04-1940, April 1940


Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für April 1940.

Deutsche Invasion von Norwegen und Einmarsch in Dänemark, Erste und Zweite Schlacht von Narvik.

zurück Zurück zu März 1940.


Wang Ching-wei
Wang Ching-wei empfängt 1941 deutsche Diplomaten.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 1. April 1940:

China

Chinesisch-Japanischer Krieg: Die von Japan unterstützte ‘Zentral-Regierung von China’ unter Wang Ching-wei, einem ehemaligen Kollegen von Tschiang Kai-schek, wird gebildet. Diese Regierung wird jedoch nicht von den westlichen Regierungen anerkannt.

Heimatfronten

Frankreich: ein Dekret der Regierung genehmigt den Bau von 53 Kriegsschiffen: 2 Schlachtschiffe, 1 Flugzeugträger, 3 Kreuzer, 27 Zerstörer, 20 U-Boote.


Luftbild-Auswertungsstelle der Luftwaffe
In der Luftbild-Auswertungsstelle der deutschen Luftwaffe werden die britischen Schiffe mithilfe von Modellen identifiziert.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 2. April 1940:

Luftkrieg

Deutsche Flugzeuge greifen Scapa Flow an. Auf dem Rückflug greifen sie Leuchttürme bei Duncansby Head und Stroma Island an.


Einschiffung deutscher Truppen für das Unternehmen 'Weserübung'
Einschiffung deutscher Truppen für das Unternehmen ‘Weserübung’. Elf Schiffsgruppen bildete die Kriegsmarine für die Invasion von Dänemark und Norwegen. Sie sollten unter anderem Narvik, Trondheim, Bergen, Kristiansand, Oslo, Nyborg und Kopenhagen anlaufen. Zur Sicherung der Operationen waren 2 Schlachtkreuzer, 3 Schwere und 4 Leichte Kreuzer, 14 Zerstörer, 31 U-Boote und viele kleinere Schiffe eingesetzt. Sie mussten überfallartig auftauchen, da sie einer offenen Seeschlacht mit der britischen Marine keinesfalls gewachsen waren.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 3. April 1940:

Seekrieg

Die ersten deutschen Schiffe laufen zur Invasion von Norwegen aus.

Luftkrieg

Ein Sunderland Flugboot zersprengt eine Formation von sechs Junkers Ju 88-Bombern, welche einen Konvoi in der Nordsee angreifen. Eine Ju 88 wird dabei abgeschossen und eine Zweite macht eine Notlandung in Norwegen, wo ihre Besatzung interniert wird.
Die erste Spitfire Mk I geht während einer Heimatverteidigungs-Mission, bei der sie eine Heinkel He 111 vor der Küste von Yorkshire abschießt, verloren.

Heimatfronten

Großbritannien – Regierungsumbildung: Flottenadmiral Lord Chatfield, Minister zur Koordination der Verteidigungsmaßnahmen, tritt zurück. Der Erste Lord der Admiralität, Mr. Churchill, wird neuer Leiter des Minister-Ausschusses. Lord Woolton wird der Ernährungsminister. General Sir Hugh Elles wird als nationaler ARP-Controller eingesetzt.
Kanada: Earl of Athlone wird zum Nachfolger des verstorbenen Generalgouverneurs Lord Tweedsmuir (John Buchan) ernannt.


Arthur Neville Chamberlain
Arthur Neville Chamberlain (1869-1940), britischer Premierminister. Ein wohlmeinender, prinzipientreuer Karriere-Politiker, dessen Außenpolitik sich vielleicht eher als ‘Frieden um jeden Preis’ zusammenfassen lässt.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 4. April 1940:


Heimatfronten

Chamberlain spricht auf dem Treffen der Conservative Party (Konservativen Partei) in London darüber, dass Hitler nun den Bus verpasst hat’, als er nicht den maximalen möglichen Nutzen aus der deutschen militärischen Überlegenheit gegenüber Großbritannien im September 1939 gezogen hatte.
Der britische Handel mit den Balkan-Nationen soll durch neue Handelsvereinbarungen gefördert werden, was einen Versuch darstellt, die deutsche Erschließung des Balkans als Handelsgebiet zu bekämpfen.
Deutschland: Göring spricht über Rundfunk zur deutschen Jugend: Deutschland wird einen entscheidenden Schlag gegen England und Frankreich durchführen und das größte Reich der Welt aufbauen. Die deutsche Jugend muss dazu den Anstand und die Moral ‘nicht nur im Sonnenschein, sondern auch während der Finsternis haben !’.

