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1870/71 Sedan und Paris

Von Sedan nach Paris - Zweiter Teil des deutsch-französischen Krieges von 1870/71. Die Armee von Chalons, Schlacht von Sedan, Napoleon III. kapituliert, Belagerung von Paris,…


Von Sedan nach Paris – Zweiter Teil des deutsch-französischen Krieges von 1870/71.
Die Armee von Chalons, Schlacht von Sedan, Napoleon III. kapituliert, Belagerung von Paris, Waffenstillstand und Friede.

Das Treffen zwischen Napoleon III. und Bismarck bei Sedan.

Hier zum Teil I: 1870/71 deutsch-französischer Krieg.

Die Armee von Chalons

Die Einschließung der besten französischen Truppen mit der Armee von Bazaine bei Metz war ein erheblicher preußischer strategischer Sieg und das Ergebnis der Operation von Moltke, welche er am 16. Juli begonnen hatte. Trotzdem war der Krieg damit noch nicht beendet oder gar gewonnen.

Im Feldlager bei Chalons hatte MacMahon bis zum 22. August 1870 eine neue Armee aufgestellt. Sie bestand aus dem nach einem Rückzug von den Grenzen eingetroffenen I., V. und VII. Korps, welche Frankreichs letzte effektive Truppen der erfahrenen kaiserlichen Armee waren. Dazu kam das neu aufgestellte XII. Korps mit einer provisorischen, einer Marine- und Matrosen- und einer untrainierten Rekruten-Division, sowie zwei Kavallerie-Divisionen.
Unter den Männern der Garde Mobile aus Paris zeigten sich schon zahlreiche Auflösungserscheinungen und Desertionen, sodass den meisten gestattet wurde, nach Hause zurückzukehren. Alles in allem hatte MacMahon etwa 120.000 Mann mit fast 500 Geschützen und rund 20.000 Mitrailleuses.

Bei einer Besprechung am 17. August konnte sich der im Feldlager weilende Napoleon III. nicht entschließen, sich zur Deckung der Hauptstadt auf Paris zurückzuziehen oder in Richtung Osten vorzustoßen, um Bazaine in Metz zu entsetzen und sich mit dessen Truppen zu vereinigen. Er begründete dies damit, dass ‘es so aussehen würde, als sei er abgedankt worden, da ihm seine Frau Eugenie als Gouverneurin über Paris die Rückkehr verweigert hatte.’
Marschall MacMahon, der unterschiedliche Befehle von der Kaiserin Eugenie und dem Kriegsminister Palikao erhielt, sah keine offensichtliche Lösung. Der Zustand seiner Armee in Sachen Moral, Nachschub und Organisation empfahl den weiteren Aufenthalt in Chalons. Der militärisch vernünftige Rückzug nach Paris würde als Eingeständnis der Niederlage erscheinen und konnte eine Revolution auslösen. Die einzige schwache Hoffnung das zweite Kaiserreich zu retten, war den eingeschlossenen Bazaine in Metz zu erreichen.

Zwischenzeitlich hatte Moltke seine Verbände entsprechend der neuen Lage reorganisiert. Unter Kronprinz Albert von Sachsen wurde die Maas-Armee aufgestellt, welche aus dem Gardekorps, dem IV. und XII. Armee-Korps und der 5. und 6. Kavallerie-Division bestand. Ihr Auftrag war es, die neue französische Armee von MacMahon zu besiegen.
Prinz Friedrich Karl löste bei der 1. Armee den eigenwilligen General von Steinmetz und übernahm die Belagerung von Metz. Bazaines belagerte Truppen blieben aber überraschend untätig und erleichterten somit die nachfolgenden Operationen gegen MacMahon erheblich.

Karte vom Feldzug in Frankreich 1870/71. Die blau straffierten Gebiete wurden niemals von deutschen Truppen besetzt.

MacMahon marschierte nun aus Chalons in Richtung Reims ab, wobei es einige Tage dauerte, bis im deutschen Hauptquartier die französischen Pläne erkannt wurden. Erst am 26. August konnten deutsche Kavallerie-Patrouillen französische Truppen auf dem Marsch nach Nordosten in Richtung des eingeschlossenen Bazaines feststellen.

