Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für September 1915.

Zar übernimmt persönlich den russischen Oberbefehl – deutsch-österreich-ungarische-bulgarische Militärkonvention für die Zerschlagung Serbiens – Ludendorffs Offensive gegen Wilna – deutsche U-Boote wegen amerikanischer Proteste im Atlantik zurückgezogen – deutsche 1915-Felddienstuniform eingeführt- bulgarische Teilmobilmachung befohlen – französische Herbstoffensive – erster britischer Einsatz von Giftgas – Schlacht von Kut.

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Fokker-Jagdeinsitzer EI
Fokker-Jagdeinsitzer EI. Mit seiner Hilfe gelingt es Deutschland bis Ende 1915 die Luftüberlegenheit zu erringen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 1. September 1915:

Luftkrieg

Schwere Verluste durch Fokker E Jäger zwingen die Franzosen dazu, ihre Langstrecken-Tagesangriffe von Nancy-Malzeville aus aufzugeben. Kurzstreckeneinsätze in die Gebiete von Lens und Cambrai werden weiterhin aus Humieres (Pas de Calais) bis Dezember geflogen. Im September fliegt das britische Royal Flying Corps insgesamt Einsätze über 4.740 Stunden und 50 Minuten. Die Fokker E-Jäger müssen vorübergehend auf dem Boden bleiben, nachdem 3 aus unbekannten Ursachen abstürzen. Das Startverbot wird später im September wieder aufgehoben.
Frankreich: Im September wird Rene Besnard im Alter von nur 36 Jahren erster Unter-Staatssekretär für Luftfahrt (bis Februar 1916).

Ostfront

Westrussland: Scholtz Achte Armee greift Grodno an.
Pripjet: Bei der Bug-Armee wird der deutsche Kriegsdichter Hauptmann August Stramm im Alter von 41 Jahren getötet,
Galizien: Die österreich-ungarische Zweite Armee besetzt Brody wieder und erreicht das Westufer des Flusses Sereth am 3. September.

Mittlerer Osten

Syrien: Die Franzosen besetzen die Ruad-Insel zwischen Latakia und Tripolis.
Gallipoli: Die Franzosen bieten die 6 Divisionen von General Sarrail zum Einsatz in Kleinasien bei der Yukyeri-Bucht gegenüber von Tenedos an, aber nur nach der vorgesehenen Offensive an der Westfront.
Persien: Die Russen nehmen eine deutsche Mission in der Nähe von Tabas gefangen.
Der britische Generalkonsul in Isfahan wird verwundet, der Vizekonsul in Shiraz tödlich verwundet und stirbt am 7. September. Die Alliierten ziehen daraufhin am 14. September ab.

Seekrieg

Nordsee: Der Passagierdampfer Vindex, welcher auf der Route zur Isle of Man verkehrte, wird zu einem Flugzeugträger für 7 Flugzeuge umgebaut. Das Schiff tritt der Harwich Force Ende November bei, nachdem eine Bristol Scout den ersten Start von einem Flugzeugträger der Royal Navy erfolgreich absolviert hat.


Großfürst Nikolaj Romanow
Großfürst Nikolaj Romanow ist noch der Oberbefehlshaber der russischen Armee.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 2. September 1915:

Heimatfronten

Russland: Der Ministerrat bittet vergeblich den Zaren darum, Großfürsten Nikolaus nicht als Oberbefehlshaber der Armee zu ersetzen oder die Duma (Parlament) auf unbestimmte Zeit aufzulösen.
Großbritannien: König und Kriegsminister Kitchener inspizieren die 2. kanadische Division bei Shorncliffe (wird nach Frankreich zwischen dem 14.-17. September verlegt).

Ostfront

Westrussland: Schlacht von Wilna bis zum 2. Oktober. Deutsche Truppen nehmen Grodno am nächsten Tag, trotz eines vorübergehenden russischen Wiedereindringens.

Südfronten

Isonzo: Ein italienischer Angriff auf den Tolmino-Brückenkopf scheitert. Im September wird Capello zum Generalmajor befördert und erhält das VI. Korps für Unternehmen gegen Gorizia.

Mittlerer Osten

Gallipoli: Hamiltons Gesandter in London, Majorn Dawnay, bezeichnet dessen Telegramm zur Lage als ‘hoffnungslos’.


Afrikanische Fronten

Ostafrika: Die mithilfe von Ochsen über Land transportierte Flottille der britischen Royal Navy für Tanganyika legt 10 km zurück.

Seekrieg

Ägäis: Der britische Truppentransporter Southland (24 Mann gehen verloren, 1.444 werden gerettet) wird durch das deutsche Küsten-U-Boot UB 14 ca. 30 km vor der Insel Limnos versenkt. UB 14 kann Konstantinopel am 4. September erreichen.


Mannschaft von E11
Die Dardanellen haben gefährliche Strömungen und waren stark von den Türken vermint – und die Durchfahrt über Wasser hätte bedeutet, den mächtigen Festungen zu trotzen. Hier ist die triumphierende Mannschaft von E11 nach ihrer Rückkehr zu sehen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 3. September 1915:

Seekrieg

Deutschland: Der Chef des Admiralstabes Admiral Bachmann tritt zurück, da er den uneingeschränkten U-Boot-Krieg fortsetzen möchte, und wird durch Admiral Holtzendorff ersetzt. Beide weigern sich jedoch, weitere U-Boote in das Mittelmeer zu entsenden (wo sich bereits 13 deutsche U-Boote befinden, während nur 18 rund um die Heimatgewässer operieren) oder dieses Seegebiet als Kriegszone zu erklären.
Ägäis: Die als Truppentransporter verwendeten britischen Passagierschiffe Mauretania (mit 5.000 Soldaten an Bord) und Empress of Britain erreichen Mudros (Lemnos). Das britische Unterseeboot E11 kehrt von seiner zweiten Patrouille aus dem Marmarameer zurück (2 Kriegsschiffe, 27 Dampfer und 57 Segelschiffe versenkt).

Naher Osten

Gallipoli: Im Dardanellen-Ausschuss in London fordern Churchill und Lloyd George die Prioritäten auf diese Unternehmen zu legen, anstatt auf eine Offensive an der Westfront.

Afrikanische Fronten

Ost-Afrika – Gefecht in der Nähe Maktau: 67 Mann britischer berittene Infanterie erleiden eine schwere Schlappe gegen einen deutschen Eisenbahn-Sabotage-Trupp, können aber 14 Deutsche ausschalten. Der australische Leutnant Dartnell erhält posthume das Victoria Cross.
Kamerun: Französische Truppen besetzen Akoafim.

