Bilder 2. Weltkrieg

Fotos eines Soldaten der Wehrmacht 1939-1945

Fotos eines Soldaten der Wehrmacht 1939-1945

Fotos eines Soldaten der Wehrmacht 1939-1945.

Luftfeldpost-MarkeEinzigartige und noch nie veröffentlichte Fotos aus dem Zweiten Weltkrieg, welche der Großvaters des Autors dieser Webseite während seiner Dienstzeit in der Wehrmacht in Deutschland, während der Seetransporte, in Norwegen, Estland und Polen zwischen 1939 und 1945 aufgenommen hat.

Willi Helmas diente in der 214. Infanterie-Division (Wehrkreis IX, Kassel), welche am 26.08.1939 als Division der 3.Welle durch den Landwehr-Kommandeur Theodor Groppe aufgestellt wurde. Ersatz stellte das Inf.Ers.Btl.367 aus Hanau, in der Nähe seines Wohnortes Frankfurt.

Da er über ein eigenes Motorrad mit Beiwagen verfügte, wurde er zusammen mit diesem als Kradschütze und Melder eingezogen. Da er zudem im zivilen Beruf KfZ-Mechaniker war, tat er Dienst bei der Werkstatt-Kompanie der 214.Infanterie-Division. Im letzten Kriegsjahr, an der Ostfront, musste er auch als Kradmelder und Frontsoldat im Schützengraben kämpfen.


Willi Helmas

Willi Helmas
* 04.07.1905 – Braunau am Inn, Österreich
† 05.09.1985 – Schöneck (Hanau), BR Deutschland

Die 214. Infanterie-Division befand sich von September 1939 bis Januar 1940 am sogenannten Westwall in der Saarpfalz bei der 1.Armee in der Heeresgruppe C, welche mit Sicherungsaufgaben gegen Frankreich beauftragt war.
Vermutlich wegen politischer Unzuverlässigkeit (Divisionsbefehl zur Verhinderung von Ausschreitungen gegen Juden mit Waffengewalt, Widerstand gegen SS-Befehle und Konflikt mit Himmler) wurde die Division dort abgezogen und der Divisionskommandeur abberufen (später unehrenhaft entlassen, nach dem Stauffenberg-Attentat verhaftet und sollte noch im April 1945 hingerichtet werden).

Im April 1940 nahm die Division am Unternehmen Weserübung teil und landete bei Kristiansand in Norwegen. Anschliessend bestand die Aufgabe darin, die Küste um Sorlandet zu sichern.

Im Januar 1941 wurde die Division nach Adger/Rogaland bei Stavanger in West-Norwegen verlegt.

Im Jahre 1942 und 1943 wurden bis zu 2/3 der Division bei der 20.Gebirgs-Armee in Lappland eingesetzt.

Aufgrund der kritischen Lage im Nordsektor der Ostfront, wo die Russen den deutschen Belagerungsring um Leningrad durchbrochen hatten, wurde die Umgliederung der 214.Infanterie-Division zum Einsatz an der Ostfront im Januar 1944 befohlen. An der Narwa-Front in Estland kam sie im März 1944 zum Einsatz.

Kurz darauf verschlechterte sich auch die Lage in Galizien, sodaß die Division im April 1944 zur 4.Panzerarmee der Heeresgruppe Nord-Ukraine nach Kowel verlegt wurde. Bis zum August 1944 wurde die deutsche Front bis an die Weichsel zurückgedrängt. Bis zum Oktober überschritten die Russen die Weichsel und die Division befand sich am russischen Baranow-Brückenkopf.

Diese exponierte Stellung wurde bis zum Januar 1945 verteidigt. In der darauf folgenden großen russischen Winteroffensive befand sich die 214.Infanterie-Division mitten im russischen Angriffszentrum in der Schlacht im großen Weichselbogen (12.-15.1.1945) und wurde beiderseits überflügelt und zerschlagen.

Uns ist alles einerlei

Uns ist alles einerlei – in 10 Tagen ist’s vorbei !

Nur ein kleiner Teil der Soldaten konnte der Vernichtung entkommen und sollte in einem Bataillon in Schlesien, als Teil der Heeresgruppe Mitte, zur Wiederaufstellung der Division verwendet werden. Dazu ist es jedoch vor Kriegsende nicht mehr gekommen.

Mein Großvater geriet am 30.April 1945 in Kriegsgefangenschaft durch Soldaten der 2.polnische Armee, nur elf Tage bevor auch die letzte Heeresgruppe Mitte (Feldmarschall Schörner, gilt als der brutalste von Hitlers Generälen und wurde später wegen illegalen Todesurteilen an deutschen Soldaten verurteilt) in Böhmen kapitulierte und der 2. Weltkrieg in Europa beendet war.

Deutsche Feldpost Briefmarkebutton-goEr kam im Juli 1947 wieder zurück.


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