Bis zum 28. August hatte die Armee von Chalons die waldigen Hügel der südlichen Ardennen, aber immer noch nicht die Maas erreicht. Gleichzeitig näherte sich die preußische Maas-Armee schnell von Süden, während die Dritte Armee einen Tagesmarsch dahinter im Südwesten stand. Für Moltke war das ganze Manöver nun nur noch eine Rechnung aus Tagesmarschleistungen und mathematischer Berechnungen.

Während MacMahon aus Paris immer noch Befehle erhielt, nach Westen zu Bazaine durchzustoßen, erreichte das XII. sächsische Korps die nördlichen Brücken über die Maas und blockierte den Weg nach Montmedy.
Da MacMahon keine Ponton- und Pionier-Abteilungen hatte und der Gegner von Süden herankam, erfuhr er nun zusätzlich, dass preußische Kavallerie schon Reims hinter ihm erreicht hatte. Seine Armee bestand aus vier erschöpften und schwachen Korps, während die Preußen über sechs starke Korps verfügten. So entschloss er sich zum Rückzug in Richtung von Sedan, welches nur knapp 11 Kilometer von der belgischen Grenze entfernt lag und von Hügeln umgeben war.

Schlacht von Sedan

Am 29. August wurde das französische V. Korps vom XII. sächsischen Korps bei Nouart eingeholt und am nächsten Tag vom I. bayerischen und IV. preußischen Korps bei Beaumont an der Maas, südlich von Sedan. Die Franzosen konnten gerade noch über den Fluss entkommen, bevor auch wieder das sächsische Korps eintraf. Nun befahl MacMahon den allgemeinen Rückzug nach Sedan.
Noch hätte MacMahon nach Westen entkommen können, aber da waren noch die Befehle aus Paris und seine Truppen waren von den Märschen der letzten Tage erschöpft. Er vertraute darauf, dass die Preußen erst einen Belagerungsring aufziehen würden, den er immer noch durchbrechen könnte.

Angriff preußischer Infanterie bei Sedan.
Am 31. August trafen die deutschen Verfolger aus dem I. und II. bayerischen Korps, dem XII. sächsischen Korps, dem IV. preußischen Korps und dem Gardekorps ein.
Sie hielten sich nicht lange auf und die Schlacht von Sedan begann bereits am 1. September 1870. Im Gegensatz zu den bisherigen Schlachten war die Angelegenheit vorhersehbar, denn die Vorteile aus Truppenstärken, Feuerkraft und Moral lagen alle auf deutscher Seite. Zwei Armeen mit 224.000 Mann griffen eine demoralisierte, desorganisierte und erschöpfte französische Armee von halber Stärke an.

Bei Sonnenaufgang überquerte das I. bayerische Korps die Brücken bei Bazeilles und griff das französische XII. Korps und vertrieb es aus der brennenden Ortschaft. Es gibt unterschiedliche Behauptungen, dass während der Kämpfe um die Ortschaft die Bayern französische Zivilisten massakriert haben sollen, während andere Meldungen besagten, es handelte sich um bewaffnete Zivilisten – Franktireurs -, welche außerhalb des Kriegsrechts gehandelt haben. Die ersten Anzeichen für den allgegenwärtigen Umgang mit Partisanen und Guerillas in den nachfolgenden Weltkriegen waren schon zu erahnen.

MacMahon hatte seinen Truppen für diesen Tag keine besonderen Befehle erteilt und wollte ihnen noch einen Tag Rast gönnen. Am frühen Morgen, als er zu dem Gefecht bei Bazeilles ritt, wurde er jedoch verwundet und nach Sedan zurückgebracht. Erst übernahm General Auguste Ducrot vom I. Korps den Oberbefehl von ihm und ordnete den Rückzug und den Durchbruch nach Westen an. Dieser Befehl wurde jedoch umgehend von General Wimpffen widerrufen, welcher gerade auf Geheiß des Kriegsministers Palikao aus Paris eingetroffen war.