Luftkrieg

Nordsee: Das deutsche Luftschiff L 10 stürzt in Flammen bei Cuxhaven ab (alle 19 Besatzungsmitglieder werden getötet), als es von einem Blitz getroffen wird, während es Wasserstoff ablässt, um Höhe zu verlieren.

Neutrale

Schweiz: Die tschechische Nationalisten Masaryk und Dr. Benes treffen in Genf ein. Letzterer ist von Prag über Bayern eingereist und wird weiter nach Paris geschickt.


Skizzen vom westlichen Kriegsschauplatz
Skizzen vom westlichen Kriegsschauplatz aus der Leipziger ‘Illustrierten’.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 4. September 1915:

Westfront

Artillerie-Duelle rund um Arras und nördlich von Chalons.

Ostfront

Polen: Schlacht der deutschen Bug-Armee um Drohiczyn-Chomst bis zum 6. September.

Südfronten

Italienische Front: Italienische Erfolge in Plezzo-Becken (Julischen Alpen) und Trient. Die österreich-ungarischen Truppen sind aktiv.

Seekrieg

Schwarzes Meer: Russische Kriegsschiffe zerstören etwa 300 türkische Segelschiffe.
Nordsee: Die britischen U-Boote E18 (Halahan) und E19 (Cromie) laufen in Richtung Ostsee aus. Beide können am 8. und 9. September durchkommen, trotz des Zusammentreffes mit dem deutschen Kreuzer Amazone, Zerstörern und einem Zeppelin.

Politik

Großbritannien: Eine anglofranzösische Finanz-Mission unter Lord Reading verlässt London in Richtung USA, um über das erste 100-Millionen-Pfund Darlehen am 28. September zu verhandeln, es werden aber weniger als 40 % der Summe vereinbart.

Heimatfronten

Deutschland: Die 3. Kriegsanleihe wird bis zum 22. September eröffnet und bringt den Gegenwert von 601,5 Millionen Britischen Pfund ein.


Zar begrüßt Offiziere
Zar Nikolaus II., im Bild rechts, begrüßt russische Offiziere.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 5. September 1915:

Ostfront

DER ZAR ÜBERNIMMT PERSÖNLICH DEN OBERBEFEHL, Alexejew wird sein Generalstabschef. Großfürsten Nikolaus und sein Stab reisen am 7. September an.

Mittlerer Osten

Gallipoli: ANZAC-Truppen schlagen einen türkischen Nachtangriff ab.
Churchill fordert Balfour auf, für einen Winterfeldzug zu planen.
Indien – Nordwest-Grenze: Zweites Gefecht am Hafiz Khor, wo die Mohmands geschlagen werden.

Seekrieg

Dardanellen: Das britische U-Boot E7 wird durch neu ausgelegte Netzsperren in Nagara eingeschlossen und durch eine Sprengladung vom deutschen Küsten-U-Boot UB 14 zerstört.

Neutrale

Schweiz – Internationale Sozialistische Konferenz in Zimmerwald bis zum 8. September: 38 Delegierte aus 11 europäischen Ländern (u.a. auch Trotzki anwesend) verkünden ein Manifest zum sofortigen Frieden.


Serbiens Verteidiger
Serbiens Verteidiger: Britische Sympathie für eine Ausstellung in London. Aber die Hilfe der Alliierten ist zu gering und kommt zu spät.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 6. September 1915:

Südfronten

Der deutsche Generalstabschef Falkenhayn, sein österreich-ungarischer Kollege Conrad von Hötzendorf und der bulgarische Oberst Gancev unterzeichnen die Militärkonvention für die Zerschlagung von Serbien.

Politik

Geheime Militärkonvention der Mittelmächte mit Bulgarien unterzeichnet (in Pless). Eine türkisch-bulgarische Konvention folgt am 20. September und das Grenzprotokoll von Dedeagach am 22. September.

Westfront

Selbst schon die französischen Journalisten notieren, daß ‘… sich das Gerücht für eine große Offensive bestätigt hat … für den 25. September’.

Ostfront

Polen: Der deutsche General Gallwitz schlägt drei Schlachten bis zum 17. September.

Seekrieg

Schwarzes Meer: Erster Einsatz von deutschen Küsten-U-Booten vor der russischen Küste, welche im Schlepptau herangebracht wurden. UB 7 operiert vor Odessa, UB 8 vor der Krim.
Ost-Atlantik: Das britische Passagierschiff Hesperian wird durch das deutsche U-Boot U 20 (Schwieger) unter dem Verlust von 32 Menschenleben 130 km südwestlich von Fastnet versenkt.

Luftkrieg

Deutschland: 40 französische Flugzeuge bombardieren Saarbrücken (ebenso die deutschen Kasernen in Dieuze und Mörchingen in Lothringen bombardiert).

Neutrale

USA: Die ‘Archibald’-Dokumente belasten den österreich-ungarischen Botschafter, dessen Abberufung von der US-Regierung am 8. September verlangt wird, worauf diese am 28. September erfolgt.


28-cm-Küstenkanone L/21
Deutsche 28-cm-Küstenkanone L/21.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 7. September 1915:

Seekrieg

Nordsee: Die Dover Patrol und französische Schiffe beschießen Ostende mithilfe von Luftaufklärung. Der Monitor Lord Clive wird von 5 Granaten der neuen Tirpitz-Batterie (4 x 28-cm-Geschütze) beschädigt. Der Beschuss wird am 19. September wiederholt und entlang der belgischen Küste von 25. – 27. und am 30. September fortgesetzt.

Westfront

Champagne: Der deutsche Liedermacher Fritz Jürgens fällt im Alter von 27 Jahren.

Ostfront

West-Russland: Deutsche Truppen nehmen Voikovisk.
Galizien – Schlacht von Tarnopol (bis zum 16. September): Die russische Neunte und Elfte Armee beginnen mit einer Gegenoffensive am Fluss Sereth und bei Trembovia. Die österreich-ungarische Erste Armee marschiert in Dubno ein und nimmt 17.383 Kriegsgefangene und 33 Kanonen.

Südfronten

Serbien: In kleineren Operationen vertreiben serbische Truppen österreich-ungarische Soldaten aus Stellungen an der Drina und Donau.

Mittlerer Osten

Ost-Persien: 300 britische Soldaten kommen nach Birjand durch und schließen sich russischen Truppen an.

Afrikanische Fronten

Nord-Kamerun: Zweiter alliierter Angriff auf Mora bis zum 9. September, welcher scheitert. Weitere Versuche werden am 15. September aufgegeben.

Luftkrieg

Großbritannien: Die Luftschiffe LZ74 (George) und SL2 (Wobeser) bombardieren in der Nacht vom 7./8. September London, wobei es 46 zivile Opfer gibt.