Luftkrieg

RAF-Bomber greifen deutsche Zerstörer vor Wilhelmshaven an.

Seekrieg

Das norwegische Passagierschiff Mira erreicht seinen Heimathafen, nachdem es mehrere deutsche Luftangriffe während seiner gefährlichen sechstägigen Reise auf der Nordsee überstanden hat. Keiner der 107 Passagiere oder der Besatzung wurde dabei ernsthaft verletzt.


Deutsche Soldaten üben in felsigem Gelände
Deutsche Soldaten bereiten sich mit Übungen in felsigem Gelände auf die Invasion von Norwegen vor.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 5. April 1940:

Seekrieg

Das erste erbeutete deutsche Handelsschiff, die Uhenfels, welche in Empire Ability umgetauft wird, läuft die Themse hinauf.

Politik

Alliierte Note an Norwegen mit der Ankündigung von möglichen Gegenmaßnahmen bei einer schwerwiegenden Verletzung der norwegischen Neutralität durch Deutschland.


Flugblätter werden in einen englischen Bomber geladen
Heute weiß man, es war die unauffällige Vorbereitung des RAF-Bomberkommandos für den strategischen Luftkrieg: Flugblätter werden in einen englischen Bomber geladen.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 6. April 1940:

Luftkrieg

Deutschland: Das englische Bomber-Kommando der RAF beendet die Abwürfe von Flugblättern (‘Operation Nickel’) über Deutschland: 65 Millionen Flugblätter und Propaganda-Zeitungen wurden seit dem 3. September 1939 abgeworfen.


Einschiffung britisches Expeditionskorps
Einschiffung des britischen Expeditionskorps nach Norwegen.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 7. April 1940:

Seekrieg

Atlantik: Die englische Home Fleet läuft aus Scapa Flow in Richtung der norwegischen Gewässer aus.


^der englische Zerstörer HMS Glowworm kurz vor seinem Untergang
Der englische Zerstörer ‘HMS Glowworm‘ kurz vor seinem Untergang, aufgenommen von der Brücke der ‘Admiral Hipper’.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 8. April 1940:

Seekrieg

Englische Zerstörer legen Minen innerhalb norwegischer Hoheitsgewässer südwestlich von Narvik (Unternehmen Wilfred). HMS Glowworm wird detachiert und trifft auf eine der deutschen Kriegsschiff-Gruppen, bestehend aus dem schweren Kreuzer Admiral Hipper und vier Zerstörern, welche auf dem Weg nach Trondheim sind. Glowworm wird von Admiral Hipper gerammt und sinkt.

Politik

Norwegen protestiert gegen die englischen Minenlege-Unternehmungen in seinen Hoheitsgewässern.

Luftkrieg

Erster Einsatz der deutschen viermotorigen Focke-Wulf Fw 200 Condor Langstrecken-Aufklärungsbomber über der Nordsee.


Karte der deutschen Invasion von Norwegen
Karte der deutschen Invasion von Norwegen und alliierter Gegenlandungen.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 9. April 1940:

Norwegen

DEUTSCHE INVASION VON NORWEGEN (Unternehmen Weserübung Nord) mit 6 Regimentern, 1 Fallschirmjäger-Bataillon, 888 Flugzeugen (345 Kampf-, Sturzkampf- und Jagdflugzeuge, 543 Transportflugzeuge und Aufklärer), 2 Schlachtkreuzern, 1 Westentaschen-Schlachtschiff, 7 Kreuzern, 14 Zerstörern und 30 U-Booten. Deutsche Truppen landen bei Oslo, Kristiansand, Stavanger, Bergen, Trondheim und Narvik. Norwegische Küstenbatterien versenken den Kreuzer Blücher im Oslo-Fjord (1.600 Tote). Luftlandetruppen besetzen den Fornebu-Flughafen (Oslo) und den Stavanger-Sola-Flugplatz. Deutsche Zerstörer versenken die norwegischen Küstenpanzerschiffe Eidsvold und Norge vor Narvik und landen Truppen an.
Die norwegische Garnison wird von ihrem Befehlshaber Oberst Sundlo verraten. König Haakon kann vor den Deutschen in Oslo entkommen. Vidkun Quisling ruft sich selbst als norwegischer Regierungschef aus und verkündet ‘ich bin der große Verräter’.

