den Krieg gegen Deutschland einzutreten. Vergeblich. Auch die jugoslawische Putschregierung lehnt Churchills Auf­forderung ab, sofort in Albanien einzufallen und Krieg gegen die Italiener zu führen.
Aber Churchills Pläne werden bekannt und verstär­ken Hitlers Absicht, auf dem Balkan ‘Ordnung zu schaffen’, bevor er sich dem gefährlichsten Gegner zuwendet. Daß die Sowjetunion trotz der ununter­brochen fortdauernden Lieferungen von Wirtschafts­gütern an Deutschland inzwischen zum Feind gewor­den ist, davon ist Hitler am 5. April 1941 mehr denn je überzeugt.
An diesem Tag schließt die Sowjetregierung mit den jugoslawischen Putschisten einen Freundschafts- und Nichtangriffspakt, der zweifellos gegen Deutschland gerichtet ist. Jugoslawien nutzt dieser Pakt nichts mehr.

Balkanfeldzug

Vormarsch deutscher Infanterie in Griechenland

Vormarsch deutscher Infanterie in Griechenland.

Bereits am Tag darauf, am 6. April, beginnt der gemeinsame deutsch-italienisch-ungarische Angriff auf dem Balkan, der sogenannte Balkanfeldzug. In der dazu herausgegebenen deut­schen Erklärung heißt es, Deutschland habe alles versucht, um den Frieden auf dem Balkan zu erhal­ten, England dagegen habe diesen Frieden ständig gestört. Griechenland habe gestattet, daß sich briti­sche Truppen dort festsetzten, die jugoslawischen Putschisten hätten das gleiche für Jugoslawien vor­gehabt. Deutschland sei gezwungen, zu seiner Sicher­heit einzugreifen.

Zuerst wird Jugoslawien überrannt. Schon nach sechs Tagen wird die Hauptstadt Belgrad von deutschen Truppen besetzt. Am 14. April bereits tritt der Führer der Putschistenregierung zurück, und drei Tage später bietet sein Nachfolger die Kapitulation an. Nach nicht einmal vierzehn Tagen ist in Jugoslawien jeder organisierte Widerstand zu Ende.

Fast ebenso schnell geht es in Griechenland. Fast, denn die Griechen haben an ihrer Nordostgrenze eine ausgezeichnete Befestigungsanlage, die ‘Metaxas-Li­nie’, gegen die nicht einmal die überall gefürchteten deutschen Sturzkampfflieger Ju 87 Stuka etwas ausrichten können, weil die Bunker in Felsen hinein gebaut sind. Außerdem kämpfen die Griechen mit weit mehr Entschlossenheit als die von inneren politischen Zwistigkeiten zermürbten Jugoslawen.

Die Italiener sind noch immer nicht vorangekommen. Sie stecken nach wie vor in Albanien fest, wohin die Griechen sie im vergangenen Herbst getrieben haben. Erst als deutsche Truppen schon weit in Griechenland stehen und damit im Rücken der gegen die Italiener kämpfenden griechischen Truppen, müssen diese zu­rückgehen, um nicht eingekesselt zu werden. Endlich kann Mussolini einmal italienische Siege melden.

Die britischen Truppen in Griechenland haben so wie vor fast einem Jahr in Frankreich auch diesmal wie­der den Befehl erhalten, sich möglichst kampflos zu­rückzuziehen. Und so wie vor einem Jahr die Bel­gier und Franzosen, so schimpfen jetzt die Griechen über die ‘Feiglinge’, die ihre Verbündeten im Stich lassen.
Aber Churchills Befehl ist vollkommen richtig. Es ist sinnlos, für eine einmal verlorene Sache – und das ist der Balkanfeldzug, wie schon nach wenigen Tagen feststeht – noch Menschen zu opfern. Churchill denkt schon viel weiter. Er denkt an den Tag, da er an diese Soldaten brauchen wird. Nicht in kleinen Ge­fechten auf dem Balkan, sondern in der großen Ent­scheidungsschlacht !
Alle verfügbaren britischen Seestreitkräfte werden zum Abtransport der Truppen eingesetzt. Von der ägyptischen Hafenstadt Alexandria aus kommen allein sechs Kreuzer und 19 Zerstörer zu Hilfe ­mehr als die gesamte deutsche Kriegsmarine in die­sem Augenblick besitzt. Ein Teil der Truppen wird nach Ägypten gebracht, ein anderer zur griechischen Insel Kreta.

Kreta ist durch seine zentrale Lage im östlichen Mittelmeer von großer strategischer Bedeu­tung. Das britische Oberkommando legt deshalb be­sonderen Wert auf den Besitz der 8.300 Quadratkilo­meter großen Insel mit rund einer halben Million Einwohnern, weil befürchtet wird, die Deutschen könnten sonst Ägypten angreifen, um dem italieni­schen Verbündeten zu helfen.
Kreta ist die starke Bastion, der Sperriegel vor Ägypten. Die Truppentransporte werden von deutschen Bom­bengeschwadern angegriffen. Fünf Tage lang dauert der Kampf der deutschen Luftwaffe gegen die briti­sche Mittelmeerflotte.
50.000 Mann von 62.000 kön­nen die Engländer nach Kreta oder Ägypten bringen. Damit ist die Rettungsaktion ebenso erfolgreich wie die von Dünkirchen im vergangenen Jahr. Es fragt sich nur, ob die nach Kreta transportierten Truppen damit auch wirklich endgültig gerettet sind.

