Infanterie

Infanterie-Waffen im 2. Weltkrieg

Britische Infanterie im Gefecht in Frankreich.

Geschichte, Daten und Bilder von Infanterie-Waffen der Wehrmacht, Russlands, USA, Englands, Italiens und Japans im 2. Weltkrieg.

Die Infanterie

In jeder Armee der Welt wird ein neuer Soldat immer mit der grundlegenden Benutzung eines Gewehres ausgebildet, unabhängig von seinen späteren Aufgaben. Während des 2. Weltkrieges traf das genauso zu wie heute, wenn auch eine ganze Anzahl unterschiedlicher Handfeuerwaffen verwendet wurden, an denen die einzelnen Soldaten ausgebildet wurden.
Je nach Armee konnte der einzelne Soldat im 2. Weltkrieg einen altertümlichen Karabiner oder einen brandneuen Selbstlader nach dem neusten Stand der Technik erhalten.

Am Ende der Skala waren Zylinderschloß-Gewehre, welche schon lange vor dem Ersten Weltkrieg verwendet wurden, und am anderen Ende waren die neuen selbstladenden, automatischen Gewehre, welche zu dem führten, was wir heute als Sturmgewehre kennen. Von letzteren gab es bei Beginn des 2. Weltkrieges noch überhaupt keine als Standardwaffe in den verschiedenen Armeen, aber mit der Dauer wurden die ersten von ihnen eingeführt.
Diese automatischen Gewehre gaben dem Infanteristen eine wesentlich größere Feuerkraft, aber erst 1943 erschien das erste Sturmgewehr. Es war ein Quantensprung von der langsamen und stetig nachzuladenen Einzelschuss-Waffe zum vollautomatischen Feuer, das schnell geschätzt wurde. Die Zylinderschloß-Gewehre waren zwar zumeist solide und zuverlässige Waffen, verfügten aber nicht den Schock-Effekt eines Sturmgewehres mit vollautomatischen Feuer.

Im 2. Weltkrieg erfolgte die Veränderung des Infanteristen. Zu Beginn des Krieges war alles was er hatte, ein einschüssiges Zylinderschloß-Gewehr eines zwar bewährten, aber alten Musters. Doch mit der Zeit erhielt jeder Soldat zumindest einen Vorgeschmack darauf, wie seine Rolle in der Zukunft durch das Sturmgewehr verändert werden würde.

Natürlich gab es auch einige merkwürdige Abweichungen von diesem heutigen Standard, so der etwas kraftlose US Karabiner M1 und auf der anderen Seite das geniale, aber zu komplizierte deutsche Fallschirmjäger-Gewehr FG 42. Und einige Nationen, wie zum Beispiel England, machten überhaupt keine Versuche das Zylinderschloß-Gewehr zu ersetzen und benutzten das Lee Enfield Gewehr den ganzen Krieg über.

Die Ausrüstung der Infanterie-Division der Wehrmacht

Deutsches schweres Maschinengewehr beim Afrikakorps.

Die wichtigste Einheit in der Wehrmacht war die Division, von der fünf Basistypen existierten: Infanterie-Division, motorisierte Infanterie-Division, Panzer-Division, Leichte Division und Gebirgsdivision.

Infanterie-Divisionen wurden in Wellen aufgestellt und die Divisionen jeder Welle variierten bis zu einem gewissen Grad in Umfang, Organisation und Ausrüstung, abhängig von ihrem vorgesehenen Verwendungszweck und der Verfügbarkeit von Männern und Material. Die 35 Divisionen, welche die ursprünglich erste Welle der Wehrmacht bildeten, hatten eine Stärke von jeweils nahezu 18.000 Mann, während die der nächsten Welle 15.000 Mann stark waren. Divisionen der dritten und vierten Welle hatten wesentlich weniger Artillerie-Unterstützung als die vorhergehenden Formationen.

Die Infanterie-Division der Wehrmacht bestand aus drei Infanterie-Regimentern von jeweils etwa 3.000 Mann und einem Artillerie-Regiment sowie zusätzliche Unterstützungseinheiten. Im Gegensatz zu der Praxis in den meisten anderen Armeen, galten Pioniere und die Aufklärungseinheit als Kampfeinheiten, und führten oft mit ihrer hervorragenden Ausstattung aus Flammenwerfern und Panzerabwehrkanonen den Angriff an.
Die Abteilung war eine Einheit unterschiedlicher Stärke, zwischen dem Regiment und der Kompanie, Batterie oder Zug.
Ein weiteres Merkmal der Wehrmacht war die Dezentralisierung der schweren Waffen, sodaß jedes Regiment seine eigene Panzerabwehr- und Infanteriegeschütz-Kompanie hatte.

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Das Infanterie-Regiment hatte seinen eigenes Hauptquartier mit Stab, Fernmeldern, Fahrrad- und Pionier-Zug. Im Infanterie-Bataillon waren drei Gewehr-Kompanien (etwa 180 Mann bewaffnet mit Schusswaffen und mit einem Panzerabwehr-Zug), eine Maschinengewehr-Kompanie mit drei Maschinengewehr-Zügen (jeweils 12 Mann mit zwei schweren Maschinengewehren) und ein schwerer Granatwerfer-Zug mit drei Abteilungen zu je 19 Mann und zwei 8,1 cm Granatwerfer. Die Aufteilung des Bataillons in einer Maschinengewehr- und drei Gewehr-Kompanien wurde nur in den Divisionen der ersten Welle angewendet, bei den nachfolgenden Wellen gab es vier gemischte Kompanien.

Deutsche Stahlhelme des 2. Weltkrieg: links ein Tropenhelm, rechts der allgemein bekannte Stahlhelm Modell 1940.

Die Feuerkraft des Regiments zusätzlich zu den Schusswaffen der Infanteristen war wie folgt: 26 schwere Maschinengewehre, 85 leichte/mittlere Maschinengewehre, 18 x 8,1 cm Granatwerfer, 27 x 5 cm Granatwerfer, 12 x 3,7 cm Panzerabwehrkanonen, 6 x 7,5 cm Infanterie-Geschütze, 2 x 15 cm schwere Infanterie-Haubitzen.

Das Artillerie-Regiment war in drei Feldartillerie-Abteilungen gegliedert, jede mit drei Batterien aus jeweils vier 10,5 cm Feldhaubitzen. Die mittlere Artillerie-Abteilung gehörte ursprünglich nicht zur Division und war dieser nur angegliedert, wurde aber später fester Bestandteil des Artillerie-Regiments.

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