Siehe auch: Norwegische Streitkräfte

Dänemark

DEUTSCHER EINMARSCH IN DÄNEMARK (Unternehmen Weserübung Süd) mit 2 Divisionen, 1 gemischten Brigade und 1 Bataillon von Fallschirmjägern, 60 Flugzeugen, 2 alten Linienschiffen, leichten Kriegsschiffe und Hilfsschiffe. Deutsche Truppen landen bei Kopenhagen, dem Flugplatz von Aalborg, Esbjerg und anderen Städten und sichern die Jütland-Fünen-Brücke. Dänische Truppen leisten vereinzelt Widerstand in Süd-Jütland und die Königliche Garde liefert ein kurzes Feuergefecht am Schloss Amalienborg in Kopenhagen.
Bf 110 greifen im Tiefflug den Flugplatz von Vaerlose, dem Hauptquartier der dänischen Luftwaffe, an und zerstören viele Flugzeuge. Nur ein dänisches Jagdflugzeug wird im Luftkampf abgeschossen. He 111-Bomber werfen Flugblätter über Kopenhagen ab.
Kein Widerstand durch die dänische Marine.

Siehe auch: Dänische Streitkräfte

Seekrieg

Die englische Home Fleet läuft in Richtung Bergen aus, muss sich aber nach dem Angriff durch deutsche Bomber (47 Ju 88 und 41 He 111) wieder zurückziehen. Das Schlachtschiff Rodney und drei Kreuzer werden beschädigt, der Zerstörer Gurkha sinkt und vier Ju 88 werden abgeschossen.
Schlachtkreuzer tauschen einige Salven südwestlich von Narvik aus: Renown und Gneisenau werden beide leicht beschädigt.
19 englische U-Boote beginnen intensive Operationen vor der Küste Norwegens, im Skagerrak, Kattegat und in der Nordsee. Das Unterseeboot Truant trifft den leichten Kreuzer Karlsruhe im Skagerrak so schwer, dass er von deutschen Torpedobooten selbst versenkt werden muss.

Politik

Deutsches Memorandum an Dänemark und Norwegen: beiden Ländern wird durch Deutschland ‘Schutz’ für die Dauer des Krieges zugesichert. Großbritannien verspricht Norwegen alle mögliche militärische Hilfe.

Heimatfront

Großbritannien: Tod der Schauspielerin Mrs. Patrick Campbell, im Alter von 75 Jahren.


Erste Schlacht von Narvik
Bild von der ersten Schlacht von Narvik. Vorne liegen die deutschen Zerstörer ‘Hans Lüdemann’ und ‘Hermann Kühne’ und beschießen die Hafeneinfahrt. Im Hintergrund sind brennende und sinkende Transportschiffe zu sehen.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 10. April 1940:

Seekrieg:

Norwegen: ERSTE SCHLACHT VON NARVIK. Fünf englische Zerstörer greifen die zehn deutschen Zerstörer und die besetzten Küstenbatterien im Ofot-Fjord westlich von Narvik an. Die englischen Zerstörer Hardy und Hunter sowie die deutschen Zerstörer Wilhelm Heidkamp und Anton Schmitt gehen dabei verloren. Der englische Flottillen-Führer Captain Warburton-Lee und der deutsche Flottenbefehlshaber Bonte fallen. Acht deutsche Transportschiffe und der Munitionstransporter Rauenfels werden ebenfalls versenkt.
Das englische U-Boot Thistle wird durch das deutsche U 4 vor Stavanger versenkt.