Am 27. April 1941 marschieren Einheiten der deut­schen Wehrmacht in die griechische Hauptstadt Athen ein. Damit ist der Balkanfeldzug nach nur drei Wochen beendet. Nur Kreta befindet sich noch in der Hand der Briten.

t_arrow1siehe auch: Balkanfeldzug


Luftlandung auf Kreta

Fallschirmjäger landen auf Kreta

Deutsche Fallschirmjäger landen auf Kreta.

Auch die deutsche Führung ist sich der Bedeutung Kretas für die Sicherung der bisher auf dem Balkan errungenen Erfolge und zugleich der Bedeutung der Insel als Sprungbrett nach Ägypten und Nordafrika bewußt. Aber wie soll man diese Insel erobern ?
Die Invasion mit einer Landungsflotte ist völlig ausge­schlossen. Noch beherrscht die britische Flotte das öst­liche Mittelmeer, die deutsche Kriegsmarine ist gar nicht in der Lage, gegen die Briten aufzutreten, ganz abgesehen davon, daß eine deutsche Transportflotte überhaupt nicht in der Lage wäre, an England vor­bei, durch den Kanal oder auch weitausholend über den Nord- und dann Mittelatlantik, durch die Meer­enge von Gibraltar und dann an der britischen Insel Malta vorbei bis nach dem östlichen Mittelmeer zu gelangen.

So entsteht der Plan, Kreta aus der Luft, durch Fall­schirmjäger und Luftlandetruppen zu erobern. Die deutschen Fallschirmjäger haben im Westfeldzug des vergangenen Jahres Hervorragendes geleistet. Nun wird ihnen eine Aufgabe gestellt, die zu ihrem größ­ten Sieg und zugleich zur entscheidenden Niederlage werden wird. Den Sieg werden sie über die Kreter, Griechen und Briten erringen, die große Niederlage wird ihnen Hitler beibringen.

Der Sieg der deutschen Fallschirmjäger und Luft­landetruppen ist um so höher zu bewerten, als die deutsche Aufklärung gegenüber Kreta völlig versagt. Nur ein Drittel der auf der Insel vorhandenen Trup­pen des Gegners wird erkannt und gemeldet. Zu allem Unglück sind die meisten der erkundeten Stellungen ausgerechnet die Scheinstellungen, die der Ober­kommandierende auf Kreta – der neuseeländische General Freyberg – zur Irreführung der deutschen Aufklärung hat anlegen lassen.
Die ‘echten’ Stel­lungen werden nur zu einem ganz geringen Teil erkannt. So, in völliger Unkenntnis der wahren Stärke des Gegners, wird die Besetzung Kretas aus der Luft beschlossen.

Das größte Luftlandeunternehmen der Kriegs­geschichte beginnt am 20. Mai 1941. Und das ist fünf Tage nach dem Termin, den Hitler zuvor für den Beginn des Unternehmens Barbarossa festgesetzt hatte.
Zunächst bombardiert die deutsche Luftwaffe vom frühen Morgen an die feindlichen Stellungen auf der großen Insel – zumeist die Scheinstellungen. Damit bleibt der Einsatz der deutschen Bomben­geschwader praktisch ergebnislos, denn die richtigen Stellungen werden kaum erkannt und deshalb auch nicht angegriffen.

So kommt es, daß die Bombardierungen nur von Vorteil für den Gegner sind, der dadurch gewarnt worden ist. Die deutschen Fallschirmjäger springen vom Himmel direkt in die Hölle der feindlichen Ab­wehr, von der sie glauben mußten, sie sei durch die vorangegangenen Bombardierungen schon ausgeschal­tet. Lediglich die britischen Flak-Stellungen sind rich­tig erkannt und getroffen worden, weshalb es der Transportflotte von 493 Junkersflugzeugen – der be­rühmten Ju 52, der ‘Tante Ju’ – auch beim ersten Anflug gelingt, die Fallschirmjäger abzusetzen und dabei nur sieben Maschinen durch Feindbeschuß zu verlieren.

Die Erdstellungen dagegen sind noch alle intakt, und die deutschen Fallschirmjäger sind nicht in der Lage, die für den ersten Tag vorgesehenen Ziele – die beiden Flugplätze Maleme und Ira­klion – zu erreichen. Vor allem aber entfällt durch die vergeblichen Bombardierungen der wichtigste Vorteil, den Fallschirmjäger sonst haben – der Vor­teil der Überraschung des Gegners.

Wie bei einem Tontaubenschießen, nein, mit noch weniger Schwierigkeit, werden die langsam vom Him­mel zur Erde schwebenden Fallschirmjäger mit Kara­binern, Pistolen und Maschinengewehren abgeschos­sen. Die zur Unterstützung der ersten Welle von Fallschirmjägern vorgesehenen Luftlandetruppen kön­nen nicht helfend eingreifen, weil die für die Lan­dung vorgesehenen Flugplätze in der Hand der Bri­ten bleiben. General Student, der Kommandeur des XI. Fliegerkorps, das alle deutschen Luftlandetruppen umfaßt, entschließt sich zu einer grundlegenden Än­derung der Taktik. Er befiehlt, alle Kräfte gegen einen einzigen Schwerpunkt anzusetzen, gegen den Flugplatz Maleme.

