Fallschirmjägergewehr 42

Deutsches Fallschirmjägergewehr 42 (FG42, FjG42) Teil II.

hier zu Teil I: FG 42 (Fallschirmjägergewehr 42)


Animation 3d-Modell Fallschirmjägergewehr 42

Herstellung und Einsatz des Fallschirmjägergewehr 42

Beim Fallschirmjägergewehr 42 wurden die meisten Teile aus Blech gestanzt. Die ersten Modelle hatten neben einer Mündungsbremse auch ein einklappbares Zweibein sowie ein Bajonett, das in einem Bügel drehbar eingebaut war.
Die Waffe war zwar billig beim Material und revolutionär entworfen, war jedoch nur aufwändig und mit vielen Arbeitsschritten herzustellen.

Deshalb wurde nur eine relativ kleine Anzahl hergestellt – die meisten Quellen zitieren 7.000 Stück – da sich während der Entwicklung die Prioritäten ständig verändert hatten.
Davon sollen etwa 2.000 bios 2.100 Exemplare vom ersten Modell E produziert worden sein. Anschließend wurde bei der Version F das Zweibein weiter vorne befestigt und zusätzliche Vereinfachungen eingeführt. Bei der anschließenden Ausführung G wurde ein einfacher Holzschaft verwendet und der Pistolengriff wurde durch eine mehr orthodoxe Komponente ersetzt. Von den Modellen F und G wurden etwa weitere 5.000 Exemplare bis Kriegsende hergestellt.

Die Luftlandung auf Kreta, wo der Einsatz dieser Waffe sinnvoll gewesen wäre, hatte auch gezeigt, daß solche Operationen zu kostspielig waren um öfters wiederholt zu werden, und so verbrachten die Luftlandetruppen den Rest des Krieges zumeist als herkömmliche Bodentruppen, wenn auch mit hoher militärischer Leistungsfähigkeit aufgrund ihrer langen und hervorragenden Ausbildung.
Zudem wurden die meisten Waffenfabriken vom Heer kontrolliert, welches zögerlich war, Produktionskapazitäten für Waffen abzuzweigen, welches es als überflüssig ansah. Schon die Entwicklung mußte bei der Firma Rheinmetall-Borsig in Auftrag gegeben werden, da diese zu diesem Zeitpunkt zu den ‘Reichswerken Hermann Göring’, dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe, gehörten.

Fallschirmjäger mit einem frühen 'E-Modell' des FG42-Sturmgewehr

Nachdem die Alliierten das historische Kloster von Monte Cassino am 15. Februar 1944 zerbombt hatten, wurde es von deutschen Truppen besetzt und die Trümmer boten hervorragende Verteidigungsmöglichkeiten. Hier ist ein Fallschirmjäger mit einem frühen ‘E-Modell’ des FG 42-Sturmgewehr (2.100 Stück gebaut) in Stellung gegangen, um aus einem Fenster das Feuer eröffnen zu können.

Angeblich soll das FG 42 erstmals bei der Befreiung Mussolinis im September 1943 eingesetzt worden sein.
Anschließend wurde es von den Fallschirmjäger-Einheiten – den bei den Alliierten gefürchteten ‘Grünen Teufeln’ – in den Kämpfen um Monte Cassino in Italien verwendet.

Das Fallschirmjägergewehr 42 stellte sich als so erfolgreich heraus, daß die Bodeneinheiten der Luftwaffe ständig mehr Waffen davon forderten, was aufgrund der Schwierigkeiten bei der Herstellung kaum möglich war.

Die Mehrzahl der Waffen wurde an Einheiten an der Westfront ausgegeben, wo auch eine große Anzahl durch alliierten Truppen 1944 erbeutet wurden, was zu der Spekulation Anlaß gab, daß es in größerer Zahl vorhanden sein mußte, als es tatsächlich produziert wurde.

Das Fallschirmjägergewehr 42 war trotz allem seiner Zeit weit voraus und nach dem 2. Weltkrieg wurden viele seiner Eigenschaften und Ideen bei anderen Entwürfen verwendet und sind bis heute bei vielen modernen Sturmgewehren enthalten.

Benutzer: Deutschland (Luftlandetruppen).


Bilder Fallschirmjägergewehr 42


Video vom Schiessen mit dem Fallschirmjägergewehr 42

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