Luftkrieg

15 Blackburn Skua Sturzkampfbomber der englischen Marineluftwaffe versenken den leichten Kreuzer Königsberg vor Bergen, zugleich das erste größere Kriegsschiff, welches jemals durch einen Sturzflugbombenangriff versenkt worden ist.
Deutsche Flugzeuge greifen Scapa Flow an. Vier Bomber werden dabei abgeschossen.

Neutrale

Island: Das isländische Parlament, das Althing, beendet die konstitutionellen Bindungen zu Dänemark und erklärt, dass die Regierung Islands nun ihre eigenen Angelegenheiten selbst regeln wird.


HMS Spearfish
Das englische Unterseeboot ‘HMS Spearfish’.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 11. April 1940:

Seekrieg

Das englische Unterseeboot der S-Klasse Spearfish beschädigt das Westentaschen-Schlachtschiff Lützow schwer südlich von Oslo durch Torpedotreffer (Nacht vom 10. auf den 11. April).

Norwegen

General Ruge wird zum Oberbefehlshaber der norwegischen Armee als Nachfolger von Major-General Laake ernannt.

Luftkrieg

6 Wellington-Bomber (1 verloren) greifen den Flugplatz von Stavanger-Sola an. Dies ist zugleich der erste englische Tagesangriff auf ein Ziel auf dem europäischen Festland.


deutscher Truppengeleit
Ein deutscher Truppengeleit auf dem Marsch nach Norwegen.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 12. April 1940:

Luftkrieg

90 Bomber der englischen RAF werden in die Umgebung von Stavanger zum Angriff auf die deutschen Schlachtkreuzer Gneisenau und Scharnhorst entsendet, können die Schiffe jedoch nicht finden.

Politik

Die dänische Verwaltung der Faerör-Inseln ist damit einverstanden, unter britischen Schutz gestellt zu werden. Englische Truppen landen auf den Inseln am 13. April.


Schiffsbrüchiger wird geborgen
Ein Schiffbrüchiger eines versenkten deutschen Schiffs wird aus dem Wasser geborgen.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 13. April 1940:

Seekrieg

ZWEITE SCHLACHT VON NARVIK. Das englische Schlachtschiff HMS Warspite greift zusammen mit neun Zerstörern die noch acht verbliebenen deutschen Zerstörer an, welche alle versenkt werden oder von ihren Besatzungen nach dem Ausfall der Geschütze selbst versenkt werden. Drei englische Zerstörer werden beschädigt und die deutschen Matrosen schließen sich nach dem Verlust ihrer Schiffe den Gebirgsjägern in Narvik an. Ein Fairey Swordfish-Aufklärungsflugzeug der HMS Warspite greift das deutsche U-Boot U 64 an. Admiral Whitworth will Narvik besetzen, muss aber die Frontallandung verwerfen.

Luftkrieg

15 Hampden-Bomber werfen in der Nacht vom 13. auf den 14. April an Fallschirmen Minen vor der dänischen Küste ab. Dies ist zugleich der erste englische Lufteinsatz zum Abwurf von Minen.


Einwohner von Oslo beobachten deutsche Truppen
Einwohner von Oslo beobachten neugierig deutsche Truppen in der Stadt.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 14. April 1940:

Norwegen

Die englische North Western Expeditionary Force (Nordwestliche Expeditionsstreitmacht) beginnt mit Landungen bei Harstad (in der Nähe von Narvik) und Namsos (nördlich von Trondheim).
General von Falkenhorst, Befehlshaber der deutschen Truppen in Norwegen, droht drastische Maßnahmen gegen zivilen Widerstand an.

Luftkrieg

Die englische RAF bombardiert den Flugplatz Stavanger-Sola und Wasserflugzeuge im Hafrs-Fjord.
Norwegische Fokker-Doppeldecker bombardieren Junkers Ju 52-Wassertransportflugzeuge auf dem Harting-See.


