27. Juli 1914 (Montag)

Kaiser Franz Joseph I. von Österreich-Ungarn

Kaiser Franz Joseph I. von Österreich-Ungarn, das Symbol der ‘Alten Ordnung’.

POLITIK: ÖSTERREICH-UNGARN
Der österreichische Außenminister Berchtold weigert sich, die serbische Antwort auf das Ultimatum als Basis für weitere Gespräche zu akzeptieren. Österreich-Ungarn beschließt, Serbien am nächsten Tage den Krieg zu erklären.
Kaiser Franz Joseph sagt zu Baron Giesl: ‘Wir sind noch nicht im Krieg, und wenn ich es kann, werde ich es verhindern.’ Berchtold berichtet über serbische Angriffe auf österreichischen Truppen und die Schifffahrt in der Region Temes-Kubin, was sich aber später als unwahre Gerüchte herausstellt.
Die Wiener Börse wird geschlossen.

POLITIK: RUSSLAND
Der Zar kabelt nach Belgrad, dass Serbiens Schicksal nicht gleichgültig für Russland ist und schlägt Gespräche mit Wien vor.

POLITIK: GROSSBRITANNIEN
Frankreich und Italien stimmen dem britischen Vernittlungsvorschlag vom 24. Juli zu, aber Deutschland weigert sich. Nach einem Treffen mit dem deutschen Botschafter schlägt der britische Außenminister Grey eine Vier-Mächte-Vermittlungskonferenz vor.

POLITIK: DEUTSCHLAND
Deutschland teilt mit, es habe Schritte zur Vermittlung unternommen. Der Kaiser kehrt mit dem Zug nach Potsdam zurück, es wird ihm aber nicht die deutsche Ablehnung der britischen Vermittlungsvorschlages vom 24. Juli mitgeteilt.

POLITIK: FRANKREICH
In Marokko wird General Lyautey aus Paris angerufen und ihm befohlen, daß Protektorat bis auf die Küstenregionen zu räumen und alle Truppen nach Frankreich zu verschiffen. Lyautey sagt: “Ein Krieg unter den Europäern ist wie ein Bürgerkrieg. Es ist die größte monumentale Dummheit, die die Welt jemals begangen hat.’

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