Die beim Flugplatz Iraklion, bei der Hafenstadt Rethymno und bei der kreti­schen Hauptstadt Chania gelandeten Fallschirmjäger müssen einstweilen zusehen, wie sie sich wenigstens gegenüber den überlegenen Feindkräften halten kön­nen, statt sie anzugreifen, wie es eigentlich ge­plant war.

Students neue Taktik hat Erfolg. Transportsegelflug­zeuge gehen mitten in den britischen Stellungen um Maleme nieder. Sie erleiden schwerste Verluste, aber die überlebenden Deutschen erobern eine ganze An­zahl der britischen Stellungen. In der Geschichte der britischen Luftwaffe, der Royal Air Force, heißt es zu diesem Kampf ‘Kurz: Bei Maleme wurde die Schlacht um Kreta verloren…’.

Eine Fehlentscheidung des britischen Oberkomman­dierenden Freyberg kommt den deutschen Fallschirm­jägern zugute. Er erkennt die entscheidende Bedeu­tung des Kampfes um Stadt und Flugplatz Maleme nicht. Er ist davon überzeugt, daß das kleine Häuf­lein deutscher Luftlandesoldaten unmöglich die Hauptstreitmacht für die Eroberung Kretas sein kann. Er erwartet deshalb, daß die Deutschen bald mit einer großen Landungsflotte vor der kretischen Küste auftauchen werden. Er wartet noch auf diese Landungsflotte, als die Entscheidung bereits gefallen ist.
Schon am Morgen des 21. Mai landen deutsche Transportflugzeuge auf dem Flugplatz Maleme ­obwohl der Flugplatz selbst noch gar nicht in deut­scher Hand ist. Der Flugplatz ist im Lauf der nächt­lichen Kämpfe Niemandsland geworden, Deutsche und Briten beschießen sich über den keine Deckung bietenden Flugplatz hinweg. Etliche der landenden Ju 52 werden noch im Ausrollen von britischen Gra­naten getroffen und explodieren. Andere machen Bruchlandungen auf dem von Granattrichtern über­säten Rollfeld. Die Mannschaften aus den heilgeblie­benen Maschinen werden von den Briten nach dem Aussteigen unter das Feuer der Infanteriewaffen ge­nommen.

Schließlich gelingt es den bereits am Vortag gelande­ten Deutschen, an die Maschinen auf dem Rollfeld heranzukommen und vor allem die schweren Waffen aus den Flugzeugen zu bergen. Damit ist dann der Kampf entschieden. Die Fallschirmjäger sind jetzt gut bewaffnet, und trotz aller Verluste gelangt nun immer mehr Nachschub an Soldaten und Waffen nach Maleme – während General Freyberg seinen Leuten keine Unterstützung schickt, weil er immer noch ge­bannt auf die See schaut, wo doch endlich die deut­sche Landungsflotte in Sicht kommen muß.
Bald ist nicht nur der Flugplatz, sondern auch die Stadt Ma­leme in deutscher Hand. Verstärkung fliegt heran, in immer größer werdender Zahl. Jetzt werden vor allem Gebirgsjäger gelandet, die nun gemeinsam mit den Fallschirmjägern von Maleme aus nach Osten vordringen, um den einsam kämpfenden Kameraden vor Chania, Iraklion und Rethymno zu Hilfe zu eilen. Die Soldaten bahnen sich quer durch die Berge und Felsen der Insel, stets im Kampf mit dem Geg­ner, den Weg zu den Eingeschlossenen.

Am 26. Mai gelingt der Durchbruch durch die briti­schen Stellungen vor der Hauptstadt Chania, am nächsten Tag fällt die Stadt selbst. Wichtiger noch ist der Erfolg vom 28. Mai: Das Gebiet um die Suda­-Bucht wird erobert, und nun kann der Nachschub von Griechenland über See herangeführt werden.
General Freyberg hat seinen entscheidenden Fehler erkannt, und er hat zugleich erkannt, daß die Ver­teidigung Kretas unmöglich geworden ist. Die Deut­schen können jetzt unbeschränkt Nachschub heran­führen, während das Gros der Truppen des Briti­schen Empires in Nordafrika den über die Italiener errungenen Erfolg sichern muß.

t_arrow1siehe auch: Luftlandung auf Kreta


Britischer Rückzug

 deutsche Soldatenfriedhof auf Kreta

Der deutsche Soldatenfriedhof Maleme auf Kreta heute, mit dem Flugplatz im Hintergrund.

In Nordost-Afrika haben die Briten die Italiener ebenfalls besiegt. Somaliland ist von den Englän­dern zurückerobert worden. Aus ihrer Kolonie Eri­trea sind die Italiener vertrieben worden – und am 4. April, zwei Tage vor dem deutschen Angriff auf Jugoslawien und Griechenland, sind britischen Trup­pen in der abessinischen Hauptstadt Addis Abeba eingerückt. Der Negus Haile Selassi, der ‘Löwe von Juda’, kehrt in seine Hauptstadt zurück.
Diese vielen Siege über die Italiener gilt es zu si­chern. Kreta ist dagegen unwichtig geworden. Des­halb befiehlt Freyberg den Rückzug. An der kreti­schen Südküste erscheint die britische Flotte, um die geschlagenen Truppen aufzunehmen und nach Ägyp­ten zu bringen. Die Briten und die bei ihnen befind­lichen Griechen erleiden noch hohe Verluste.

