8. JULI 1914 (MITTWOCH)

KuK-Generalstabschef Hoetzendorf

Franz Graf Conrad von Hötzendorf (links) war seit 1900 Chef des Generalstabs der österreichisch-ungarischen Armee. Er glaubte, die Einheit der Monarchie nur durch einen Präventivkrieg sichern zu können.

POLITIK: ÖSTERREICH-UNGARN
Der deutsche Botschafter in Wien besteht gegenüber dem österreichischen Außenminister Berchtold auf die Notwendigkeit für einen energischen Angriff auf Serbien, noch bevor Russland eingreifen kann. Ein österreichischer Offizieller spricht zum italienischen Botschafter: ‘Wir sind uns völlig eins mit Berlin … sie geben uns vollständige Rückendeckung gegenüber Russland.’
Berchtold bittet den Generalstabschef Hötzendorf und Kriegsminister Genertal Krobatin bis zum 22. Juli in die üblichen Sommerferien zu gehen, um die österreichischen Absichten zu verschleiern.

POLITIK: DEUTSCHLAND
Der Reichskanzler sagt ‘Falls es keinen Krieg gibt, weil der Zar ihn nicht will oder Frankreich bei diesen Aussichten erschreckt, haben wir zumindest die Möglichkeit, die Entente durch unsere Aktion zu entzweien.’

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