1. Weltkrieg

DER ERSTE WELTKRIEG

Als vor über 100 Jahren – am 28. Juni 1914 – Erzherzog Ferdinand und seine Gattin Sophie in Sarajewo ermordet wurden, ahnte noch niemand, dass die Schüsse des Attentäters Gavrilo Princips auf den österreich-ungarischen Thronfolger den Verlauf der Weltgeschichte grundlegend prägen würden.

Das Attentat von Sarajewo auf Erzherzog Ferdinand und seine Gattin Sophie durch Gavrilo Princi..

Die Morde von Sarajewo waren ein Vorfall, welcher bei normalen internationalen Beziehungen nicht solche historisch umwälzenden Ereignisse zur Folge haben musste. Aber im Frühsommer 1914 waren die Beziehungen zwischen den großen europäischen Mächten so angespannt, dass das Attentat durch eine Reihe von schnell aufeinanderfolgenden Schritten zum 1. Weltkrieg führte.
Dem österreich-ungarischen Ultimatum an Serbien vom 23. Juli 1914 folgte die Kriegserklärung am 28. Juli, welche die russische Mobilmachung zur Folge hatte und woraufhin Deutschland wiederum Russland am 1. August und Frankreich am 3. August den Krieg erklärte. Es folgte die britische Kriegserklärung an Deutschland am 4. August 1914.

Der durch das Attentat ausgelöste Krieg erreichte ein bisher unbekanntes Ausmaß: es waren weltweit etwa 20 Staaten darin verwickelt, die rund 70 Millionen Soldaten mobilisierten. Dementsprechend erschreckend war die Opferbilanz: insgesamt gab es etwa 9 Millionen Gefallene und eine Million Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. Verglichen mit den kriegerischen Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts nahm der 1. Weltkrieg völlig neue Ausmaße an.

Es wurden Waffen von bis dahin unerreichter Zerstörungskraft entwickelt. Die Gefechte wurden nicht nur zu Lande und zu Wasser, sondern auch in der Luft und unter Wasser geführt. Der Einsatz der ersten Panzer brach den festgefahrenen Stellungskrieg auf. Schwere Geschütze und chemische Waffen vervielfachten die Zerstörung.

Das Ende des 1. Weltkrieg bedeutete auch eine grundlegende Veränderung in der politischen Struktur vieler Staaten: Monarchien wurden zu Republiken, in Russland fand eine bolschewistische Revolution statt, und Österreich-Ungarn sowie das Osmanische Reich wurden zerschlagen.
Doch der ‘Große Krieg’, wie er damals genannt wurde, war nicht ‘der Krieg, der alle Kriege beendete’ und führte nicht zu einer dauerhaften Lösung der Konflikte, sodass die Welt schon kurze Zeit später einen neuerlichen, noch schrecklicheren Krieg erlebte: den 2. Weltkrieg.

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