Allein die britische Mittelmeerflotte verliert bei der Räumungsaktion drei Kreuzer und sechs Zerstörer durch die Angriffe deutscher Kampfflieger. Ein Flug­zeugträger, drei Schlachtschiffe, sechs Kreuzer und fünf Zerstörer werden beschädigt wobei über 2.000 englische Seeleute den Tod finden.
Von den 32.000 auf Kreta befindlichen Engländern ist die Hälfte gefallen, verwundet oder in deutsche Gefangenschaft geraten.

Doch die Niederlage für diese modernste Waffengat­tung der Welt folgt gleich auf diesen großen Sieg: Der gesamte Balkanfeldzug gegen Jugoslawien und Griechenland bat die deutsche Wehrmacht 5.650 Tote, Vermißte und Verwundete gekostet. Jedoch nur die Eroberung Kretas jedoch fordert weit mehr Opfer: 6.580, zu­meist Fallschirmjäger.

So beschließt Hitler, die Fall­schirmtruppe nie wieder in einem solchen opfervollen Einsatz zu verwenden.
Daher kommt es, daß die deutschen Fallschirmjäger mit Ausnahme der Ardennenoffensive im Dezember 1944 nie mehr im ‘Sprung aus den Wolken’ einge­setzt werden, sondern von vornherein als Infante­risten. Der Sieg von Kreta ist zugleich das Ende der deutschen Fallschirmjäger als Waffengattung.

Truppenaufmarsch im Osten

deutsche Truppenbereitstellung

Getarnte deutsche Truppenbereitstellung in Ostpreußen.

Kreta ist in deutscher Hand. Und jetzt rollen die Truppentransportzüge durch Griechenland und die anderen Balkanstaaten nicht mehr südwärts, sondern nach Nordosten. Mussolinis mißglückter Angriff auf Griechenland und die daraus entstandenen Folgen haben Hitler zwar zum Eingreifen gezwungen und dazu, das Unternehme Barbarossa zu verschieben – aber nicht aufzuheben.

Am 6. Mai ist Yussup Dshugashwili, der sich seit vielen Jahren schon Josef Stalin nennt, Vorsitzender des Rates der Volkskommissare geworden, also so­wjetischer Ministerpräsident. Er vereinigt damit nun auch formell die gesamte Macht in seiner Hand, nachdem er bisher ‘nur’ Generalsekretär der Kom­munistischen Partei gewesen ist. Skrjabin-Molotow bleibt Außenminister.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und der So­wjetunion sind seit dem Besuch Molotows in Berlin um vieles kälter geworden. Aber die vielen deut­schen Erfolge scheinen Stalin zu veranlassen, die ein­gefrorenen Beziehungen wieder aufzutauen. Hat er plötzlich Angst vor der anscheinend unbesiegbaren deutschen Wehrmacht – oder braucht er nur Zeit für eigene neue Aggressionen ?
Die ins Stocken geratenen Lieferungen an Deutsch­land erfolgen wieder pünktlich, die Sowjetunion macht sogar zusätzlich Angebote über den Rahmen der Wirtschaftsverträge hinaus.
Der neue ‘Ministerpräsident’ Stalin tut auf außen­politischem Gebiet noch ein übriges. So wie er vor einem Jahr die deutschen Diplomaten aus den bal­tischen Hauptstädten Riga, Reval und Kaunas aus­gewiesen hat, so läßt er jetzt die noch immer in Moskau akkreditierten Botschafter und Gesandten Belgiens, Norwegens, Jugoslawiens und Griechen­lands ausweisen.

Doch solche Maßnahmen sind jetzt nicht mehr in der Lage, Hitlers Vorbereitungen für den Angriff auf die Sowjetunion aufzuhalten, denn zur gleichen Zeit meh­ren sich die Nachrichten von sowjetischen Truppen­zusammenziehungen an der deutsch-sowjetischen De­markationslinie in Polen.

Heute ist die Ursache für Stalins plötzliches Einlenken bekannt, Chruschtschow hat auf dem berühmt ge­wordenen 20. Parteitag darüber gesprochen. Die Rote Armee befindet sich im Frühjahr 1941 gerade in einer grundlegenden Umrüstung und Modernisierung. Ver­altete Panzer werden durch den neuen T-34 ersetzt, der jedem deutschen Panzer überlegen ist. Veraltete Feldgeschütze werden den Artillerieeinheiten ent­zogen, die dafür die Salven-Raketengeschütze Kat­juscha erhalten sollen, die von den deutschen Land­sern später ‘Stalin-Orgeln’ genannt werden. Die sowjetischen Fliegerdivisionen werden mit dem mo­dernen zweimotorigen Allzweck-Kampfflugzeug Il-2 Stormowik ausgerüstet.

Ein deutscher Angriff mitten in diese Umrüstung hin­ein muß katastrophale Folgen haben. Oft sind bei einer Artillerie-Einheit die alten Geschütze bereits ab­gegeben worden, aber noch keine neuen vorhanden. Sind die neuen Geschütze da, so fehlt noch die neue, andersartige Munition. Moderne Flugzeuge werden der Roten Luftwaffe zur Verfügung gestellt – aber es sind noch nicht genügend Piloten für sie aus­gebildet.
Vor allem aber: Die Rote Armee hat sich noch immer nicht von dem Schlag erholt, den ihr Stalin mit der Liquidierung der gesamten militärischen Führung im Sommer 1937, vor vier Jahren, zugefügt hat.