Heimatfronten

Großbritannien: Der Kriegsstrategie-Ausschuss schlägt die Wehrpflicht vor, aber 4 Mitglieder stimmen dagegen.


Zeppelin von Suchscheinwerfern angestrahlt
Der Zeppelin L 13 wird in dieser Nacht über London von Suchscheinwerfern angestrahlt.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 8. September 1915:

Luftkrieg

Großbritannien: Zeppelin L 13 (Mathy) verursacht in der Nacht vom 8./9. September einen Großbrand in der Londoner ‘City’ mit 109 Opfern.

Westfront

Argonnen: Erneute deutsche Angriffe.

Südfronten

Italienische Front: Italienische Angriffe im Cadore (Dolomiten), werden aber am Doberdo (Carso) zurückgeschlagen.

Mittlerer Osten

Großfürst Nikolaus wird zum Vizekönig des Kaukasus ernannt. Er kommt am 24. September in Tiflis an und fordert mehr persische Intervention.
Im September erster Schneefall in Armenien. Die türkische Dritte Armee ist nun 58.000 Mann stark mit weiteren 20.000 unter Ausbildung bei Erzerum.

Afrikanische Fronten

Ostafrika: Die britischen Siedler in Nairobi stimmen für die Wehrpflicht und sind die ersten im britischen Empire, welche dies tun. Ein zentraler Kriegsrat wird gebildet.

Seekrieg

Ägäis: Die ehemalige Fähre der Route Southampton-Jersey, Sarnia, wehrt mit ihrer Kanone einen Überwasserangriff eines U-Bootes vor Strati ab.


Russische Maschinengewehr-Schützen
Russische Maschinengewehr-Schützen leisten einem deutschen Vorstoß Widerstand.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 9. September 1915:

Ostfront

Westrussland – Ludendorffs Offensive gegen Wilna bis zum 26. September: Garniers 6 deutsche Divisionen (davon 3 Kavallerie) dringen tief in die Flanke von Wilna nach Norden vor, überflügeln die Stadt und bedrohen Minsk im Norden. Schlacht von Dünaburg bis zum 1. November.

Westfront

Elsass: Erfolglose deutsche Angriffe am Lingenkopf und am Barren.

Mittlerer Osten

Persien: ca. 1.100 britischen Soldaten, mit der Unterstützung von 4 erbeuteten türkischen Kanonen, besiegen 2.000 Stammeskrieger bei Bushire.
Arabien: Scherif Hussein fragt bei den Briten an, zukünftige genaue Grenzen anzugeben.

Seekrieg

Adria: Italienische Kriegsschiffe beschießen die Monfalcone-Werft (Isonzo).

Luftkrieg

Großbritannien: Auf Befehl von Henderson werden 2 BE2s bei Chelmsford und Joyce Green stationiert, um die nächsten bei Neumond erwarteten Zeppelin-Angriffe abzufangen.
Ostafrika: 2 Caudron-Flugzeuge des Royal Navy Air Service treffen in Maktau ein.

Heimatfronten

Großbritannien: Lloyd George sagt auf der TUC (Trade Union Congress – Handelsgesellschaft-Kongress) in Bristol vom 6. bis 11. September, dass ‘dieses Land nicht sein Bestes tut.’


Deutscher 21-cm-Stahlmörser
Deutscher 21-cm-Stahlmörser an der Front.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 10. September 1915:

Westfront

Flandern: Deutsche Artillerie beschießt Ramscapelle und Skenstraate.

Südfronten

Griechenland: Die griechischen Offiziere werden nach Athen gerufen.

Mittlerer Osten

Aden: Die indische 28. Brigade wird nach Mesopotamien verschifft. Der kommandierende Brigade-General Price nimmt mit ihr Waht am 25. September.

Seekrieg

Nordsee: Schiffe der Harwich- und Rosyth-Flotillien begleiten 3 Minenleger, welche 3 Minenfelder im Westen und Nordwesten der Amrum-Bank auslegen.

Besetzte Gebiete

Polen: Die Deutschen üben Druck auf die polnischen Gerichte aus.

Neutrale

Schweden: Das verdeckt für den britischen Geheimdienst arbeitende Telgrambyra-Büro in Stockholm wird eingerichtet.

Heimatfronten

Großbritannien: Churchill fragt bei Premierminister Asquith an, ob er die Regierung verlassen kann und stattdessen das Kommando über eine Brigade an der Westfront übernehmen kann. Kriegsminister Kitchener verhindert dies aber am 13. September.


Zeppelin unter Flak-Feuer
Ein deutscher Zeppelin, welcher von Suchscheinwerfern erfasst wurde, kommt unter schweres Flak-Feuer. Seine einzige Möglichkeit jetzt zu entkommen ist es, Ballast abzuwerfen und in größere Höhen zu steigen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 11. September 1915:

Luftkrieg

Großbritannien: Versuchte deutsche Luftangriffe mit Luftschiffen (2 Heeres- und 1 Marine-Zeppelin) in den Nächten vom 11./12., 12./13. und 13./14. September. Keiner kann das primäre Zielgebiet London erreichen und nur unbedeutende Schäden in der Gegend von Harwich.

Ostfront

Baltikum: Das III. sibirischen Korps zieht sich bis zum nächsten Tag rund 80 km zurück um Daugavpils (Dünaburg) zu decken.
Galizien: Rückzug der österreich-ungarischen Verbände in Richtung des Fluss Strypa.

Seekrieg

Italien: Konteradmiral Millo wird von der Unteren Adria-Aufklärungsabteilung entfernt und zur Marine-Akademie versetzt, da er sich der Evakuierung von Pelagosa entgegengesetzt hatte, trotz der Unterstützung von Abruzzi.

Politik

Alliierte Calais-Konferenz: Joffre stellt sich gegen die Erweiterung der Militäroperationen im östlichen Mittelmeer.

Heimatfronten

Großbritannien: Bericht des Assoziationsausschusses über Ermüdungen der Kriegsarbeiter. Daraufhin wird ein Komitee zur Gesundheit der Munitionsarbeiter am 17. September eingerichtet.


Britische Truppen gegen Kut-el-Amara
Britische Truppen unter dem Kommando von General Sir Charles Townshend marschieren gegen Kut-el-Amara.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 12. September 1915:

Mittlerer Osten

Mesopotamien: Townshend 11.080 Männer und 30 Kanonen beginnen mit dem Vorstoß auf dem Tigris und über Land nach Kut bei 43-49 Gard Hitze.
Syrien: Das französische Linienschiff Guichen beginnt zusammen mit 4 anderen Kriegsschiffen mit der Evakuierung von 4.000 Armeniern aus Musa Dagh nach Port Said.
Geheimkrieg: Der arabische Gallipoli-Deserteur, Leutnant Muhammed al Faruqi, wird in Kairo verhört und auf seinen eigenen Wunsch hin zum Agenten ‘G’ gemacht, um mit dem Sherif zu vermitteln.

