24. Juli 1914 (Freitag)


POLITIK: SERBIEN
Prinz Alexander von Serbien kabelt den Zaren um Hilfe. Russische und serbische Ministerräte treffen sich. Letztere erhalten ein Telegramm von Sasonow, welches zwar Hilfe verspricht, jedoch mit der Einschränkung, daß der Zar letztlich entscheiden müsse und daß Frankreich zuvor konsultiert werden müsse.

POLITIK: RUSSLAND
Der Ministerrat beschließt prinzipiel 13 Armeekorps zu mobilisieren, die ‘irgendwann’ dafür bestimmt sind, gegen Österreich eingesetzt zu werden.

POLITIK: GROSSBRITANNIEN
Der britische Außenminister Sir Edward Grey bezeichnet das österreichische Ultimatum als ‘das furchtbarste Dokument, das jemals von einem Staat an einen anderen gerichtet wurde’. Er schlägt eine Vier-Mächte-Konferenz mit Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Italien vor.
Die Konferenz über die irische Heimatregierung scheitert.
Premierminister Asquith schreibt über die europäische Krise ‘Wir sind in einem messbaren . . . Abstand zu einem wirklichen Armageddon. Glücklicherweise scheint es keinen Grund zu geben, warum wir mehr als Zuschauer sein sollten’.

POLITIK: DEUTSCHLAND
Eine deutsche Note an Großbritannien und Frankreich genehmigt dsas österreichische Ultimatum. Gleichzeitig drängt Deutschland aber Österreich dazu, den Krieg zu erklären und sofort anzugreifen, wenn Serbien keine befriedigende Antwort gibt – und nicht zu warten, bis die 16-tägige Mobilisation abgeschlossen ist.
Kaiser Wilhelm II. erfährt auf seiner Jacht von dem österreichischen Ultimatum aus einer norwegischen Zeitung und befiehlt der Flotte, nach Hause zurückzukehren.

POLITIK: BELGIEN
Die Regierung gibt bekannt, sie werde die Neutralität wahren, ‘was auch immer die Konsequenzen sein werden’.


 

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  • Kriegstagebuch nach Datum – vor 75 bzw 100 Jahren

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