Im Schutz eines PzKpfw I
Im Schutz eines PzKpfw I gehen deutsche Infanteristen gegen ein norwegisches Dorf vor.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 15. April 1940:

Norwegen

Belagerung von Hegra: eine norwegische Abteilung hält die veraltete Festung Hegra, östlich von Trondheim, gegen starke deutsche Boden- und Luftstreitkräfte für drei Wochen bis zum 5. Mai.
König Haakon verkündet eine Proklamation an alle Norweger, dass diese alles in ihrer Macht tun müssten, um ‘die Freiheit und Unabhängigkeit unseres geliebten Landes zu retten.’ Er verurteilt diesen Blitzkrieg ‘durch ein Volk, zu dem wir immer freundschaftliche Beziehungen hatten.’

Westfront

Der alliierte Plan D (siehe auch am 14. November 1939) wird dahingehend geändert, dass nun auch noch ein Vormarsch der teilweise motorisierten und mechanisierten französischen 7. Armee (General Giraud) nach Süd-Holland vorgesehen wird.

Seekrieg

U 49 wird vor Harstad (bei Narvik) durch die englischen Zerstörer Brazen und Fearless versenkt. Dabei wird ein Diagramm mit den Operationsgebieten der einzelnen deutschen U-Boote erbeutet.

Luftkrieg

15 Blenheim-Bomber des RAF-Bomber-Kommandos greifen den Flugplatz Stavanger-Sola an. Bomber der englischen Marineluftwaffe greifen die deutsche Schifffahrt vor Bergen an.

Besetzte Gebiete

Dänemark: die Demobilisierung der dänischen Armee ist im Gange.
Norwegen: Die Marionetten-Regierung Quisling tritt in Oslo zurück und wird durch einen Verwaltungsrat aus norwegischen Bürokraten und Juristen ersetzt.

Heimatfronten

Großbritannien: 972.695 Arbeitslose. Das sind 148.518 weniger als im März 1940 und ist der niedrigste Stand seit 1920.


U 1
Am 15. Juni 1935 lief mit U 1 das erste U-Boot der deutschen Kriegsmarine vom Stapel.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 16. April 1940:

Seekrieg

Das deutsche U-Boot U 1 wird vor Stavanger durch das englische Unterseeboot Porpoise versenkt.

Politik

Norwegen: Weißbuch der Regierung zur deutschen Invasion wird veröffentlicht, welches 13 Forderungen auflistet, die der deutsche Vertreter in Oslo wenige Stunden nach dem Angriff vom 9. April stellte.


 Ju 52 über Norwegens Fjorden
Junkers Ju 52 über Norwegens Fjorden. Der Nachschub mit Munition und Verstärkungen nach Narvik musste, solange der Landweg nicht freigekämpft war, angesichts der Gefahren des Seeweges durch Transportflugzeuge erfolgen.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 17. April 1940:

Norwegen

Englische Truppen landen bei Andalsnes (Operation Sickle).
Den isolierten deutschen Truppen in Narvik wird befohlen, ‘so lange auszuhalten, wie möglich’.

Luftkrieg

Die englische RAF bombardiert den Flugplatz Trondheim-Vaernes.

Seekrieg

Der englische Kreuzer Suffolk beschießt den Flugplatz Stavanger-Sola sowie den Wasserflugzeug-Stützpunkt und richtet erhebliche Schäden an. Der Kreuzer wird jedoch von Junkers Ju 88-Bomber verfolgt und schwer beschädigt.


Zerstörer Javelin
Der britische Zerstörer HMS Bedouin der Tribal-Klasse in einem norwegischen Fjord.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 18. April 1940:

Norwegen

Ein britischer Stützpunkt wird in Molde (in der Nähe von Andalsnes) eingerichtet. Truppen landen in der Nähe bei Alesund.
Die Operation Hammer wird abgesagt. Der englische Plan, unterstützt von Churchill und Admiral Keyes, sah eine direkte Landung bei Trondheim durch 4.500 Soldaten, unterstützt von der britischen Home Fleet, vor.

Politik

Nach langem Zögern entschließt sich die norwegische Regierung zu einer Kriegserklärung an Deutschland.