Diese Konfusion machte aber für den weiteren Verlauf der Schlacht keinen großen Unterschied mehr. Denn bis Mittag hatten die Preußen, Sachsen und Bayern die Höhen um Sedan erreicht. Ein verlustreicher Infanterie-Angriff war nicht nötig, es genügte die massierte Artillerie aus 500 Geschützen auf den Hügeln zu platzieren und die Franzosen zusammenzuschießen.

Napoleon III. kapituliert

Napoleon III. war nun der Verzweiflung nah und ritt von einer Einheit zur nächsten, ganz offensichtlich um in der Schlacht zu fallen. Die verbliebene französische Kavallerie wurde für verzweifelte Attacken auf die preußischen Truppen bei Floing eingesetzt, um einen Ausbruch für den Rest der Armee zu ermöglichen. Jedes Mal hielten die Preußen aber stand, die Franzosen formierten sich neu und ritten wieder an. Es wurde sich die Geschichte erzählt, dass als die letzten Überlebenden französischen Reiter wieder anritten, die preußische Infanterie salutierte und sie ins Hinterland durchließ.

Innerhalb weniger Stunden brach der französische Widerstand zusammen. Um 17 Uhr verlangte Napoleon III. persönlich die Einstellung der Kämpfe. Der Gedanke an eine Kapitulation war zu viel für einige französische Soldaten und 1.000 führten einen selbstmörderischen Gegenangriff gegen die Bayern im Ort Balan durch. Nun wurde eine weiße Fahne über der Zitadelle von Sedan gehisst.
Moltke sandte einen Parlamentär, welcher mit dieser Nachricht von Napoleon III. an König Wilhelm zurückkehrte: ‘Da ich nicht in der Schlacht in der Mitte meiner Soldaten sterben konnte, bleibt mir nichts anderes übrig, als mein Schwert in ihrer Majestät Hand zu legen. Ich bin Eurer Majestät wahrer Bruder – Napoleon.’

Napoleons Ankunft bei den preußischen Linien.
Napoleon III. überreicht König Wilhelm I. seinen Degen zum Zeichen der Kapitulation.
Besprechung im Chateau Belleue am 2. September 1870.

Am nächsten Tag, den 2. September 1870, um 11 Uhr unterzeichnete Napoleon III. die Kapitulation. Von den 124.000 Mann der Armee von Chalons wurden 17.000 getötet oder verwundet, 21.000 gerieten noch während der Schlacht in Gefangenschaft und weitere 83.000 kapitulierten unter den vereinbarten Bedingungen. Nur 3.000 Mann entkamen nach Belgien, wo sie entwaffnet wurden.

Bazaine war immer noch in Metz belagert und somit war die hochwertige kaiserlich-französische Armee praktisch vom Feld gefegt worden. Wie zuvor Österreich-Ungarn im Jahr 1866 war Frankreich in einer Serie von bemerkenswerten Operationen von der preußischen Armee in nur sieben Wochen besiegt worden – aber wusste das auch die französischen Bevölkerung ?

Erbeutete französische Geschütze bei Sedan. Die Fotos stammen vom 2. September 1870 nach der Kapitulation Napoleons.
Erbeutete französische Geschütze bei Sedan.

Belagerung von Paris

Sedan bedeutete den Untergang des zweiten Kaiserreichs von Frankreich. Die Nachrichten davon trafen in Paris am Sonntag, 4. September ein. Der Mob, unterstützt von Soldaten der Pariser Nationalgarde, setzte die Nationalversammlung ab. Kaiserin Eugenie floh und die Dritte Republik wurde ausgerufen.
Die Franzosen waren die stärkste, stolzeste und von sich selbst am meisten eingenommene Nation Europas, sodass es kein Wunder war, dass die neue Regierung unter Troche, Favre und Gambetta noch einmal alle nationalen Kräfte mobilisieren konnte. Paris wurde auf die Verteidigung vorbereitet.