Deshalb Stalins Beschwichtigungsversuche, obwohl er in­zwischen genaue Nachrichten vom bevorstehenden deutschen Angriff bekommt. Nur eine Woche vor Beginn des Unternehmens Bar­barossa läßt Stalin über die NachrichtenagentUr TASS eine offizielle Verlautbarung der Sowjetregie­rung in die Welt hinausgehen, in der es heißt, ‘die allgemein verbreiteten Gerüchte über einen nahe be­vorstehenden Krieg zwischen der UdSSR und Deutsch­land’ seien unsinnig und nichts als ‘eine plump zu­sammengebraute Propaganda der gegenüber der So­wjetunion und Deutschland feindlich eingestellten Kräfte’. Weder wolle Deutschland die Sowjetunion angreifen, noch bereite sich die Sowjetunion etwa auf einen Krieg gegen Deutschland vor. Alle derartigen Gerüchte seien ‘erlogen und provokatorisch’.

Als diese sowjetamtliche Erklärung erscheint, findet im Führerhauptquartier die letzte Besprechung über den unmittelbar bevorstehenden Angriff statt. Und Hitler stellt dabei erstmals fest, daß dieser in der folgenden Woche beginnende Krieg sich vollkommen von allen bisherigen Kriegen unterscheiden werde. Generalfeldmarschall Keitel, der Chef des OKW, hat später im Nürnberger Prozeß darüber ausgesagt: ‘Es wurde an die Spitze gestellt, daß es sich hier um den Entscheidungskampf zweier Weltanschauungen handelte, und daß diese Tatsache es nötig machte, daß an die Führung in diesem Kriege, die Methoden, wie wir Soldaten sie kannten und wie wir sie allein für völkerrechtlich richtig hielten, ein völlig anderer Maß­stab angelegt werden müsse.’

Unternehmen Barbarossa

Deutsche Infanterie und ein PzKpfw III im Strassenkampf

Deutsche Infanterie und ein PzKpfw III im Strassenkampf in einer russischen Stadt zu Beginn des Unternehmen Barbarossa.

Fünf Wochen später als ursprünglich geplant, vielleicht um fünf bedeutsame Wochen zu spät, beginnt der Krieg der ‘Weltanschauungen’ mit dem Unternehmen Barbarossa. Im Morgengrauen des 22. Juni 1941 überschreiten deutsche Truppen die deutsch­-sowjetische Grenze. Zwei Riesenreiche sind zum Kampf auf Leben und Tod angetreten, die blutige, brennende Front reicht quer durch Europa, vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer, bald auch bis zum Kaukasus.

So wie bisher in jedem Feldzug seit dem 1. Septem­ber 1939 stürmt auch jetzt die deutsche Wehrmacht wieder sieggewohnt voran. Es scheint fast, als habe Hitler recht gehabt, als er bei der Besprechung im Führerhauptquartier am 14. Juni zu den Militärs ge­sagt hat: ‘Was ich von Ihnen verlange, ist nur eins: die Tür mit einem kräftigen Stoß einzutreten. Das Haus fällt dann von ganz allein zusammen !’

Trotz ihrer zahlenmäßigen überlegenheit, trotz der viel größeren Zahl an Waffen – der deutschen Pan­zerarmee Kleist zum Beispiel, die über 600 Panzer verfügt, steht die sowjetische Heeresgruppe Budjonny mit mehr als 2.400 Panzern gegenüber -, trotz des besseren Vertrautseins mit dem unwegsamen Gelände wird die Rote Armee gezwungen, sich fluchtartig zu­rückzuziehen.

In Ostpolen, in Weissrußland, in der Ukraine und vor allem in den erst kürzlich von den Bolschewisten unterjochten Ländern Estland, Lettland und Litauen werden die deutschen Soldaten von der Bevölkerung jubelnd als Befreier begrüßt. In westeuropäischen Ländern melden sich zahlreiche Freiwillige bei deut­schen Dienststellen, die gegen die Sowjetunion kämp­fen wollen. Selbst in neutralen Ländern, in Spanien etwa und in Schweden, melden sich Freiwillige, die auf deutscher Seite kämpfen wollen.

Am 22. Juni hat Molotow vormittags über den Rund­funk zum sowjetischen Volk gesprochen. ‘Der große Stalin’, der ‘weise Vater der Völker’, der ‘geniale Führer der Werktätigen der ganzen Welt’ aber läßt nichts von sich hören und sehen. Erst am 3. Juli rafft er sich dazu auf, zum Volk zu sprechen. Zu dieser Zeit sind schon mehr als eine Million Rotarmisten in deutscher Gefangenschaft, sind Tausende von sowje­tischen Flugzeugen und Panzern abgeschossen, stehen die deutschen Truppen schon tief in Stalins Land.

Eine ‘Kesselschlacht’ folgt auf die andere, eine feind­liche Armee nach der anderen wird eingeschlossen und vernichtet. Es scheint, als ob die Optimisten recht be­halten sollen, die stets die Meinung vertreten haben, die Sowjetunion sei ein ‘Koloß auf tönernen Füßen’.
Unaufhaltsam scheint die Flucht der Roten Armee zu sein, die nur dort gestoppt wird, wo deutschen Panzer noch schneller als die flüchtenden Feindarmeen sind und sie einkreisen.