Deutsche Truppen in einem brennenden norwegischen Dorf.
Deutsche Truppen in einem brennenden norwegischen Dorf.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 19. April 1940:

Norwegen

Die englische 146. Infanterie-Brigade erreicht von Namsos aus Verdal, 80 km vor Trondheim. Französische Chasseurs Alpins (Gebirgsjäger) werden als Verstärkung in Namsos ausgeschifft. Jedoch überflügeln deutsche Truppen, angelandet von zwei Zerstörern in der Nähe von Steinkjer im Trondheim-Fjord, die Alliierten und zwingen diese zum Rückzug.
Die englische 148. Infanterie-Brigade schließt, von Andalsnes aus kommend, zu norwegischen Einheiten bei Lillehammer auf.

Luftkrieg

Zerstörung von Namsos: deutsche Bomber machen, bis zur Aufgabe dieser alliierten Basis in Mittel-Norwegen am 3. Mai, wiederholte Luftangriffe. Der Ort und Hafen wird vollständig zerstört und die Zivilbevölkerung muss evakuiert werden.


 Junkers Ju 87R
Dieser Junkers Ju 87R Sturzkampfbomber befindet sich über Norwegen im April 1940. Zu diesem Zeitpunkt das neuste Modell und speziell zur Schiffsbekämpfung ausgelegt.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 20. April 1945:

Luftkrieg

Deutsche Bomber (3 Verluste) greifen englische Kriegsschiffe vor Norwegen an.


Vickers Wellington
Englische Vickers Wellington Bomber auf dem Weg zu ihrem Ziel.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 21. April 1940:

Luftkrieg

RAF-Bomber (1 Verlust) greifen den Flugplatz von Aalborg in Nord-Dänemark und wieder den Stavanger-Sola-Flugplatz in Südwest-Norwegen an.


Char B1 werden verladen
Im April 1940 werden in Frankreich neue schwere Kampfpanzer Char B1 verladen. Diese französischen Panzer können nur von der deutschen 88-mm-Flak bekämpft werden.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 22. April 1940:

Luftkrieg

Ein französisches Aufklärungsflugzeug erreicht in der Nacht vom 22. auf den 23. April Prag.


Junkers Ju 88
Der neue mittlere Bomber Junkers Ju 88 ist eines der erfolgreichsten Flugzeuge der deutschen Luftwaffe. Rund 15.000 Stück werden davon im Laufe des Krieges gebaut.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 23. April 1940:

Luftkrieg

Deutsche Bomber greifen in der Nacht vom 22. auf den 23. April den englischen Flottenstützpunkt Scapa Flow in Nord-Schottland an.

Heimatfronten

Australien: Ministerpräsident Menzies droht, die Kohlenzechen mit Gewalt wiederzueröffnen, falls die Bergleute ihren seit sechs Wochen andauernden Streik nicht beenden. Der Streik wird schließlich am 15. Mai durch ein Schiedsgericht beigelegt.
Großbritannien: der zweite Kriegshaushalt wird vom Schatzkanzler Sir John Simon vorgelegt: Die Einkommensteuer steigt auf 7s 6d je £, höhere Abgaben auf Bier, Spirituosen und Tabak, höhere Portokosten und die geplante Einführung einer Umsatzsteuer.


Warspite beschießt Landziele
Das Schlachtschiff HMS Warspite beschießt Landziele.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 24. April 1940:

Seekrieg

Das englische Schlachtschiff Warspite und drei Kreuzer beschießen Narvik. Die geplante Landung von Truppen vom Kreuzer Vindictive wird jedoch abgebrochen.
Drei französische Zerstörer greifen deutsche Patrouillenboote in der Nacht vom 23. auf den 24. im Skagerrak an und wehren Luftangriffe ab.


Bf 110 vor Start
Deutscher Bf 110 Zerstörer kurz vor dem Start zu einem Einsatz über Skandinavien.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 25. April 1940:

Seekrieg

Die englischen bewaffneten Trawler Bradman, Hammond und Larwood werden durch deutsche Flugzeuge vor Andalsnes versenkt. Sie werden später von den Deutschen gehoben und als Patrouillenboote Friese, Salier und Franke wieder in Dienst gestellt.


Deutsche Infanterie erhaelt Feuer
Eine deutsche Infanteriespitze in Norwegen erhält Feuer.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 26. April 1940:

Norwegen

Norwegische und britische Truppen halten den deutschen Vormarsch im Gudbrandsdal-Tal bei Kvam auf. Der norwegische Oberbefehlshaber, General Ruge, veröffentlicht einen optimistischen Tagesbefehl: ‘nun ist die Zeit des Rückzuges beendet …, bleibt standhaft … und der Sieg wird unser sein !’