Die Belagerung von Paris. Die Franzosen setzten mehrmals Ballons ein, um mit der Außenwelt Verbindung aufzunehmen.
Nach der französischen Kapitulation marschierten die 3. Armee und die Maas-Armee sofort auf Paris zu. Die Besatzung der Festung Laon kapitulierte und bis zum Abend des 19. September 1870 wurde der Belagerungsring um Paris geschlossen.
Fast 150.000 Mann deutscher Truppen mit 622 Geschützen waren um die Stadt aufgezogen. Innerhalb des Verteidigungsrings von Paris mit seinen 16 Forts befand sich eine Division aus Matrosen und Marinesoldaten, etwa 100.000 Mann der Garde Mobile und bis zu 350.000 Mitglieder der Pariser Nationalgarde. Letztere war aber eher ein Zankapfel zwischen den politischen Parteien in der Stadt als eine Streitmacht zum Kampf gegen die Preußen. Weitere 60.000 Mann der neu aufgestellten XIII. und XIV. Korps, wobei letzteres eigentlich MacMahon verstärken sollte, konnten zuvor noch Paris erreichen. So mussten die Deutschen mit effektiv etwa 300.000 Verteidigern in Paris rechnen.

Abflug Gambettas im Balloon ‘Armand Barbes’ nach Tours am 7. Oktober 1870.
Am 23. September wurde Toul erobert, welches die einzige Eisenbahnstrecke nach Deutschland blockiert hatte. Vier Tage später folgte Straßburg mit seiner kampfkräftigen Garnison.
Gambetta rief nun zum ‘Levee en masse’ auf, dem Totalen Krieg des Volkes. Mit einem Heißluftballon entkam er am 7. Oktober aus Paris und war zwei Tage später in Tour an der Loire. Er führte den Hauptkampf des nationalen Widerstandes von den Provinzen aus, wo er schnell 296.00 reguläre Truppen und 243.000 Mann der Garde Mobile formierte.

Einmarsch preußischer Truppen in Metz nach der Kapitulation von Bazaine.
Bazaine wurde weiterhin mit seiner ehemaligen Rhein-Armee in Metz belagert, ohne irgendwelche Aktivitäten zu zeigen. Als er nicht mehr viele Vorräte hatte, kapitulierte er am 27. Oktober und damit auch die letzten ehemaligen kaiserlichen Truppen. Von einem republikanischen Kriegsgericht wurde er zum Tode verurteilt, aber vom späteren Staatspräsidenten MacMahon begnadigt.
Durch die Kapitulation von Metz wurden stärkere deutsche Kräfte frei, die nun auch dringend benötigt wurden.

Die improvisierte Loire-Armee unter General de la Motte-Rouge griff aus den Provinzen früher als erwartet in Richtung Paris an, wodurch Moltke Truppen vom Belagerungsring von Paris abziehen musste. Dazu gehörte das I. bayerische Korps, welches die Loire-Armee zum Kampf stellte und Orleans nahm. Die immer zahlreicher auftretenden Franktireurs banden auch überall immer mehr zusätzliche deutsche Truppen.

Nationalgardisten und Franktireurs verteidigen eine Ortschaft.
General d’Aurelle übernahm nun den Befehl über die französische Loire-Armee und besiegte das I. bayerische Korps bei Coulmiers, wodurch er Orleans zurückerobern konnte. Dies war der erste französische Sieg seit Saarbrücken am 2. August und gab den Franzosen wieder Hoffnung, die aber nicht lange anhielt.
Am 4. Dezember gelang es den von Metz aus auf 100.000 Mann verstärkten deutschen Truppen, die Stadt wieder einzunehmen.
General Bourbackis konnte auch Belfort nicht entsetzen und eine neue, zweite Loire-Armee unter General Chamzys wurde von Preußen entscheidend bei Le Mans geschlagen.

Am 18. Januar 1871 wurde in Versailles, dem Hauptquartier von König Wilhelm, das Deutsche Kaiserreich ausgerufen. Der Zusammenschluss Preußens und des Norddeutschen Bundes mit den süddeutschen Staaten ließ den Preußen-König Wilhelm I. im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles zum Deutschen Kaiser werden.

