Kriegstagebuch 29. Juli 1914


Österreichischer Monitor beschiesst Belgrad

Ein österreich-ungarischer Monitor (gepanzertes Kanonenboot) auf der Donau beschießt Belgrad.


Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 29. Juli 1914:

BALKAN-FRONTEN
In dem ersten Gefecht, von dem was zum 1. Weltkrieg werden wird, beschießen österreich-ungarische Kriegsschiffe auf der Donau Belgrad, die Hauptstadt Serbiens. Serbische Artillerie antwortet auf den Beschuss von den Topcider-Höhen. Die Serben zerstören die Bock-Brücke über den Fluss Save bei Zemun.

LUFTKRIEG: BALKAN
Die österreich-ungarischen KuK-Luftfahrtuppen verfügen über 13 Flug-Kompanien mit 48 Flugzeugen und 27 Trainingsflugzeuge, 1 Luftschiff und 10 Fesselballons. Die KuK-Kriegsmarine hat an Flugbooten und Wasserflugzeugen 5 Maschinen für den Fronteinsatz und 17 Trainingsmaschinen (Lohner).
Die Serben haben ein paar französische Bleriots und Farmans sowie einen Kader mit von Franzosen ausgebildeten Piloten.

POLITIK: BULGARIEN
Der Balkanstaat erklärt seine Neutralität.

POLITIK: DEUTSCHLAND
Der Marine wird befohlen, mobil zu machen. Dieser Befehl gilt vor allem der Hochseeflotte, welche sich vor allem vor dem Jadebusen zusammenzieht. Der deutsche Schlachtkreuzer ‘Goeben’ verlässt Pola in Richtung Triest, um Kohle zu bunkern.
Russland wird darüber informiert, dass seine zuletzt erfolgte Teilmobilisierung die Ausweitung des Krieges zur Folge haben wird.. Reichskanzler Bethmann macht sein ‘berüchtigtes Angebot’ an Großbritannien, wenn es Neutral bleibt, wird Deutschland keine französischen Gebiete annektieren.

POLITIK: RUSSLAND
Zar Nikolaus II. setzt seine Unterschrift unter die Teilmobilmachung, welche am 4. August in Kraft tritt (andere Quellen sprechen davon, dass Kriegsminister Shukhomlinow über die allgemeine Mobilmachung entschieden hat, ohne das Wissen des Zaren. Dieser versucht vergeblich, diese zu stoppen.)
Russland hat zurzeit nur 72 Militärpiloten verfügbar.

POLITIK: BELGIEN
General Leman erlaubt mit der Aushebung von 3 Linien Schützengräben bei Lüttich zu beginnen.

POLITIK: ITALIEN
Der neue italienische Generalstabschef Cardona geht von der Einhaltung des Dreibundes (Italien-Österreich-Deutschland) aus und folglich einem Krieg gegen Frankreich. Er lässt die Festungsartillerie gegenüber Österreich-Ungarn abziehen. Der König genehmigt dies am 2. August, obwohl das Kabinett am 31. Juli eine Neutralitätspolitik beschließt.

POLITIK: ÖSTERREICH-UNGARN
500 türkische Seeleute kommen an der Tyne an, um das neu fertiggestellte Schlachtschiff ‘Sultan Osman I.’ zu übernehmen. Jedoch berät sich die britische Admiralität noch über die Übernahme.

POLITIK: GROSSBRITANNIEN
Die britische Flotte läuft um 7:00 Uhr von Portland nach Scapa Flow aus, zusammen mit den 4 Schlachtkreuzern von Admiral Beatty, wo sie am 31. Juli eintreffen.
Das britische Kabinett drängt Deutschland auf eine Vermittlung, warnt jedoch auch davor, dass Großbritannien sich nicht unter allen Umständen heraushalten könne.
Die Admiralität verschickt Kriegswarnungen an die Flotten. Das Kriegsministerium versendet ‘Warnungen zur Vorsorge’. Das Kriegstagebuch wird eröffnet. Churchill trifft sich mit Feldmarschall Kitchner, um militärische Maßnahmen zu beraten. Das Kolonialministerium schickt ein Telegramm an Gouverneur Belfield in Britisch-Ostafrika, Vorsorgemaßnahmen für einen Krieg zu ergreifen.
RNAS-Staffel-Kommandant Longmore gelingt am Vortag der erste Abwurf eines Torpedos aus der Luft mit einem Short-Wasserflugzeug.

POLITIK: FRAKREICH
Präsident Poincare und Ministerpräsident Viviani erreichen Paris aus Russland kommend.
Generalgouverneur Merlin in Französisch-Äquatorialafrika erhält die Erlaubnis, Abwehrmaßnahmen zu treffen.

Supremacy 1914
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