Josef Terboven
Der Gauleiter von Essen, Josef Terboven, wird als Reichskommissar in Norwegen der Chef der Zivilverwaltung.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 27. April 1940:

Besetzte Gebiete

Norwegen: Der bisherige Gauleiter von Essen, Terboven, wird zum Reichskommissar für Norwegen ernannt.

Politik

Deutschland befindet sich nun offiziell im Krieg mit Norwegen. Reichsaußenminister Ribbentrop versucht die deutsche Invasion von Norwegen durch die Beschreibung einer riesigen und sorgfältig geplanten englischen, französischen und norwegischen ‘Verschwörung’ zu rechtfertigen. Er erwähnt dabei nicht die deutsche Besetzung von Dänemark.

Heimatfronten

Großbritannien: Alle Männer im Alter ab 26 Jahren werden für den Kriegsdienst registriert.


Renault R-35
Übung leichter Kampfpanzer Renault R-35 im April 1940 in Frankreich.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 28. April 1940:

Seekrieg

Atlantik: das englische Passagierschiff Queen Mary (81.200 Tonnen) erreicht von New York aus kommend Kapstadt (Südafrika), nach einer Rekordzeit von nur 12 Tagen.


De Haviland DH82 Tiger Moth
De Haviland DH82 Tiger Moth, der Standard-Basistrainer der RAF. Er wurde in Hatfield (795 Stück plus 1.611 vor dem 2. Weltkrieg) und von Morris (3.210) in Großbritannien sowie in Kanada (1.520), Australien (1.085) und Neuseeland (344) gebaut.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 29. April 1940:

Luftkrieg

Start des britischen Empire Air Training Scheme. Die Ausbildung von Piloten und Flugzeugbesatzungen beginnt an Flugschulen in Kanada, Australien und Neuseeland.

Norwegen

Englische Truppen landen bei Bodo, südlich von Narvik.
Der Kreuzer HMS Glasgow transportiert König Haakon, Kronprinz Olav und die norwegische Regierung von Molde nach Tromsö in Nord-Norwegen. Die norwegische Regierung verbreitet eine Erklärung gegen den deutschen ‘Terrorismus’ in welcher behauptet wird, dass Mitglieder der Regierung persönlich Zeugen von Gewaltakten gegen unbewaffnete und unschuldige norwegische Zivilisten wurden.

Seekrieg

Das deutsche U-Boot U 50 wird von den Zerstörern HMS Amazon und HMS Witherington vor den Shetland-Inseln versenkt.
Das englische U-Boot Unity wird versehentlich durch das Frachtschiff Atle Jarl vor der Tyne gerammt und versenkt.


Deutsche Infanterie im Strassenkampf
Deutsche Infanterie im Straßenkampf in Norwegen.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 30. April 1940:

Norwegen

Die Briten beginnen mit der Evakuierung von Andalsnes, Molde und Alesund in Mittel-Norwegen. Die Evakuierungen werden in der Nacht vom 1. auf den 2. Mai abgeschlossen.
Deutsche Kolonnen von Oslo und Trondheim treffen in Mittel-Norwegen zusammen. Hitler gibt ein Glückwunschschreiben in einem Tagesbefehl heraus.

Luftkrieg

Ein Heinkel He 111 Bomber, beladen mit Magnetminen, wird durch Flugabwehrfeuer beschädigt und stürzt auf Clacton-on-Sea in der Grafschaft Essex. Die vierköpfige Besatzung und zwei Zivilisten kommen ums Leben, 156 Personen werden verletzt und 50 Häuser werden zerstört.

Seekrieg

Handelsschiffs-Verluste im April 1940: 58 alliierte Schiffe mit zusammen 158.218 Tonnen im Atlantik, 0 alliierte Schiffe mit 0 Tonnen in anderen Gewässern.
5 deutsche U-Boote im Atlantik, Arktis oder Ostsee versenkt.


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