Waffenstillstand und Friede

Markt für Hunde- und Katzenfleisch in Paris.
Das belagerte Paris erlebte in dieser Zeit einen schlimmen Hunger-Winter und musste am 28. Januar 1871 kapitulieren. Noch am selben Tag wurde ein Waffenstillstand vereinbart, welcher drei Tage später auf den Rest von Frankreich ausgedehnt wurde.
Der Waffenstillstand wurde bis zum 19. Februar befristet, danach konnte jede Seite wieder die Kämpfe aufnehmen. Die Franzosen konnten durchsetzten, dass französische Kanoniere den letzten Schuss der Belagerung abgeben durften und dass keine preußischen Truppen während des Waffenstillstandes Paris betraten.

Am 8. Februar 1871 wurde in Frankreich eine neue Nationalversammlung gewählt, wobei die Mehrheit von 768 Sitzen an die Monarchisten, Katholiken und andere Konservative ging. Die Republikaner erhielten nur 150 Abgeordnete und der radikale Gambetta weniger als zwanzig. Dieses Ergebnis war eindeutig: Die Dritte Republik konnte zwar bestehen bleiben, aber Frankreich wollte den Frieden, selbst zum deutschen Preis.

Deutsche Soldaten im am 1. Februar 1871 besetzen Fort Issy von Paris.
Im Inneren des Fort Issy am 1. Februar 1871.

Einmarsch preußischer Truppen durch den Arc de Triomphe in Paris.
Am 26. Februar wurde der Vorfriede von Versailles unterzeichnet, welcher am 10. Mai im Friede von Frankfurt am Main bestätigt wurde. Frankreich verlor das Elsass ohne Belfort, Lothringen mit Metz und mußte eine Kriegsentschädigung von 5 Milliarden Francs innerhalb von drei Jahren entrichten.
Die französische Nationalversammlung stimmte mit 546 zu 107 Stimmen am 1. März 1871 für den Friedensvertrag und noch am selben Tag marschierten 30.000 Mann deutscher Truppen im Triumph vor Kaiser Wilhelm I. am Arc de Triomphe vorbei. Zwei Tage später zogen die Deutschen wieder ab.

Da die Deutschen die regulären französischen Truppen in Paris entwaffnet hatten, blieb die unzuverlässige Pariser Nationalgarde der stärkste militärische Faktor. Der Mob in Paris unternahm am 18. März in einem konfusen Vorgang einen Aufstand und selbst überrascht vom eigenen Erfolg, erklärte er sich zur ‘Commune von Paris’ in Anlehnung an die Revolutionen von 1792 bis 1794.

Bismarck war von dem Gedanken an die ‘Commune’ wenig angetan und erlaubte der französischen Regierung 80.000 Mann Truppen nördlich der Loire zu schicken und gab französische Kriegsgefangene frei, um die französische Armee wieder aufzubauen. Am 6. April 1871 übernahm der nach Verwundung und Gefangenschaft zurückgekehrte Marschall MacMahon den Befehl zur Wiederherstellung der Ordnung in der französischen Hauptstadt.
Trotz ihrer Masse konnte die ‘Commune’ nur 30.000 effektive Kämpfer aufbieten und am Sonntag dem 21. Mai konnten 70.000 Soldaten von MacMahon durch einen unverteidigten Abschnitt nach Paris eindringen. Es folgte eine Woche von Straßenkämpfen, Exekutionen und Ausschreitungen, bis die ‘Paris Commune’ aufhörte zu existieren.

Verluste

Im deutsch-französischen Krieg 1870/71 sind 28.208 deutsche Soldaten gefallen und 88.488 wurden verwundet.
Die französischen Verluste konnten unter den vorliegenden Umständen weniger genau erfasst werden und werden auf 150.000 Tote und die gleiche Anzahl an Verwundeten geschätzt.
In der ‘Blutigen Woche’ von Paris zur Niederschlagung der ‘Commune’ kamen etwa 25.000 Zivilisten und 873 französische Soldaten ums Leben.

Frankreich zahlte die Kriegsentschädigung schneller als erwartet und bis September 1873 hatten die letzten deutschen Soldaten den Osten des Landes – bis auf das abgetretene Elsass und Lothringen – verlassen.

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