Stalin befiehlt den ‘Totalen Krieg’. Jedes sowjetische Dorf muß in Brand gesteckt werden, bevor die Deut­schen kommen. Kolchosen und Staatsgüter werden angezündet. Elektrizitätswerke werden gesprengt, Versorgungsbetriebe in die Luft gejagt, Lebensmittel­lager unbrauchbar gemacht, Eisenbahnschienen heraus­gerissen.
Es hilft nichts, der Siegeszug der deutschen Soldaten scheint durch nichts und niemanden aufzuhalten zu sein.

Am 9. Oktober 1941 spricht Hitler in Berlin zur Er­öffnung des Winterhilfswerkes und erklärt dabei, daß der Feind vernichtend geschlagen sei und sich nie mehr erheben werde.
Wieder einmal scheint es, als stünde der Friede dicht bevor. Wenn die Rote Armee solche ungeheuren Ver­luste erlitten hat, wenn die deutschen Truppen nun schon vor der bolschewistischen Hauptstadt stehen ­dann muß Stalins Sklavenreich jeden Augenblick zu­sammenbrechen.
Hoffnung breitet sich aus. Vielleicht sind die Sol­daten zu Weihnachten wieder zu Hause ? Goebbels bezeichnet Hitler als den ‘Größten Feldherrn aller Zeiten’, woraus die ewig spottlustigen Berliner die Abkürzung ‘Gröfaz’ machen.
Aber es scheint doch zu stimmen. Wenn die Sowjets zusammenbrechen, dann ist das der größte Sieg, der je von einer Armee errungen wurde, ein Sieg, der selbst so berühmten Heerführern wie König Karl XII. von Schweden oder Napoleon versagt geblieben ist.

Aber nun macht sich die Verzögerung bemerkbar, die durch Mussolinis griechisches Abenteuer eingetreten ist. Jetzt fehlen genau die fünf Wochen, die die Wehrmacht wegen des ‘dazwischengekommenen’ Balkan-Feldzuges später zum Kampf gegen das bol­schewistische Riesenland angetreten ist.

Schlacht um Moskau

vor Moskau 1941

Die letzten deutschen Panzer werden nach Wintereinbruch vor Moskau zur Unterstützung der Infanterie eingesetzt.

Am 14. November 1941 meldet die amerikanische Nachrichtenagentur United Press aus Berlin: ‘An den Fronten können die Deutschen offensichtlich nur noch schrittweise vorrücken, oder sie sind überhaupt zum Stillstand gekommen. Der zuständige Militär­sprecher in Berlin erklärte, die Operationen würden immer noch durch das schlechte Wetter erschwert …’
Es ist so: Die deutsche Offensive vor Moskau ist im Herbstschlamm steckengeblieben. Panzer, Geschütze, Lastkraftwagen, Verpflegungskolonnen versinken im unermeßlichen Dreck des weiten russischen Landes.

Aber es geht noch einmal weiter. Nach einigen Tagen setzt vor Moskau Kälte ein. Der grundlose Morast gefriert und wird wieder fest. Die deutschen Panzer und Fahrzeuge rollen wieder. Doch diesmal nicht lange. Den Sowjets kommt der General zu Hilfe, der vor 131 Jahren, 1812, den unbesiegbar scheinenden Kaiser Napoleon zum Rückzug zwang: der ‘General Winter’.

Die zunächst als Rettung gegen Schlamm und Morast begrüßte Kälte wird immer grimmiger. Die Schlösser der Gewehre, Maschinengewehre und Maschinen­pistolen verklemmen sich. Die Verschlüsse der Ge­schütze lassen sich nicht mehr bewegen. Das Öl in den Panzermotoren wird fest, die Motoren springen nicht mehr an. Die Funkverbindungen der kämpfen­den Truppe zu den KommandosteIlen brechen ab ­- die Verstärker sind eingefroren, die Akkumulatoren bersten in der Kälte.

Am 5. Dezember kommt die große Wende in der Entscheidungsschlacht um Moskau. Das Thermometer zeigt 37 Grad Kälte an. Ein Schneesturm tobt, der alle blind macht, jede Wegmarkierung auslöscht. Ge­neralfeldmarschall Fedor von Bock, der Oberbefehls­haber der Heeresgruppe Mitte, die in einem drei­hundert Kilometer langen Halbkreis um Moskau liegt, muß dem Führerhauptquartier melden, daß ein weiterer Vormarsch unmöglich sei.

Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmar­schall Walter von Brauchitsch, erklärt dem General­stabschef Halder, er wolle zurücktreten. Am Tag dar­auf greifen erstmals die Sowjets an.
In der Morgen­frühe des 6. Dezember stürmen rote Elitedivisionen mit lautem Kriegsgeschrei auf die vordersten deut­schen Stellungen los. Elitedivisionen – nicht die bisher vor Moskau zur Verteidigung eingesetzten Arbeiter­bataillone aus Männern, Frauen und Kindern ! Es sind in der Mehrzahl sibirische Divisionen, die Stalin aus dem Fernen Osten herangeholt hat.