Westfront

Foch besucht erneut Haigh wegen der kommenden Offensive.

Ostfront

Baltikum: Deutsche Kavallerie unterbricht die Eisenbahnlinie Wilna-Riga und nimmt Sventsyani.

Südfronten

Italienische Front: Lebhafte Kampfhandlungen, bei den beide Seiten geringere Erfolge erzielen.

Luftkrieg

Großbritannien: Der Artillerieexperte der Royal Navy, Admiral Sir Percy Scott, erhält das Kommando über die Luftverteidigung von London und bittet um 104 weitere Flugabwehrkanonen und mehr als 50 Scheinwerfern. Er studiert das Beispiel der Pariser Luftverteidigung.


Österreich-ungarische Fla-MGs
Österreich-ungarische Truppen besetzen eine primitive Flugabwehr-Stellung mit MGs in einem Schützengraben an der Ostfront.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 13. September 1915:

Ostfront

Westrussland: Die Verbände von Prinz Leopold und Woyrsch werden in der Schlacht von Sionim bis zum 18. September zum Stehen gebracht.

Südfronten

Bulgarische und mazedonische Reservisten werden einberufen.

Afrikanische Fronten

Süd-Tunesien: Mehr als 500 tripolitanische Rebellen (von insgesamt 5.000 Krieger mit 9 Kanonen und 13 türkischen Offizieren) führen einen ersten Angriff auf französische Truppen durch und zwingen diese bis zum 15. September über die Grenze zurückzugehen, um dann Dehibat vom 18. bis 24. September zu belagern.

Luftkrieg

Deutschland: 19 französische Flugzeuge werfen 100 Bomben auf den Bahnhof von Trier und nahe Eisenbahngleise.
Großbritannien: Ein ‘Hit-and-Run’-Angriff eines deutschen Wasserflugzeugs auf Margate verursacht 8 zivile Opfer.

Geheimkrieg

Luftkrieg Westfront: Das Royal Flying Corps unternimmt den ersten Versuch, einen Agenten hinter den deutschen Linien durch eine Landung in der Nähe von Courtrai abzusetzen. Aber Pilot und Agent werden bei der Bruchlandung verletzt und gefangen genommen. Erfolgreiche Missionen folgen am 28. September und 3. Oktober.

Politik

Deutschland: Die Regierung verlangt von Rumänien die Erlaubnis, Truppen und Benzin im Wert von umgerechnet 8 Millionen Britischen Pfund durch das Land transportieren zu dürfen.


Zweckmässige Feldausrüstung: Steiner-Panzer
Zweckmäßige Feldausrüstung: Steiner-Panzer. Inserat aus einer deutschen Kriegszeitung.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 14. September 1915:

Westfront

Flandern: Die 2. kanadische Division wird nach Frankreich verlegt (von Folkestone nach Boulogne bis zum 17. September), rückt in die Frontlinie vor Kemmel am 23. September.

Ostfront

Westrussland: Die deutsche 1. Kavallerie-Division nimmt Smorgoni an der Bahnlinie Wilna-Minsk, aber russische Truppen können es am 19. September zurückerobern.

Naher Osten

Gallipoli: Die neuseeländische ‘Canterbury beritten Infanterie’ kommt mit 40 Überlebenden auf Lemnos an (637 Gefallene seit dem 12. Mai) und beginnt zusammen mit 4.000 anderen ANZAC-Truppen ein neues Trainingsprogramm am 20. September.

Politik

Bulgarien: Letzte alliierte Note an die Regierung, welche einen Teil von Mazedonien bedingungslos anbietet.


S-Klassen-U-Boot
S1 läuft in Brindisi ein. In England nach einem italienischen Entwurf gebaut, fuhr das Boot ein Jahr für die Royal Navy bevor es an die italienische Marine abgegeben wurde.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 15. September 1915:

Seekrieg

Mittelmeer: 3 britische kleine U-Boote der S-Klasse werden an die italienische Marine abgegeben.
Ostsee: 3 weitere E-Klasse-U-Boote der britischen Royal Navy haben Reval erreicht.

Westfront

Der britische Kriegsminister Kitchener gibt bekannt, dass 11 neu aufgestellte Armee-Divisionen nach Frankreich zum Britischen Expeditionskorps geschickt wurden und weitere 28 km der französischen Frontlinie übernommen haben.

Ostfront

West-Russland: Deutsche Kavallerie besetzt Vileika und Krivichi an der Bahnlinie östlich von Wilna. Infanterie trifft am 18. September ein, aber die Russen können es trotzdem am 26. bis 27. September zurückzuerobern. 4 Schwadronen deutscher Kavallerie überfallen Borisov am Fluss Beresina.
Baltikum: Die russische Zwölfte Armee zieht sich über den Fluss Düna zurück, gedeckt durch Rückzugsgefechte ihrer Kavallerie.

Luftkrieg

Gallipoli: Kemal Pascha (Atatürk) entkommt östlich von Suvla nur knapp einer Verwundung bei einer Bombardierung durch ein Nieuport-Flugzeug (Pilot Samson) des Royal Navy Air Service.

Heimatfronten

Großbritannien: Das Munitionsministerium erlässt Vorschriften zur Gewinnbegrenzung. Das House of Commons stimmt den vierten Kriegskredit im Jahr 1915 zu.
Osmanisches Reich: Die Nationalversammlung wird zunächst wieder eröffnet.


Angehörige einer deutschen Feld-Artillerie-Batterie
Zwei Angehörige einer deutschen Feld-Artillerie-Batterie. Der Mann auf der Linken ist ein Kanonier, während der andere ein Fahrer ist.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 16. September 1915:

Ostfront

Kaiser Wilhelm II. besucht das eroberte Kowno.
Pripet: Die deutsche Bug-Armee nimmt Pinsk.

Afrikanische Fronten

Ostafrika: Für die britischen Beamten gibt es keinen ‘Heimaturlaub’ mehr, außer aus medizinischen Gründen.

Seekrieg

Adria und Mittelmeer: Es sind jetzt 5 U-Boote in Cattaro stationiert, welche 99 Schiffe mit 346.786 Tonnen bis Ende 1915 versenken.

