5. JULI 1914 (SONNTAG)

Der Blankoscheck für Wien vom 5. Juli

Der Blankoscheck für Wien vom 5. Juli

POLITIK: DEUTSCHLAND
Der österreichische Sondergesandten Graf Hoyos trifft in Berlin ein um herauszufinden, was die deutschen Absichten nach dem Attentat von Sarajewo sind.
Der österreichische Botschafter trifft sich mit dem Kaiser im Neuen Palais von Potsdam zum Mittagessen. Er übergibt diesem einen Brief von Kaiser Franz Joseph, der die ‘Bestrafung dieser kriminellen Bande von Agitatoren in Belgrad’ zum Inhalt hat. Nach dem Mittagessen befürwortet auch Reichskanzler Bethmann die Unterstützung Kaiser Wilhelms für ‘sofortige Maßnahmen’ durch Österreich-Ungarn gegen Serbien. Am folgenden Tag wiederholt Bethmann diese Zusage gegenüber dem österreichischen Botschafter.
Der Reichskanzler fordert den Kaiser auf, seine übliche Sommer-Kreuzfahrt nicht abzusagen.

POLITIK: ÖSTERREICH-UNGARN
Ein kaiserlicher Nachruf an die beiden Ministerpräsidenten bezeichnet das Attenat von Sarajewo als das Ergebnis ‘des Fanatismus einer kleinen Gruppe von fehlgeleiteten Menschen’. Kaiser Franz Joseph empfängt den Generalstabschef der Armee und weigert sich, dessen Anfrage auf Ausrufung des Kriegsrechts nachzukommen.

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