Stalins bester Spion, jahrzehntelang von den Sowjets totgeschwiegen und erst dann postum geehrt, hat das zustande gebracht und dadurch mit dazu beigetragen, Moskau, die Sowjetunion, zu retten. Die Divisionen sind bisher zum Schutz Sibiriens gegen Japan einge­setzt gewesen, Dr. Richard Sorge aber hat aus Tokio gemeldet, daß Japan mit aller Sicherheit neutral bleiben und auf keinen Fall die Sowjetunion angreifen werde. So hat Stalin den Rücken frei und kann seine wenigen noch vorhandenen Eliteeinheiten bedenkenlos in die Schlacht um Moskau werfen.

Die Sibiriaken sind hervorragend ausgerüstet, sie sind frisch und ausgeruht, sie sind vor allem erfahren in Kälte, Schnee und Eis. Die am weitesten vorgedrungenen deutschen Truppen müssen weichen.

Hitler in seinem Führerhauptquartier ist entsetzt. Die Front muß halten ! Wenn die Soldaten einmal ins Laufen kommen, dann ist alles verloren, dann gibt es kein Halt mehr. Generalfeldmarschall von Bock ist bereits durch Generalfeldmarschall von Kluge abgelöst worden, weil Hitler Kluge mehr Standfestigkeit zutraut.

Aber auch Marschall von Kluge ist angesichts der Gesamtlage für einen Rückzug. Hitler beschwört den Marschall, keinen Rückzug zuzulassen, und verwirft jedes andere Argument.
Die Kälte ? Weiter hinten herrscht die gleiche Kälte, dagegen hilft ein Rückzug also gar nichts.
Wie weit soll denn der Rückzug gehen ? Es gibt keine Auffangstellungen, in die die Soldaten sich weiter rückwärts retten könnten. In dem metertiefen gefrorenen Boden können auch keine solchen Stellungen angelegt werden.
Überlegener Feind ? Na bitte: Dann muß man erst recht Front zu ihm machen, wenn man flüchtet und dem Feind den Rücken zukehrt, dann wird er noch überlegener. Die Überlegenheit des Gegners kann man nur dadurch verringern, daß man sich ihm entgegenstellt und versucht, ihm soviel Verluste wie möglich beizubringen. Auf der Flucht kann man das nicht.

Hitler setzt sich schließlich durch. Brauchitsch hat in­zwischen schon zweimal seinen Rücktritt als Ober­befehlshaber des Heeres angeboten. Am 19. Dezember stimmt Hitler endlich zu. Der letzte Oberbefehls­haber des deutschen Heeres geht. Der letzte – denn Hitler setzt keinen Nachfolger ein, sondern über­nimmt die Führung des Heeres unmittelbar selbst.

Zum Weltkrieg

Angriff auf Pearl Harbor

Bild von einem japanischen Piloten während des Angriffs auf Pearl Harbor aufgenommen. In der Mitte befindet sich Ford Island mit dem ‘Battleship Row’ dahinter.

Es gelingt, nach einigen geplanten und von Hitler bewilligten Frontverkürzungen, die Front vor Mos­kau den Winter über zu halten. Bis zum Frühjahr 1942 gibt es keinen deutschen Vormarsch mehr, aber auch keinen solchen katastrophalen Rückzug, wie ihn die Grande Armee Napoleons hinnehmen mußte.
Erstmals in diesem Kriege aber, der die deutschen Soldaten bisher stets als Sieger gesehen hat, werden bei Demjansk und Cholm deutsche Truppen einge­kesselt. Sie halten sich monatelang und werden im Frühjahr 1942 schließlich durch die wieder vorstürmenden eigenen Truppen befreit.

Inzwischen ist der Krieg zum Weltkrieg geworden. Die USA sind nun auch offiziell im Krieg mit Deutschland, nachdem sie schon lange Monate einen Wirtschafts- und Seekrieg gegen Deutschland geführt haben, ohne je offen den Krieg zu erklären. Am 7. De­zember hat Japan mit Flugzeugen den amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf den Hawaii-­Inseln angegriffen, und Hitler hat darauf am 11. De­zember seinerseits den USA den Krieg erklärt.

Zunächst wirkt sich die Teilnahme Amerikas am Kriege noch nicht sichtbar aus, noch kämpfen nirgend­wo in Europa amerikanische Soldaten.


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Kriegstagebuch 27. Dezember 1941

Rückzug der britischen Kommandoeinheiten

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 27. Dezember 1941: Seekrieg Nordmeer – Operation Archery: Britische Marinestreitkräfte und Commandos greifen wieder die Inseln Vägsöy und Malöy an. Die schwimmende Reserve auf dem Kreuzer Kenya kann nicht abgesetzt werden, da dieser von… mehr

Kriegstagebuch 26. Dezember 1941

Angriff britischer Kommando-Soldaten

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 26. Dezember 1941: Seekrieg Nordmeer: Britisches Kommandounternehmen gegen die Inseln Vägsöy und Malöy vor Norwegen. Schwarzes Meer: Russische Landungen zwischen dem 26. und 30. Dezember auf der Halbinsel Kertsch, um die Verteidiger von Sewastopol… mehr

Kriegstagebuch 25. Dezember 1941

Japanische Siegesparade Hong Kong

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 25. Dezember 1941: China FALL VON HONGKONG. Nordafrika BRITISCHE 8. ARMEE BESETZT BENGASI. Ostfront Guderian wird von Hitler entlassen, nachdem er gegen dessen ‘Halte-Befehl’ verstoßen hatte. mehr