Luftkrieg

Mesopotamien: Türkisches Gewehrfeuer holt eine britische Caudron vom Himmel, aber Major Reilly in einer Martynside kann die türkischen Verteidigungsstellungen von Kut kartografieren. 5 weitere Flugzeuge stehen zur Unterstützung von Townshends Truppen zur Verfügung.

Neutrale

Haiti: Das Land wird für die Dauer von 10 Jahren zu einem US-Protektorat erklärt.


Oxygen wird einem vergasten Soldaten gegeben
Oxygen wird einem vergasten Soldaten in einem Feldlazarett verabreicht.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 17. September 1915:

Westfront

Die deutsche Erste Armee wird aufgelöst.
Der französische Dienst zur chemischen Kriegsführung wird gebildet (in Aufstellung seit dem 28. April).

Ostfront

Brusilows 4 russische Divisionen stellen sich gegen die österreich-ungarische Vierten Armee westlich von Rowno bis zum 22. September.

Afrikanische Fronten

Deutsch-Südwestafrika: Die BSA-Polizei (britische Polizei von Südafrika) schnappt nach einer 8-tägigen Verfolgung über 220 km die letzten 8 deutschen Soldaten.

Politik

Bulgarien: Zwei Ex-Premierminister und Stamboliski warnen den russischen Zaren davor, dass die Regierung gegen die Alliierten in den Krieg eintreten wird. Stamboliski kommt dafür am 19. September ins Gefängnis.

Heimatfronten

Großbritannien: Das House of Commons beginnt eine Debatte über die Wehrpflicht.


Oswald Boelcke
Der ‘Vater aller Luftkämpfe’ ist der gefürchtete deutsche Fliegerheld Oswald Boelcke, welcher 40 Luftsiege erringt und bei einem Flugunfall ums Leben kommt.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 18. September 1915:

Luftkrieg

Westfront: Immelmann und Boelcke teilen sich ein Luftsieg, wobei dies der dritte für Boelcke ist.

Ostfront

Die deutsche Zehnte Armee (Eichhorn) nimmt Wilna, zusammen mit 22.000 Kriegsgefangenen.

Seekrieg

Holtzendorff zieht alle U-Boote von den südwestlichen Approaches und aus dem Ärmelkanal ab, aufgrund der US-Proteste. Pohl ruft die U-Boote der Hochseeflotte zurück, da sich weigert, nach Prisenordnung zu operieren. Der U-Boot-Krieg ist nun so gut wie auf den Mittelmeerraum beschränkt.

Westfront

Flandern: Französische Artillerie und Schiffe der Royal Navy beschießen die von den Deutschen gehaltene belgische Küstenlinie.

Südfronten

Italienische Front: Geringe italienische Erfolge auf der ganzen Frontlinie.


Österreich-ungarisches Geschütz in Luftabwehr
Ein österreich-ungarisches Geschütz an der Ostfront ist zur Luftabwehr in Position gebracht worden.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 19. September 1915:

Ostfront

Generalstabschef von Falkenhayn zwingt Hindenburg dazu, Kräfte von mehr als 7 Divisionen abzugeben und wird dabei von Kaiser Wilhelm II. unterstützt.
Galizien: Die Armeegruppe Böhm-Ermolli (Generaloberst) wird aus der österreich-ungarischen Zweiten Armee und der deutschen Südarmee gebildet.

Südfronten

Serbien: Artillerie-Duelle in der Nähe von Orsova und Tekia sowie im Drina-Abschnitt am folgenden Tag.

Seekrieg

Ägäis: Der britische Truppentransporter Ramazan wird durch das Geschützfeuer eines U-Bootes versenkt. Dabei kommen 312 der 418 Mann an Bord ums Leben, wobei alle außer Einem der Opfer indische Soldaten sind.

Politik

Deutschland: Regierung verspricht, keine Schiffe abhängig von Konterbande zu versenken.

Heimatfronten

Russland: Oberst Knox berichtet, ‘… wenn überhaupt eine Regierung eine Revolution verdient hat, dann ist es die gegenwärtige …’.


Askari mit Reichskriegsflagge
Ein eingeborener Soldat der deutschen Schutztruppe in Ostafrika, ein Askari, mit der Reichskriegsflagge.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 20. September 1915:

Afrikanische Fronten

Ost-Afrika – Gefecht von Longido, westlich gegenüber der deutschen Grenze: 80 eingegrabene deutsche Soldaten wehren 450 Briten ab. Die King’s African Rifles verwenden zum letzten Mal eine Fahne im Gefecht, vermutlich überhaupt das letzte Mal bei britischen Truppen.

Westfront

Aisne: Die Franzosen konsolidieren ihre eroberten Positionen am Aisne-Marne-Kanal.
Elsass: Französischer Vorstoß beim Hartmannsweilerkopf.

Südfronten

Italienische Front: Schwere Kämpfe in den Abschnitten am Plezzo und Kras.
Serbien: Der britische Militärattaché meldet, dass mehr Truppen- und Zugbewegungen hinter den Flüssen erfolgen und das eine stetige Zunahme der österreich-ungarischen-deutschen Streitkräfte erfolgt.
Ungarn: Feldmarschall Mackensen bezieht unter strenger Geheimhaltung sein Hauptquartier in Timisoara.

Mittlerer Osten

Hamiltons zweiter Gallipoli-Report (erstellt am 26. August und deckt den Zeitraum vom 5. bis 30. Mai ab) wird veröffentlicht.

Politik

Fünf schwedischen Banken verkünden, dass sie an Deutschland ein Darlehen über 40 Millionen Krone für Kohle vergeben haben. Deutsch-Dänisches Handelsabkommen (24. September).

Heimatfronten

Australien: Die Wehrpflicht-Liga in Neu-Südwales wird gegründet.


deutsche 1915-Felddienstuniform
Die neue deutsche 1915-Felddienstuniform mit einem eindrucksvollen und effizienten Stahlhelm, welcher zuerst bei Verdun im Jahre 1916 zu sehen ist.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 21. September 1915:

Heimatfronten

Deutschland: 1915-Felddienstuniform wird eingeführt.
Österreich-Ungarn: Die Armee übernimmt im September die feldgraue Uniform.
Großbritannien: – Dritter Kriegshaushalt: Einkommenssteuer steigt auf 40 %, 50 % Steuern auf überschüssige Gewinne aus Tee- und Tabaksteuer. Der Krieg kostet jetzt jeden Tag 4,5 Millionen Britische Pfund.
Russland: Die Semstwos-Konferenz in Moskau bis zum 23. September verlangt die Wiedereinsetzung der Duma (russisches Parlament).

Westfront

Champagne: Die französische Artillerie beginnt mit dem Vorbereitungsbeschuss bis zum 25. September mit 1.300 schweren Geschützen, was ca. 30 Stück je Kilometer ergibt.

