Flugzeuge 1914-18


Flugzeuge im 1. Weltkrieg 1914 bis 1918

Hansa-Brandenburg-Aufklärungsflugzeug

Ein Hansa-Brandenburg-Aufklärungsflugzeug der österreich-ungarischen Luftstreitkräfte.

Etwa 19 von 20 Flugeinsätzen, die während des gesamten 1. Weltkrieges geflogen wurden, waren Aufklärungsmissionen. Es besteht kein Zweifel daran, daß solche Einsätze eine zunehmend wichtigere Rolle in diesem Konflikt spielten.
Dennoch gab es erhebliche Widerstände gegen die Einführung von Flugzeugen beim Militär vor Kriegsbeginn. Die militärische Luftfahrt steckte 1914 noch in den Kinderschuhen und viele der verantwortlichen Generäle zweifelten an ihrem Wert.

Es gab auch vergleichsweise wenige Flugzeuge im Jahre 1914. Die Luftstreitkräfte der führenden Nationen waren erst vor kurzem gegründet worden und die meisten älteren Generäle hatten wenig Ahnung von dem, für was sie zu gebrauchen waren.
Traditionell wurde die Kavallerie als Auge der Armee angesehen, aber die ersten Flugzeuge hatten sich schon bei der Aufklärung bewährt.

So spielte kurz nach Ausbruch des 1. Weltkrieges schon ein deutscher Taube-Eindecker während der Schlacht von Tannenberg an der Ostfront im August 1914 eine wichtige Rolle, als dieser die russischen Truppenbewegungen beobachtete und meldete.
So wurden derartige Flugzeuge schnell unentbehrlich, vor allem nach dem der Stellungskrieg die Kavallerie entlang der Westfront zur Unbeweglichkeit verdammte.

Danach wurden Aufklärungsflugzeuge als so wichtig erachtet, dass spezielle Jagdflugzeuge entwickelt wurden, um sie abzuschießen oder zu schützen.
Die Flugzeuge wurden auch immer fortschrittlicher. Nachdem Anfangs die Meldungen der Aufklärungsflugzeuge persönlich von der Besatzung überbracht wurden oder handschriftliche Nachrichten mit Gewichten abgeworfen wurden, gab es bald sofortige Funknachrichten über eingebaute, kleinere Funkgeräte und Fotokameras zur Aufnahme der feindlichen Stellungen und Verkehrsverbindungen.
Spätere Modelle hatten im Rumpf eingebaute Kameras und wurden von jedem überflüssigen Gewicht befreit – sogar der Bewaffnung – um höher und schneller fliegen zu können.
Bald waren Flugzeuge über jeder Front allgegenwärtig und mehr als die Hälfte der 80 Abschüsse des Roten Barons Manfred von Richthofen waren Aufklärungsflugzeuge.

Die ersten Flugzeuge waren nicht mehr als möglichst stabile Flugplattformen zur Beobachtung und mußten weder besonders schnell noch manövrierfähig sein, da es nur wenige Gefahren gab, vom Himmel geholt zu werden.
Erst die mehr und mehr aufkommenden bewaffneten Flugzeuge ab Ende 1914 und die anschließenden speziell entwickelten Jagdflugzeuge beendeten diese ‘friedlichen’ Zeiten über der Erde.
Gleichzeitig erhielten die größeren Flugzeuge, namentlich die ursprünglichen Aufklärungsflugzeuge, die ersten Bomben um feindliche Truppen oder auch ganze Städte angreifen zu können.


Sopwith 1 1/2-Strutter

Sopwith 1 1/2-Strutter Geschichte: Erstflug im Dezember 1915, Truppenlieferung im April 1916. Das erste britische Flugzeug, welches für ein synchronisiertes MG vorgesehen war. Mindestens 1513 wurden gebaut und auch für den Einsatz auf den ersten Flugzeugträgern vorgesehen. Einsatz als Bomber,… mehr

Bristol I

Bristol I Geschichte: Die Unzulänglichkeit der britischen Flugzeugbeschaffung führte dazu, dass nur Zweidecker akzeptabel waren. Auf eigenes Risiko von Capt.Barmwell entworfen, hätte dieser Eindecker gegen die Fokker-E-III bestehen können. Es wurden jedoch lediglich 125 Exemplare bestellt, welche alle in den… mehr

Sopwith Tabloid

Sopwith Tabloid Geschichte: Truppenlieferung ab März 1914 (40 Exemplare). Mit kleinen 9-kg-Bomben ausgerüstet, bombardierten Flugzeuge dieses Typs schon im Oktober 1914 Köln und Düsseldorf, wobei ein Luftschiff zerstört wurden. EINSITZIGER AUFKLÄRER 100-PS Gnome Monosoupape- Motor Spannweite 7,77 m Länge 7,01… mehr

Siemens-Schuckert D

Siemens-Schuckert D Geschichte: Truppenlieferung ab Januar 1918 und bis Sommer 1919 gebaut. Vorwiegend bei der Heimatverteidigung verwendet. Der Jäger kam zu spät um den Ausgang des Krieges zu beeinflussen, wurde jedoch seit Oktober 1918 offiziell als allen anderen Jagdeinsitzern der… mehr

Hannover CL IIIa

Hannover CL IIIa Geschichte: Truppenlieferung der Version III Anfang 1918. Vom Vorgängermodell CLII wurden ab Herbst 1917 439 Stück gebaut und von der CLIII bis zum Kriegsende mindestens 537 Stück. Der kompakte, wendige und extrem kleine Doppeldecker wurde von den… mehr

Pfalz D.III

Pfalz D.III EINSITZIGER JÄGER 160-PS-Mercedes-6-Zylinder-Motor Spannweite 9,4m Länge 6,95m Startgewicht 933 kg Geschwindigkeit: 165 km/h Flughöhe: 5800 m Reichweite: 350 km zwei starre 7,92mm-Spandau-MGs auf dem Bug ca. 600 Stück ab September 1917 bis zum Waffenstillstand hergestellt mehr

L.F.G. Roland C.II

L.F.G. Roland C.II ZWEISITZIGER BEGLEITJÄGER 160-PS-Mercedes-Motor Spannweite 10,17m Länge 7,50m Startgewicht 1271 kg Geschwindigkeit: 170 km/h Flughöhe: 4400 m Flugauer: 4 bis 5 Stunden 7,92mm-Spandau-MG starr und 7,92mm-Parabellum-MG im hinteren Cockpit 1916-1917 produziert mehr

Etrich Taube

Etrich Taube ZWEISITZIGER AUFKLÄRER 100-PS-Mercedes-Benz D1-6-Zylinder-Motor Spannweite 14,35m Länge 9,85m Startgewicht 870 kg Geschwindigkeit: 115 km/h Flughöhe: 3000 m Flugdauer: 4 Stunden Unbewaffnet Ende 1912-1915 produziert mehr

Vickers F.B.5

Vickers F.B.5 Geschichte: Erstes Serienflugzeug im Oktober 1914. Die ersten GUNBUS gingen am 25.Juli 1915 mit der 11.Staffel erstmals an die Westfront. Durch den hinten liegenden Motor konnte der MG-Schütze nach vorne gesetzt werden. Es wurden insgesamt 309 Stück gebaut,… mehr

Avro 504

Avro 504 Geschichte: Von 1913 bis 1933 (!) wurden 8970 Stück gebaut, wovon 8340 bis zum Waffenstillstand im November 1918 fertiggestellt wurden. Eine Avro 504 war das erste alliierte Flugzeug, welches am 22.August 1914 abgeschossen wurde und zugleich auch erstmals… mehr