Call of War – Weltkrieg

‘Weltkrieg’ ist das große Szenario des F2P-Spiels Call of War auf dem ganzen Globus mit bis zu 100 Spielern, Allianzen und rund 2.000 Provinzen.

Strategische Ausgangslage im südlichen Afrika und Indischen Ozean in Call of War ‘Weltkrieg’

Nach dem Test der Standard-Partie von Call of War war der Entschluss nicht weit, auch einmal das ‘ganz große Weltkriegs-Szenario’ auszuprobieren.

Hier versprach ich mir den Vorteil, dass durch die große Anzahl von Spielern – 100 zu Beginn der Partie an Tag 1 – und der großen Räume – die ganze Welt mit rund 2.000 Provinzen – eine interessante Partie entstehen würde.

Um nicht gleich zu Beginn so leicht überfallen zu werden, habe ich mich auch nach einem passenden Eiland umgeschaut und die Insel Madagaskar vor der afrikanischen Ostküste im Indischen Ozean für mich entdeckt.
Die Ausgangslage an Tag 1 mit Truppenverteilung und den Provinzen stellte sich wie folgt dar:

Ausgangslage auf Madagaskar an Tag 1 bei Call of War ‘Weltkrieg’.

In Call of War ‘Weltkrieg’ gibt es zu Beginn auch einige Staaten, welche vom Computer – der künstlichen Intelligenz – gesteuert werden und deshalb gleich zu Beginn unter Kontrolle gebracht werden sollten. Direkt vor der Haustür auf dem gegenüberliegenden Festland befand sich Moçambique, welches nur aus sieben Provinzen besteht, von der KI geführt wird und daher relativ schwach ist. Bevor dessen Nachbarn die gleiche Idee haben werden, landeten daher die ersten Stoßtruppen aus Madagaskar bereits am zweiten Tag dort an, während der westliche Nachbar auch schon mit Panzerwagen einmarschierte.

Die Invasion auf dem afrikanischen Festland.

Bereits an Tag 3 hatten meine Truppen den Großteil von Moçambique unter ihre Kontrolle gebracht.

Eroberung des Großteils von Moçambique am dritten Tag.

Nun ergab sich in Call of War ‘Weltkrieg’ eine besondere Eigenschaft. Die Spieler können und müssen faktisch Allianzen gründen und am besten einem lokalen Bündnis beitreten. Wer das nämlich nicht tut, ist Freiwild für diese Allianzen-Spieler, welche sich rigoros alle anderen Gebiete in der Region unter den Nagel reißen.
Auch Madagaskar trat bereits jetzt schon einer afrikanischen Allianz bei und schon an Tag 4 begann der Einmarsch in den Ländern der anderen Spieler, oder welche bereits gar nicht groß in das Spiel eingestiegen sind und ab diesem Tag von der KI verwaltet werden.

Dies ist eine eigentlich unschöne Eigenschaft des Spiels, da es alle Spieler in Allianzen zwingt und Abhängigkeiten erzeugt. Zwischenzeitlich wurde dies für neue ‘Weltkrieg’-Parteien deutlich entschärft, da nur maximal fünf Spieler eine Allianz bilden können.

Hier bei der Partie mit Madagaskar war deshalb praktisch noch halb Afrika in einer riesigen Allianz vereint, die den Rest des Kontinents so schnell als möglich unter sich aufteilte. So erfolgte schon an Tag 4 die Eroberung von Tansania durch die Truppen Madagaskars.

Einmarsch in Tansania an Tag 4.

In der nächsten Phase waren dann die Mitglieder der eigenen Allianz dran, welche zwischenzeitlich von der KI geführt wurden, weil sie einige Zeit sich nicht in das Spiel eingeloggt hatten. Dann verlässt diese Nation nämlich die Allianz und kann angegriffen werden, während sich die Mitglieder gegenseitig nicht den Krieg erklären können. Allerdings kann der Führer der Allianz einzelne Mitglieder auch wieder hinauswerfen, welche dann schnell zu ‘Haifisch’-Futter werden.
Der Führer einer Allianz ist gewöhnlich derjenige Spieler, welche diese gegründet hatte. Sollte dieser ausscheiden, kann aber ein anderes Mitglied die Führung übernehmen.
Hier sieht man schön, wie an Tag 8 die Aufteilung der zwischenzeitlich von der KI geführten Allianzmitglieder erfolgt, wie in Äthiopien. Madagaskar hat sich nun schon bis ans Horn von Afrika ausgebreitet.

Tag 8: Einmarsch im Somalia und Kampf gegen Äthiopien.

Während die Truppen Madagaskars im Norden beschäftigt waren, griff das ebenfalls ehemalige Allianz-Mitglied Südafrika meine Gebiete im Süden an und überrannte zahlreiche davon. Der Spieler aus Südafrika war ebenfalls aus der Allianz geflogen, weil er eine Zeitlang sich nicht eingeloggt hatte, kehrte dann aber zurück und startete einen Gegenangriff. Am Tag 13 läuft hier gerade die Rückeroberung dieser Gebiete.

Tag 13: Rückeroberung von an Südafrika verlorene Provinzen.