Politik

Bulgarien: Die Teilmobilisierung wird befohlen und beginnt am 23. September.
Griechenland: Venizelos bittet um 150.000 alliierten Truppen in Saloniki (aufgrund der serbischen Abwehrmaßnahmen gegen Bulgarien) als Voraussetzung für den griechischen Kriegseintritt. Die Alliierten stimmen dem am 24. September zu.


australischer Sturmangriff Gallipoli
Einer der verlustreichen australischen Sturmangriffe auf Gallipoli.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 22. September 1915:

Naher Osten

Gallipoli: Australische Verluste bis heute 19.183 Soldaten.
Syrien: Es werden türkische Vorbereitungen zu einem Angriff auf Ägypten gemeldet.

Ostfront

Der Zar befiehlt, eine strenge Disziplin wieder herzustellen. Fabeck ersetzt Gallwitz als Befehlshaber der deutschen Zwölfte Armee.

Südfronten

Bulgarien: Zar Ferdinand gibt ein Dekret zur Mobilisierung der Armee heraus. Der Ministerpräsident behauptet am 24. September, ‘das dies nicht gegen Serbien gerichtet ist’
Griechenland: Die französische Erkundungsmission trifft in Saloniki ein.

Afrikanische Fronten

Kamerun: Die Befehle für einen zweiten alliierten Vormarsch auf Jaunde werden ausgegeben.

Seekrieg

Nordsee: Das auf eine Mine gelaufene holländische Passagierschiff Koningin Emma kann die Themse hinauf abgeschleppt werden, wodurch die 250 Passagiere gerettet werden.
Adria: 60 britische Trawler, welche fast alle bis zum 8. November bewaffnet werden, kommen in Tarent bis zum 30. September an, um die Otranto-Sperre nach einem italienischen Antrag zu errichten, nachdem zuvor 16 französische Schiffe nicht bereitgestellt werden können.

Luftkrieg

Westfront: Das französische Luftschiff Cmdt Coutelle wird durch deutsches Flak-Feuer abgeschossen.
Deutschland: Französische Flugzeuge bombardieren Stuttgart.

Besetzte Gebiete

Ostfrankreich: Vier Einwohner von Lille werden durch die Deutschen wegen der Unterstützung der Flucht französischer Soldaten zu den alliierten Linien exekutiert, ein weiterer wird am 8. November wegen Spionage erschossen.


Generale Joseph und Joffre
Die französischen Generale Joseph und Joffre.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 23. September 1915:

Westfront

Joffres Tagesbefehl an die ‘Soldaten der Republik … … Euer Elan wird unwiderstehlich sein’.

Ostfront

Brusilows russische 4. Division (Denikin) erobert Lutsk zusammen mit 12.000 Kriegsgefangene zurück. Der österreich-ungarische Generalstabschef Conrad von Hötzendorf löst den Generalstabschef der Vierten Armee ab, da er deren Oberbefehlshaber – den Erzherzog – nicht abberufen kann.

Südfronten

Griechenland: Vorsorgliche Mobilisierung von 180.000 Mann der griechischen Armee, nachdem Ministerpräsident Venizelos mit dem König geredet hat.

Naher Osten

Der britische Dardanellen-Ausschuss lehnt bis zum nächsten Tag den Vorschlag von Lloyd George ab, die Truppen aus dem Brückenkopf bei Suvla nach Saloniki zu schicken und beschließt einen Winterfeldzug.

Seekrieg

Dardanellen: Commodore Keyes schlägt vergeblich einen neuen Plan für einen Marinedurchbruch durch die Seeenge vor, aber Flottenbefehlshaber Robeck widersetzt sich dem.

Luftkrieg

Westfront: Das Royal Flying Corps und die Aéronautique Militaire beginnen trotz schlechtem Wetter einen 5-tägigen, kombinierten Angriff (bis zum 28. September) auf das Eisenbahn-‘Dreieck’ Lille-Douai-Valenciennes, um die alliierte Herbstoffensive zu unterstützen. Das britische RFC fliegt 92 Bombeneinsätze und wirft 245 Bomben mit insgesamt 5 1/2 t ab, welche 5 oder 6 Eisenbahnzüge treffen und die Strecken an 16 Stellen beschädigen sowie die Eisenbahnschuppen von Valenciennes in Brand setzen. 2 britische Flugzeuge kehren nicht zurück.

Politik

Griechenland: Die griechische Armee mobilisiert vorsorglich.
Rumänien: Die Botschafter Frankreichs und Russland fragen bei der Regierung über ihre Haltung gegenüber Bulgarien an. Die rumänischen Führer Lonescu und Filipescu verlangen am nächsten Tag eine Mobilisierung.


Inserat für die Firma Benz
Inserat für die Firma Benz aus einer deutschen Kriegszeitung.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 24. September 1915:

Südfronten

Serbien: Österreich-ungarische Flugzeuge bombardieren Pozharevats. Ein Überquerung-Versuch des Fluss Drina wird vereitelt.
Griechenland: Der britische Kriegsminister Kitchener schlägt vor, die britische 10. und 11. Divisionen aus dem Suvla-Brückenkopf auf Gallipoli nach Saloniki zu verlegen.

Afrikanische Fronten

Südost-Kamerun: Die deutschen Truppen haben die französischen Truppen auf die Linie Elertua-Dume, östlich Abong MbangLomie zurückgedrängt.

Seekrieg

Atlantik: Das deutsche U-Boot U 49 wird vom Q-Schiff (U-Boot-Falle) Baralong versenkt.
Italien: Marineminister Admiral Viale tritt zurück, angeblich aus gesundheitlichen Gründen, aber in Wirklichkeit wegen heftiger Kritik an ihm.

Heimatfronten

Großbritannien: Likör-Kontrolle im Großraum London angewendet.
Neuseeland: Gesetz zur landesweiten Registrierung von Personen verabschiedet.
Russland: 500 Reservisten greifen die Polizei im Bahnhof von Petrograd bei einem Protest gegen die Schließung der Duma (Parlament) an; weitere Proteste in Rostow und Astrachan.


