18. August 1914 (Dienstag)

Daily Mirror: Three Cheers for Belgium

Der englische ‘Daily Mirror’ preist den Widerstand der belgischen Armee in höchsten Tönen. Dieser hartnäckige Kampf hinderte die deutsche Armee letztlich daran, den Schlieffen-Plan fristgerecht durchzuführen.

WESTFRONT
Belgien:
König Albert befiehlt der belgischen Armee, welche noch etwa 75.000 Mann stark ist, sich in die Hafenstadt Antwerpen zurückzuziehen, welche eine zusätzliche Garnison von 60.000 Mann hat. Der Rückzug wird bis zum 20. August abgeschlossen, und die Deutschen setzen rund 60.000 Mann ein, um Leopold in der befestigten Stadt einzuschließen. Der Großteil der deutschen Kräfte rückt in Richtung der französisch-belgischen Grenze vor. Schlacht von Gettes (bis zum 19. August): Gefechte bei Grimde und Hautem St. Marquerite. Deutsche Truppen besetzen Tirlemont, nachdem die belgische Armee 1.630 Mann verloren hat und sich nach Antwerpen zurückzieht.
Lothringen: Das französische II. Kavalleriekorps betritt Saarburg nach einem Scharmützel, gefolgt vom VIII. Korps welches im Norden und Osten der Stadt vorstößt. Der Angriff wird jedoch am 19. und 20. August zum stehen gebracht und das Korps erleidet über 50% Verluste bis zum Abend des 23. August. Das französische XV. Korps nimmt Dieuz.

OSTFRONT
Es sind nun 63 russische Infanterie-Divisionen einsatzbereit, davon 35 gegen Österreich-Ungarn.
Galizien: Brusilows Achte Armee marschiert – ohne auf großen Widerstand zu treffen – ein.

SÜDFRONTEN
Serbien: Es gelingt dem IV. Kuk-Korps nicht aus seinem Brückenkopf bei Sabac auszubrechen und es wird am Fluß Dobrava massakriert. Die serbische Zweiten Armee greift den ganzen Tag über drei Stellungen der österreichischen 9. Division an und wehrt einen Gegenangriff bei Nacht ab. Schließlich gewinnt die Armee um 5 Uhr morgens am 19. August Kosanin Grad. Das XIII. Kuk-Korps greift die serbische Dritte Armee an, macht aber nur kleine Gewinne.

POLITIK
Japan: Ministerpräsident Graf Okuma sagt: ‘Japans Ziel ist es, die Wurzel des deutschen Einflusses aus dem kontinentalen China zu beseitigen.’

HEIMATFRONTEN
Kanada: Das Parlament stimmt in einer Kriegs-Sondersitzung bis zum 22. August dafür, ein 50-Millionen-Dollar Kriegsmaßnahmen-Gesetz und den Canadian Patriotic Fund zu verabschieden.

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