Kriegstagebuch 24. Dezember 1941

Weihnachtsfest in Deutschland 1941

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 24. Dezember 1941: Pacific Philippinen: Japaner landen auf Jolo Island, welches bis zum 25. Dezember besetzt wird. Neutrale Vichy-Frankreich: Frei-französische Streitkräfte landen auf den winzigen Kolonial-Inseln St.Pierre und Miquelon vor Neufundland. mehr

Kriegstagebuch 23. Dezember 1941

US-Soldaten Philippinen

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 23. Dezember 1941: Pazifik Philippinen: Die US-Filipino-Streitkräfte beginnen mit ihrem Rückzug auf die Bataan-Halbinsel und erklären Manila zu einer ‘offenen Stadt’. mehr

Kriegstagebuch 22. Dezember 1941

Japanische Truppen stossen auf Manila vor

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 22. Dezember 1941: Pazifik Philippinen: Japanische Landung im Lingayen-Golf und der Lamon-Bucht mit anschließendem Vorstoß auf Manila von Norden und von Süden aus. Politik ERSTE KONFERENZ VON WASHINGTON: Churchill, Beaverbrook und die Stabschefs der… mehr

Kriegstagebuch 21. Dezember 1941

Sibirische Truppen gehen an Bord des Torpedokreuzers 'Tashkent'

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 21. Dezember 1941: Seekrieg Schwarzes Meer: Russische Kriegsschiffe transportieren zwischen dem 21. und 27. Dezember 10.000 Mann Verstärkung nach Sewastopol und beschießen die deutschen Stellungen vor der Stadt. Atlantik: Der Geleitflugzeugträger HMS Audacity wird… mehr

Kriegstagebuch 20. Dezember 1941

gesammelte Winterbekleidungsstücke für die Ostfront

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 20. Dezember 1941: Heimatfronten Deutschland: Goebbels ruft dazu auf, Wintersachen für die im tiefen Schnee und bei Temperaturen unter Null Grad an der Ostfront kämpfenden deutschen Landser zu spenden. Ostfront Hitler befiehlt den deutschen… mehr

Kriegstagebuch 19. Dezember 1941

Brauchitsch und Hitler

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 19. Dezember 1941: Heimatfronten Deutschland: Hitler entlässt den Oberbefehlshaber des Heeres von Brauchitsch und übernimmt von nun an persönlich den Oberbefehl über alle Militäroperationen. Südost-Asien Malaya: Die Briten räumen den Hafen von Georgetown auf… mehr

Kriegstagebuch 18. Dezember 1941

Schlachtschiff HMS Queen Elizabeth im Hafen von Alexandria

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 18. Dezember 1941: Seekrieg Mittelmeer – schwere Verluste der britischen Marine in der Nacht vom 18. auf den 19. Dezember: ‘Force K’ läuft in ein Minenfeld vor Tripolis, wobei der Kreuzer Netpune und der… mehr

Kriegstagebuch 17. Dezember 1941

Wo der deutsche Soldat steht ist Deutschland

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 17. Dezember 1941: Ostfront Belagerung von Sewastopol: ein zweiter deutsch-rumänischer Angriff vom 17. bis 31. Dezember zwingt die russische Garnison, sich auf die letzte Verteidigungslinie 8 km nördlich der Stadt zurückzuziehen. HITLER GIBT ‘HALTE-BEFEHL’… mehr

Kriegstagebuch 16. Dezember 1941

Russische Artillerie zieht in das an diesem Tag zurückeroberte Kalinin ein

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 16. Dezember 1941: Ostfront Russische Truppen erobern Kalinin nordwestlich von Moskau zurück. Seekrieg Pazifik: Das holländische Unterseeboot O.16 torpediert 4 japanische Transportschiffe im Golf von Siam. O.16 wird später in einem englischen Minenfeld vor… mehr

Kriegstagebuch 15. Dezember 1941

Wache vor dem Kreml

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 15. Dezember 1941: Seekrieg Mittelmeer: Der britische Kreuzer Galatea wird durch das deutsche U-Boot U 557 nördlich von Alexandria versenkt. mehr

Kriegstagebuch 14. Dezember 1941

Schlachtschiff 'Vittorio Veneto'

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 14. Dezember 1941: Seekrieg Mittelmeer: Das italienische Schlachtschiff Vittorio Veneto wird in der Strasse von Messina durch Torpedos des englischen Unterseebootes Urge beschädigt. mehr

Kriegstagebuch 13. Dezember 1941

Russische Infanterie in Wintertarnung

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 13. Dezember 1941: Ostfront Russland: STALIN BEFIEHLT EINE GROSSOFFENSIVE ENTLANG DER GESAMTEN FRONT. Seekrieg Mittelmeer: Die italienischen schnellen Kreuzer Alberico da Barbiano und Alberto di Giussano, voll beladen mit Benzinfässern für die italienischen Truppen… mehr

Kriegstagebuch 12. Dezember 1941

vor Moskau gefallen

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 12. Dezember 1941: Politik Rumänien: Die Regierung erklärt den USA den Krieg. Luftkrieg Deutschland: 43 RAF-Bomber greifen Köln an und werfen 58 t Bomben ab. mehr