Livins-Gasggranaten-Werfer
Der britische Livins-Gasgranaten-Werfer ist eine einfache Stahlröhre, die im Boden versenkt wird. Eine Gasgranate wird darin mit einem elektrischen Zünder abgefeuert.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 25. September 1915:

Westfront

Champagne – FRANZÖSISCHE HERBSTOFFENSIVE mit 16 Divisionen unter fliegenden Fahnen und dem klingendem Spiel der Militärkapellen ab 9:15 Uhr im strömenden Regen, welcher bis zum 29. September anhält. Die 10. Kolonial-Division (deren General Marchand verwundet wird) stößt innerhalb einer Stunde 2.500 Meter vor. Der Angriff dringt 3,3 km weit in die vorderste deutsche Linie auf einer Breite von 25 km ein, wobei 1.000 Kriegsgefangene und 17 Kanonen genommen werden.
Ersteinsatz des französischen schweren 24-cm-Mörser Batignolles, welcher 87-kg-Granaten verschießt und ab 1916 auch vom BEF verwendet wird.
Falkenhayn schickt 3 1/2 Divisionen Verstärkungen für die deutschen Verteidiger.
Artois – Schlacht von Loos oder Dritte Schlacht von Artois (bis zum 8. Oktober): nach 25 Tagen Beschuss durch 951 Geschütze erfolgt der britische Angriff mit 6 Divisionen um 6:30 Uhr auf einer 10,5 km breiten Frontlinie südlich vom Le-Bassee-Kanal bis östlich von Grenay-Vermelles. Die Briten stoßen bis zu 4.000 Meter vor und nehmen Teile des Hohenzollern Redoubt, das Dorf Loos und Hügel 70, aber die zweite deutsche Linie fängt den Angriff auf. Feldmarschall French gibt die zwei Reservedivisionen erst um 12:30 Uhr frei, während Prinz Rupprecht bis zu 22 Bataillone Verstärkung schickt.
Die französische Zehnte Armee greift mit 14 Divisionen um 12:25 Uhr an, aber es gelingt ihr nur den Rest vom ‘Labyrinth’ zu nehmen.
Alliierte Ablenkungsangriffe an der Yser, in der Nähe vom Ypern-Comines-Kanal, Bois Grenier, in der Nähe von Neuve Chapelle und in der Nähe von Givenchy.
Erster britischer Einsatz von Giftgas: 2400 Chlor-Flaschen mit 70t Gas werden hinter einer Nebelwand durch Stokes-Mörser zum Einsatz gebracht. Es gibt 2.400 deutsche Opfer, darunter 600 Tote.

Ostfront

Die Stärke der österreich-ungarischen Truppen ist von 480.000 auf 230.000 Mann seit dem 1. September abgefallen.
West-Russland: Russische Truppen können Drisviati südlich von Dünaburg zurückerobern.
Pripjet: Die deutsche Bug-Armee überquert den Fluss Styr bis am nächsten Tag, wird aber nördlich von Pinsk zurückgeschlagen.

Südfronten

Serbien: Der britische Kriegsminister Kitchener und am folgenden Tag auch Außenminister Sir E. Grey versuchen dem serbischen Oberstleutnant Pavlovic (Stellvertreter vom Oberbefehlshaber Putnik) einen Präventivschlag gegen Bulgarien abzuringen, aber Pavlovic fordert, dass 100.000 alliierte Truppen zur Abschreckung nach Veles in Griechenland gesendet werden. General Bailloud (bei Gallipoli) befiehlt, eine französische Division zum Einsatz für Saloniki aufzusparen.
Italienische Front: Cadorna ersetzt General Nava von der italienischen Vierten Armee durch General di Robilant.

Afrikanische Fronten

Süd-Tunesien: Die Franzosen räumen zwei Grenzposten. Remsta wehrt einen 27-stündigen Angriff bis zum nächsten Tag ab.

Seekrieg

Ostsee: Die russische Flotte beschießt deutschen Stellungen am Golf von Riga.

Luftkrieg

Deutschland: 25.000 Reichsmark Abschussprämie auf den Anführer der französischen Tagesbomber-Einheit Esc MF29, Hauptmann Happe, ausgesetzt. Er entkommt Boelcke bei einem Angriff auf Rottweil, während die beiden anderen Bomber abgeschossen werden.
Westfront: Das Royal Flying Corps verfügt nun über 12 Staffeln mit 189 einsatzbereiten Flugzeuge und 4 Ballon-Abteilung des Royal Navy Air Service.
Besetztes Belgien: 8 Flugzeuge des Royal Navy Air Service aus Dünkirchen werfen 28 Bomben auf die Tirpitz-Batterie (nur ein Treffer).

Politik

Serbien: Die Regierung verspricht Doiran und Gevgeli den Griechen und keinen Anspruch auf Strumitsa zu erheben.


Kaiser und Kronprinz Truppenbesichtigung
Der Kaiser und der Kronprinz bei einer Truppenbesichtigung an der Westfront.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 26. September 1915:

Westfront

Loos: 2 ‘New-Army’-Reservedivisionen des Britischen Expeditionskorps (21. und 24.) greifen zu spät an und werden vor einem 6 m breiten Drahthindernis mit 8.246 Mann Verlusten zerschlagen. Der in Amerika geborene Dramatiker Harold Chapin fällt während seines Dienstes als Lance-Corporal im RAMC (Royal Army Medical Corps).
Die alliierten Truppen wehren deutsche Gegenangriffe ab. Zwei britische Divisions-Generale – Capper und Thesiger – werden an der Front getötet. Feldmarschall French besucht die Verlustsammelstellen für 2 Stunden.
Französische Truppen erobern Souchez.
Champagne: Die deutschen Truppen drängen die französische 39. Division aus Maisons des Champagnes und deren zweites Treffen zeigt sich kampfstark. Die Armeegruppe des deutschen Kronprinzen wird auf Dauer gebildet.

Ostfront

Ludendorff befiehlt den Bau einer ‘Dauerstellung’-Linie. Es wurden 30.000 russische Kriegsgefangene seit dem 9. September genommen.

Politik

Bulgarien: Der Ministerpräsident teilt mit, dass es nicht die Absicht sei, Griechenland anzugreifen.
Rumänien: Die Regierung will eine Verständigung mit Bulgarien.

Heimatfronten

Frankreich: Fahnen-Tag für die Kriegsopfer.
Großbritannien: Tod von Keir Hardie, dem ersten sozialistischen Abgeordneten und Anti-Kriegs-Aktivist, im Alter von 59 Jahren.
Osmanisches Reich: Das Eigentum der Armenier wird aufgelöst.


Deutsche 150-mm-Haubitzen
Deutsche 150-mm-Haubitzen werden zur Verstärkung an der Westfront herangebracht.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 27. September 1915:

Westfront

Loos: Die britischen Truppen werden in Kälte und Regen zwischen Fosse 8 und dem Hohenzollern-Redoubt zurückgedrängt, aber die Garde-Division erstürmt Grube 14 und die Kreidegruben und nimmt wieder Hügel 70. Deutschen Reserven stabilisieren die Front im französischen Abschnitt.
Champagne: Die französischen Truppen sind nun vor der deutschen zweite Linie auf einer 10 km breiten Front, aber der Widerstand wächst.
Argonnen: Die Franzosen wehren deutsche Angriffe ab.

