Chinesische Luftwaffe, Marine, Kommunisten

Chinesische Luftwaffe

Piloten der Fliegenden Tiger rennen zu ihren Maschinen.

Piloten der Fliegenden Tiger rennen zu ihren Curtiss P-40 Jagdflugzeugen.

In den 30er Jahren wurde die chinesische Luftwaffe weitgehend aus ausländischen Freiwilligen gebildet. Zuerst waren es Amerikaner, dann Italiener. 1937 war die Stärke der Luftwaffe etwa 500 Maschinen, aber nur wenige von ihnen waren brauchbar und wurden von den Japanern in den Luftkämpfen des Jahres 1937 zerstört.
Tschiang Kai-schek und seine Frau, Madame Tschiang, suchten nach weiterer ausländischer Hilfe, um eine internationale Streitmacht zur Bekämpfung der Japaner aufzustellen. Als erstes wurde eine internationale Staffel aus Piloten verschiedener Nationen, vor allem Engländern, Amerikanern und Holländern, gebildet. Sie hatte nur 36 Flugzeuge und wurde 1938 vernichtet. Diese internationale Staffel wurde ersetzt durch sechs russische Staffeln, zwei aus Bombern und vier aus Jägern, welche nach einer Klausel des chinesisch-sowjetischen Nichtangriffspaktes von 1937 zur Verfügung gestellt wurden. Die russischen Verbände waren völlig eigenständig und hatten ihre eigene Versorgung und Bodenpersonal. Dies erlaubte der chinesischen Luftwaffe sich im Norden und um Kunming herum neu zu organisieren. Die Russen schickten der chinesischen Luftwaffe 400 Flugzeuge und richteten eine Reihe von neuen und effizienten Flugschulen ein. Der Kern der chinesischen Luftwaffe wurde weitgehend russisch geschult.

Obwohl effizient, war der russische Beitrag zu klein, um eine umfassende Luftverteidigung von China zu ermöglichen, und im Januar 1939 suchte Madame Tschiang nach umfangreichen japanischen Luftangriffen auf Tschungking nach Verstärkungen. Die American Volunteer Group (AVG: amerikanische Freiwilligen-Gruppe) war bereit in die Bresche zu springen. Im Oktober 1940 wurde Generalmajor Mao Pang-tzo, der Direktor der Operationsabteilung der chinesischen Luftwaffe, in die Vereinigten Staaten geschickt, um Flugzeuge zu kaufen. Obwohl die 650 wollten, bekamen sie schließlich 100 Curtiss P-40, welche die Engländer nicht haben wollten. Die Rekrutierung der Piloten aber war viel schwieriger. US-General Chennault stimmte zwar begeistert zu, die AVG zu führen. Um die amerikanischen Neutralitäts-Akte zu umgehen, wurden zwei Unternehmen als Strohfirmen gegründet, die Central Aircraft Manufacturing Company (CAMCO) und die China Defence Supplies. Alle AVG-Rekruten wurden Angestellte der CAMCO, und General Chennault wurde als ihr Vorgesetzter ernannt. Im Juni 1941 bestand die AVG aus 100 Piloten und 150 Mechanikern. In darauf folgenden Monat wurden der AVG 269 neue Jäger und 66 Bomber zugeteilt und es wurde geplant eine zweite Gruppe mit Hudson-Bomber aufzustellen, dem aber der Kriegseintritt der USA nach Pearl Harbor zuvorkam.


Chinesische Marine

Nach westlichen Standards war die chinesische Maine im Jahr 1937 sehr klein und bestand aus 59 Schiffen. Die größten Schiffe waren sechs leichte Kreuzer, von denen keiner 3600 Tonnen überschritt. Unterstützt wurden diese durch 30 Kanonenboote und einer bunten Mischung aus 23 andern Booten und Transportschiffen.
Die meisten von ihnen waren leichte Opfer für japanische Bomben und Artilleriefeuer und wurden im Jangtse, in Schanghai, Tsingtao und Kanton während der Kämpfe im Jahre 1937 versenkt. Einige Schiffe, welche gestrandet waren, wurden von den Japanern geborgen und repariert, jedoch hatte damit die chinesische Marine aufgehört zu existieren.


Kommunistische Streitkräfte

In Nord-China waren die kommunistischen Streitkräfte von Mao Tse-tung der wesentliche Gegner der Japaner. Jedoch wie die Nationalisten zogen sie es vor, den Kampf auf einem möglichst niedrigen Niveau zu führen, um ihre Kräfte für den noch kommenden Kampf um die Herrschaft über China aufzusparen. Nach Pearl Harbor sahen sie es als beschlossene Sache an, daß die Niederlage Japans unvermeidlich war, und außerdem war die größte kommunistische Offensive im Jahr 1940, als der ‘Hundert-Regimenter-Feldzug’ bezeichnet, sehr verlustreich.

Nach den Verlusten des ‘Langen Marsches’ hatten die Kommunisten von ihrer neuen Basis von Yenena aus im Jahre 1936 mit Operationen gegen die Nationalisten begonnen. Jedoch wurde schon im Jahr 1937 ein Waffenstillstand vereinbart, um der japanischen Agression gemeinsam entgegenzutreten. Aus den drei kommunistischen Frontarmeen unter Chu Teh wurde die 8.Armee mit einer offiziellen Stärke von 45.000 Mann, welche aber wahrscheinlich zusammen mit den Guerillas 80.000 Kämpfer stark war.
Die grundlegende Organisation war einheitlich nach diesem Standard: drei Trupps (jeder zwischen 10 und 16 Mann) bildeten einen Zug, drei Züge eine Kompanie (mit Verwaltungseinrichtungen etwa 120 Mann stark), drei Kompanien ein Batallion, drei Batallione ein Regiment, drei Regimenter eine Division und drei Divisionen eine Armee.
Unterstützungswaffen war alles, was auch immer verfügbar war, und bei den kommunistischen Streitkräften herrschte einen erschreckenden Mangel an Maschinengewehren und Artillerie.
Trotzdem war der Zusammenhalt dieser schlecht ausgerüsteten Armee enorm. Oft mit nur wenig Ausrüstung und schwerer Bewaffnung versehen, machten die Kommunisten dies mit der Disziplin ihrer Organisation wett.

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