Anschließend trat wieder Friede mit Südafrika ein und der Spieler wurde wieder in die Allianz aufgenommen. Allerdings machte kurze Zeit später das Gerücht die Runde, dass dieser als ‘Maulwurf’ für die südamerikanische Allianz aktiv war. Und da ein Allianz-Mitglied alle anderen, verbündeten Truppen auf der Karte und auch deren Aufklärungsergebnisse sehen kann, besteht natürlich die Gefahr, dass er diese Informationen an feindliche Allianzen weitergeben kann.
Deshalb erfolgt ab Tag 22 der Angriff auf Südafrika, welches dabei unseren wenig begnadeten Allianz-Führer aus Angola aus dem Spiel warf. Deshalb war der Feldzug langwierig, schwierig und verlustreich, da ich in Madagaskar zwischenzeitlich voll auf den Ausbau der Wirtschaft und Infrastruktur gesetzt und weniger Truppen aufgestellt hatte.
Hier ist die Lage an der Grenze zu Südafrika, wo selbst die Flotte Madagaskars aushelfen musste. Feindliche Verbände sind rot umrandet.


Tag 22: Beginn des Angriffs auf den ‘Verräter’ Südafrika.

Mithilfe des Kongo konnten die Truppen Madagaskars Südafrika und Angola erobern und das Staatsgebiet in Afrika sah wie folgt aus. Das mächtigste Reich des Spiels, Turkestan (grüne Farbe), welches halb Asien beherrschte, griff an Tag 29 unsere Allianz in Europa und im Nahen Osten an.
Dies geschah wahrscheinlich deshalb, da kurze Zeit später Atomwaffen und Langstreckenraketen verfügbar werden und die turkmenische Hauptstadt von Gebieten der Allianz in Reichweite lag. Leider hatte sich unser Spieler aus dem Kongo auf diese Möglichkeit nur mangelhaft vorbereitet, sodass seine Gebiete im Mittleren Osten rasant überrannt wurden und Madagaskar schnell wieder in vorderster Front war.

Tag 29: Angriff von Turkestan auf die Allianz.

An Tag 30 entwickelten sich heftige Seegefechte am Eingang zum Roten Meer, während die Truppen Madagaskars schnell Stellungen am Horn von Afrika bezogen und auch in den Jemen übersetzten.

Tag 30: Heftige Seegefechte und Anmarsch der Truppen Madagaskars am Horn von Afrika.

Offensichtlich hatte der Spieler von Turkestan die Zähigkeit unserer Allianz unterschätzt und so gab er nach kurzer Zeit auf und überließ der KI das Schicksal seines Landes. So gelang den Truppen Madagaskars die Eroberung von Südarabien und des Großteils von Indien, sowie die Besetzung der Gebiete des ebenfalls durch die Krise ausgeschiedenen Allianz-Mitgliedes Angola im Hinterland.

Tag 36: nach dem Sieg über Turkestan.

Nachdem Turkmenistan aufgeteilt war, wobei sich die östlichen Landesteile die asiatische Allianz einverleibt hatte, entschieden sich Mitglieder unserer Allianz, diese anzugreifen. Obwohl Madagaskar wiederum mit dem Ausbau der eigenen Provinzen beschäftigt war und weniger Truppen aufstellte, war es natürlich gezwungen, die Verbündeten zu unterstützen und setzte alle vor Ort verfügbaren Streitkräfte ein, darunter auch Raketen.

Tag 45: neuer Krieg in Asien.

Und natürlich griff der Gegner wiederum die noch nicht ausreichend verstärkten Truppen Madagaskars an und brach tief in dessen Gebiete in Südost-Asien ein, während Verstärkungen per Luft und über See aus Afrika herangeführt werden mussten.

Tag 46: Tiefer feindlicher (blauer) Einbruch in Indien.

Nach dem Eintreffen ausreichender Verstärkungen konnte die Armee Madagaskars, zusammen mit den Verbündeten, bis Tag 50 wieder fast alle Gebiete zurückerobern und weiter in Richtung Südostasien vordringen, bis auch dieser Gegner besiegt war.

Tag 50: Vormarsch nach Südost-Asien.

Und ab Tag 65 wiederholte sich hier schon mehrmals beschriebene Geschichte, daß der nächste Gegner Khabarovsk tief in die Gebiete von Madagaskar in Südost-Asien eindringen konnte, da ein neuer Krieg ausgebrochen war, bevor ausreichende Verteidigungsmaßnahmen umgesetzt werden konnten.

Tag 65: Überfall durch Khabarovsk von China und Australien aus (dunkelviolett).

Trotz des Chaos gelang es wieder, auch diesen Gegner zu besiegen und bis auf Südamerika hielt unsere Allianz bald alle Gebiete der Welt besetzt und gewann die Partie.

Fazit

Obwohl die Partie lange andauerte und abwechslungsreich mit einer großen Anzahl von Gegnern war, hat mich doch die Vielzahl der Provinzen, die es zu verwalten und verteidigen gilt, etwas übermannt. Auch wird man von den Ereignissen und Aktionen einiger sehr umtriebiger Allianz-Mitglieder doch sehr vor sich hergetrieben, sodass der eigene Rhythmus und die Spielweise etwas litt. Zum Glück sind die Größen der Allianzen nun auf 5 Mitglieder beschränkt worden, sodass es zum einen eine Vielzahl davon gibt und der eigene Einfluss auf das Spielgeschehen größer geworden ist.

Das gigantische ‘Weltkrieg’-Szenario ist daher nur etwas für Spieler mit genügend Zeit für die Details und welche gerne in der Gruppe agieren und kommunizieren.

Teste und spiele Call of War hier:

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Veröffentlicht von
Kretaner
Stichwörter: call of war

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