Fokker D.VIII

Deutsches ReichFokker D.VIII, letzter deutscher Jäger im Ersten Weltkrieg.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder.

Fokker E.V (D.VIII)

Fokker E.V (D.VIII) von Jasta 6 in Bernes an der Westfront im August 1918.

Fokker D.VIII (E.V)
Typ: Jagdflugzeug.

Geschichte

Rheinhold Platz entwarf und baute mehrere Schulterflügel-Eindecker von Ende 1917 an. Sein erstes Flugzeug mit Sonnenschirm-Flügeln waren die von einem Kreiselmotor angetriebenen V.26 und V.28 und die mit einem Stationärmotor bestückte V.27, welche im zweiten Jagdflugzeug-Wettbewerb bei Adlershof im Mai und Juni 1918 teilnahmen.

Von einem erfrischend einfachen Entwurf, hatten die Flugzeuge einen einteiligen Freischwinger-Flügel und das Zwillings-Spandau-Maschiengewehr war direkt vor dem Piloten im Cockpit montiert.
Nach dem Ergebnis der Flugwettbewerbe bei Adlershof wurde der V.26/V.28-Entwurf zur Produktion angenommen und ein Anfangsauftrag von vierhundert unter der Eindecker-Bezeichnung E.V bestellt.

Es war vorgesehenen, entweder den 145-PS-UR.III oder den 200-PS-Goe.III-Motor zu verwenden, aber da diese nicht in ausreichender Anzahl verfügbar waren, hatten die frühen E.V entweder den von Thulin nachgebauten Le Rhone oder Oberursel-UR-II-Motor mit 110 PS.
Mit dem einzigen Unterschied der mehr abgerundetenFlügelspitzen, welche geringfügig die Spannweite erhöhten, begann die Auslieferung der E.V ab Juli 1918.

Im August traten jedoch bei Jasta 6, eine der ersten Einheiten, welche die E.V erhalten hatten, drei schwerwiegende Flugunfälle wegen Flügelversagens auf und es sah so aus, als die Probleme der Fokker Dr.I nun auch wieder bei der E.V auftreten würden.
So wurden etwa sechzig Flugzeuge bis zur Aufklärung des Sachverhaltes zurückgehalten, welche letztlich Rheinhold Platz Entwurf nicht als Ursache feststellte. Der Fehler lag in der schlechten Verarbeitung und der Verwendung von ungeeigneten Bauholz bei der Herstellung durch den Unterauftragnehmer, welcher die Flügeleinheiten bauten.

Mit der Wiederaufnahme der Produktion im September 1918 wurde der Jäger zu Fokker D.VIII umbenannt und erreichte die Fronteinheiten gegen Ende Oktober 1918. Dies war zu spät, um noch größere Einsätze zu sehen und seinen Wert unter Beweis zu stellen. Aber die wenigen Einsatzberichte lassen darauf schließen, daß der Jäger gut flog und eine bessere Manövrierfähigkeit als die Fokker D.VII hatte und diese wahrscheinlich bei einer längeren Dauer des Krieges abgelöst hätte.

Fokker D.VIII

Fokker D.VIII

Wenn auch nur achtundfünfzig E.V bzw D.VIII sich am 1. November 1918 bei Jastas und einige bei Marinejäger-Einheiten an der Front befanden, sieht es doch so aus, daß der vollständige Auftrag von vierhundert Stück erfüllt worden war. Davon bildeten zwanzig Fokker D.VIII einen Teil von Anthony Fokker berühmten Rettungsunternehmen, wo er Flugzeugbauteile und Motoren nach Holland schmuggelte. Einige der Flugzeuge wurden für mehrere Jahre bei den holländischen Luftstreitkräften eingesetzt, wofür sie schließlich den 145-PS-UR.III-Motor erhielten.

Eine geringe Anzahl von Fokker D.VIII gingen als Kriegsbeute an Großbritannien, Frankreich, Italien und die Vereinigten Staaten von Amerika. Andere erhielt die neue polnische Luftwaffe, wo sie wieder ab Anfang in 1919 gegen die ukrainischen und roten Truppen eingesetzt wurden. Auch Japan erhielt einiger der Maschinen.

In dem letzten Wettbewerb des Krieges bei Adlershof im Oktober 1918 wurde wieder ein Prototyp eines Jägers mit Sonnenflügel der Gewinner der Ausschreibung, die V.29. Diese basierte auf der Zelle der Fokker D.VII und wurde durch einen 185-PS-BMW-IIIa-Motor angetrieben.

Benutzer: Deutsches Reich.


Spezifikationen Fokker D.VIII (E.V)

Spezifikationen
Spezifikationen Fokker D.VIII
Typ Einsitziger Jäger
Besatzung 1
Antrieb 110 PS Oberursel UR.II Rotationsmotor
Spannweite 8,40 m
Länge 5,86 m
Höhe 2,60 m
Flügelfläche 10,70 m²
Leergewicht 405 kg
Startgewicht 562 kg
Höchstgeschwindigkeit 185 km/h in Meereshöhe (max. 204 km/h)
Steigleistung 10 Minuten 45 Sekunden auf 4.000 Meter
Dienstgipfelhöhe 6.300 m
Reichweite 1,5 Stunden Flugdauer
Bewaffnung 2 starre 7,92mm-LMG 08/15-MG auf der Nase, synchronisiert um durch den Propellerkreis zu schiessen
Zuladung -
Erstflug Mai 1918
Produktionsbeginn Juli 1918
Truppenlieferung Ende Oktober 1918
Endlieferung Ende 1918 oder Anfang 1919
Produktion ca. 400
 Fokker D.VII

Die Fokker D.VIII mit guter Leistung und überagender Manöverierfähigkeit.

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