Ostfront

Baltikum: Die deutsche Niemen-Armee wird bei Eckau (Riga) geschlagen.

Naher Osten

Mesopotamien: Der britische Chef-Polit-Offizier Cox meldet, ‘Bagdad ist in greifbare Nähe gerückt … und das ohne Verstärkung unserer Truppen.’

Afrikanische Fronten

Nord-Kamerun: Nigerianische Truppen überraschen den deutschen Außenposten von Gandua.
Tschad: Der französische Administrator wirft Sultan Ali Dinar in Darfur (Sudan) vor, für die Senussi, Türken und Deutsche zu intrigieren. Es kommt zu einer Anglofranzösischen Zusammenarbeit von November an.

Seekrieg

Adria: Das italienische Schlachtschiff Benedetto Brin wird von österreich-ungarischen Saboteuren in Brindisi zerstört. Es gibt 595 Opfer unter der Besatzung, einschließlich 456 Toten und darunter Konteradmiral Baron de Cervin.

Politik

Griechenland: Ministerpräsident Venizelos bekommt vom König die Zustimmung zur Anlandung alliierter Truppen in Saloniki.


 Gruppe türkischer Gefangener
Eine Gruppe türkischer Gefangener, die während des britischen Angriffs gemacht wurden.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 28. September 1915:

Naher Osten

Mesopotamien – Schlacht von Kut: Nach einem nächtlichen Marsch über die Flanke erstürmen Townshend Truppen (1.233 Mann Verluste) die türkischen Stellungen (700 Mann Verluste) bei Es Sinn und nehmen 1.153 Kriegsgefangene und 14 Kanonen. Nureddin macht einen geordneten Rückzug in Richtung Bagdad.

Westfront

Loos: Die Britische Garde (2.000 Mann Verluste seit dem 27. September) nimmt die Kreidegrube in der Nähe von Hügel 70. Französische Truppen entlasten die hart bedrängten britischen Linien bei Double Crassier-Loos. Die Oberste Heeresleitung befiehlt das XI. Korps von der Ostfront als Verstärkung zuzuführen.
Champagne: Französische Truppen durchbrechen die zweite deutsche Linie, jedoch auf einer zu schmalen Front. Deshalb kehrt das französische V. Kavallerie-Korps nach St.Remy zurück, da kein Durchbruch unmittelbar bevorsteht.

Ostfront

Der russische General Brussilow wird gezwungen, sich bis zum 30. September zurückzuziehen und überlässt Lutsk den deutschen Truppen unter Linsingen. Hoffmann (Stellvertreter Ludendorffs) schreibt in sein Tagebuch: ‘Wir wollen nun einen gute, langen Ruhepause für unsere müden Divisionen’.

Südfronten

Griechenland: Dem französischen General Sarrail wird mitgeteilt, dass sein Ziel Saloniki sein wird.

Seekrieg

Ostsee: Das russische U-Boot Bars, zusammen mit den britischen Booten E8 und E19 (letzteres versenkt sein erstes Schiff am 3. Oktober) laufen aus Reval aus, um die deutsche Handelsschifffahrt anzugreifen.


Townshend Kavallerie
Townshends Kavallerie auf dem Weg nach Kut-el-Amara.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 29. September 1915:

Naher Osten

Mesopotamien: Townshend Kavallerie besetzt Kut, aber die britischen Schiffe auf dem Fluss sitzen zwei Tage lang fest.

Westfront

Flandern: Deutsche Truppen nehmen britische Gräben bei Hooge, aber am nächsten Tag kann das BEF die meisten davon wieder zurückerobern.
Artois: Französische Truppen nehmen für eine kurze Zeit die Vimy-Höhe zum dritten Mal.
Champagne: Deutsche Truppen können die Tantes-Gräben in ihrer zweiten Linie zurückerobern.

Ostfront

Die deutsche Niemen-Armee wird zur Achten Armee.

Seekrieg

Nordsee: Die britische Harwich Force fegt bis zum 1. Oktober über die Jütland-Bank und versenkt oder entert 14 deutsche Fischtrawler. Weitere 15 Trawler werden bis zum 7. Oktober eingefangen, von denen 12 zu den Dardanellen und nach Suez geschickt werden.

Politik

Griechenland: Premierminister Venizelos schlägt eine gleichzeitige Demobilisierung der griechischen und bulgarischen Streitkräfte vor.

Heimatfronten

Russland: Innenminister Prinz Shcherbatov wird Zeuge eines beispiellosen Chaos unter 2.500 Genesenden und Verwundeten bei Orscha. Er tritt am 10. November zurück.


Französische Wachen führen deutsche Gefangene  ab
Französische Wachen führen deutsche Gefangene während der Schlacht in der Champagne ins Hinterland.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 30. September 1915:

Westfront

Sir J. French und Kitchener gratulieren in einem Tagesbefehl dem Britischen Expeditionskorps. Der König sendet eine Nachricht an Sir John French.
Champagne: Geringe französische Geländegewinne. Joffre kündigt die Beendigung der Operationen an, bei denen 25.000 Kriegsgefangene und 150 Kanonen eingebracht wurden – aber kein Durchbruch erzielt werden konnte.

Südfronten

Italienische Front: Weitere italienische Angriffe auch in Schnee und Eis.
Serbien: Die Heeresgruppe Mackensen und die deutsche Elfte Armee (Gallwitz) werden gebildet.

Naher Osten

Gallipoli – Suvla-Brückenkopf: Die britische 10. Division wird nach Saloniki verschifft.
Gallipoli – Helles-Brückenkopf: Das britische VIII. Korps hat nur 15.212 einsatzfähige Soldaten und es gibt viele Kranke.

Afrikanische Fronten

Zwei südafrikanischen Stabsoffiziere werden nach Ostafrika geschickt, um den Einsatz südafrikanischer Truppen auf diesem Kriegsschauplatz zu prüfen.

Seekrieg

Mittelmeer: ​​13 deutsche U-Boote (von insgesamt 44) befinden sich nun dort. 8 auf See, 5 in Konstantinopel plus 11 österreich-ungarische Boote.
Italien: Vizeadmiral Camillo Corsini wird der neue Marineminister.

Neutrale

Schweiz: Der deutsche Botschafter aus Bern berichtet dem Reichskanzler über die Friedensvorstellungen von Lenin.

Heimatfronten

Großbritannien: Der Leiter des Special Branch – Thomson – erreicht, dass der Verlag Constable das amerikanische Buch Die Sozialisten und der Krieg zurückzieht.


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